Sermones Varios 12
Lugar/Ort:Aldea Protestante

Fecha/Datum: / /
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Meroú
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:Kranken-Hausgottesdienst
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Matthäus 28, 5-6
Skopus:
Varias 12 -Matthäus 28,5-6
(Kranken-Hausgottesdienst)
"Aber der Engel redete die Frauen an und sagte: Fürchtet
euch nicht! Ich weiß, daß ihr Jesus, den Gekreuzigten sucht.
Er ist nicht hier, er ist auferstanden."

Mit einem gewissen Recht wird gesagt, daß der Karfreitag der
Hauptfeiertag der evangelischen Christenheit sei. Aber was
wäre geschehen, wenn dem Karfreitag nicht ein Ostern gefolgt
wäre?
Dann hätte die Geschichte Jesu mit dem schmählichen Tod am
Kreuz geendet. Und es hätte für uns alles Geschehen keine
Bedeutung gehabt.
Nun ist allerdings die Geschichte Jesu am Karfreitag nicht
zu Ende, wie Freunde und Feinde und Zeitgenossen gedacht
hatten.
Entgegen allen Enttäuschungen und allen Erwartungen war der
Tod Jesu nicht das Letzte.
Am 1. Tag der Woche erlebten die beiden Frauen, daß dem Tode
das Leben folgte. Der lebendige und auferstandene Herr
begegnete ihnen ganz besonders. Und seitdem ist laut und
klar durch das ganze Neue Testament zu vernehmen:
Er, Jesus, ist aufertstanden. Rt ist nicht im Tode
geblieben. Er lebt. Er ist mir, er ist uns ganz persönlich
begegnet. Und seit diesem 1.Auferstehungstag wissen die, die
zu ihm gehören, auch wir werden nicht endgültig dem Tode
anheimfallen. Wir werden mit Jesus Christus ebenfalls leben.
Dieser lebendige und auferstandene Herr ist bis auf den
heutigen Tag unterwegs, um uns ganz persönlich zu begegnen.
Und nur der, der ihm wirklich begegnet ist, kann ebenfalls
bekennen:
"Jesus lebt, mit ihm auch ich."
Heute begegnet uns dieser Jesus Christus in seinem Wort und
Sakrament, durch Menschen verkündigt und verwaltet.
Wir Christen wissen und glauben so, daß die Auferstehung
Jesu Chrtisti mit Karfreitag, mit seinem Leiden um
unsretwillen, zum Fundament unseres christlichen Glaubens
gesetzt ist.
Durch Ostern wird Karfreitag bestätigt und durch Karfreitag
hat Ostern überhaupt einen Sinn.
Christen gibt es erst seit Ostern. Sie sind dem lebendigen
Herrn begegnet. Sie leben wohl noch in einer Welt und sind
selbst ein Teil dieser Welt, die vom Tode bedroht ist, aber
mitten in aller Anfechtung und Traurigkeit und Angst
klammern sie sich an diese Gewißheit, Jesus lebt, mit ihm
auch ich. Und dadurch wird auch heute schon dieses Leben
fröhlicher und freundlicher.
"Der Herr ist auferstanden, der Herr ist wahrhaftig
auferstanden."