Sermones Varios 29
Lugar/Ort:

Fecha/Datum: / /
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:Gottesd. zur Goldenen Hochzeit/Schneider-Stürtz
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Philipper 1, 6 - Filipenses 1: 6
Skopus:
Varias 29 -Philipper 1,6
(Goldene Hochzeit)
"Der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird es auch
vollführen bis auf den Tag Jesu Christi."

Nur wenigen Ehepaaren ist es gegeben, das Fest der Golenen
Hochzeit zu feiern. Euch hat Gott dieses große Vorrecht
geschenkt, 50 Jahre ein gemeinsames Leben in Freud und Leid
zu führen.
Was mag in diesen 5 Jahrzehnten auf Euch an Problemen,
Schwierigkeiten und Nöten und Kümmernissen eingestürmt
sein?! Wie oft saht Ihr vielleicht keinen Ausweg mehr und
wie oft hattet Ihr den Eindruck, daß alles durch eigene
Schuld noch schlimmer erschien, als es in Wirklichkeit war?!
Wie oft standet Ihr Euch beide selbst im Wege, denn das gibt
es in keiner Ehe, daß der Mann nicht schuldig wird an seiner
Ehefrau und die Frau an ihrem Ehemann. Und wieviel
Kopfschmerzen bereiten den Eltern die eigenen Kinder und die
Eltern ihnen. Eine Ehe ist in rechter Weise 50 Jahre lang
einfach nicht durchzuleben ohne daß in ihr praktiziert wird,
was wir Christen als Zentrum unseres Glaubens verstehen, die
gegenseitige Vergebund des Schuldigwerdens um Jesu Christi
willen. Und das ist das, was Euch als einem christlichen
Ehepaar kennzeichnete, daß der Herr Jesus Christus durch
diese 50 Jahre mit Euch ging, manchmal von Euch nicht
erkannt oder beachtet.
Unter dieser Zuversicht, daß Euch beide dieser Herr
zusammengeführt und begleitet hat, erscheint das Dunkle
nicht mehr dunkel und das Helle in einem strahlenden Licht
und könnt Ihr in großer Freude dieser vergangenen 50 Jahre
gemeinsamen Lebens als Eheleute gedenken und dankbar
bekennen, wie gücklich Ihr seid, daß Gott gerade Euch beide
als Ehemann und Ehefrau zusammengeführt hat.
In dieser Weise nehmen wir als Gemeinde an Eurem Glúck recht
herzlichen Anteil.
Solch ein Tag der Besinnung läßt allerdings auch unseren
Blick nach vorwärts, in die Zukunft, lenken.
Bäume ausreißen werdet Ihr nicht mehr können, die Müdigkeit
wird immer größer werden, das Leben um Euch her wird
vielleicht unbeeinflußt von Euch seinen Weg weitergehen,
aber doch ist Euer Leben nicht sinn- oder nutzlos.
Helft Euch beide gegenseitig, die Zeit, die Euch noch
geschenkt wird, einander noch liebender und verstehender zu
begehen. Laßt eure Gedanken davon erfaßt sein, wie Ihr beide
Euch gegenseitig in den Himmel hineinhelfen könnt.
Welch große Möglichkeit habt Ihr, wenn Ihr sonst nichts mehr
tun könnt, eure Hände für Eure Kinder und Enkel zu falten
und auch für unser Dorf.
Möge Euer Haus eine Stätte sein, da jeder der eintritt, von
einer großen Ruhe und einem tiefen Frieden und einer stillen
Freude umhüllt wird, das dem schaffenden Menschen von heute
im Rennen und Jagen nach mehr, so bitter fehlt.
Laßt Euer Haus in den Jahren, die Euch beiden noch geschenkt
werden, zu einem Haus des Segens werden, nicht nur für Eure
Familkie, sondern für das ganze Dorf.
Und am Ende Eurer Tage möge das Wirklichkeit werden, was uns
durch Jesus Christus geschenkt worden ist:
Die Freude, das Euer Leben ein erfülltes Leben gewesen ist,
ein Leben, das sich gelohnt hat, gelebt zu haben:
"Der in Euch angefangen hat das gute Werk, der wird es auch
vollenden bis an den Tag Jesu Christi."