TRAUUNG 60
Lugar/Ort:

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Mohr-Ulrich
Rucks-Schmidt
Martin-Marghain
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:1. Johannes 1, 3
Skopus:
Trauung 60 -1.Johannes 1,3
"Unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohne
Jesus Christus."

Liebes Brautpaar!
Ihr steht heute am Anfang einer neuen Lebensgemeinschaft.
Diese eheliche Gemeinschaft als Mann und Frau in der Ehe ist
so umfassend und so total, daß sie sowohl die Seele als auch
den Leib und den Körper umfaßt. Jeder mit seinem Körper und
mit seinen Gedanken und Gefühlen gehört nicht mehr sich
selbst, sondern dem anderen.
Gott hat uns diese totale eheliche Gemeinschaft von dem
einem Mann und der einen Frau in der Ehe als seine Gabe
geschenkt. Es ist nicht nur ein leeres Wort, wenn am Anfang
der Bibel schon gesagt wird, eheliche Gemeinschaft bedeutet
Gemeinschaft zur gegenseitigen Hilfe.
Ihr beide seid bestimmt von Gott, euch gegenseitig in Freud
und Leid zu helfen. Solch eine totale Gemeinschaft wie die
Ehe gibt es sonst unter Menschen nicht mehr, selbst nicht im
Verhältnis von Eltern und Kindern. Deswegen heißt es ja
auch, daß die Eltern immer bedenken sollen, daß es ein
großer Unterschied ist zwischen ihren unverheirateten und
ihren verheirateten Kindern.
Es ist Gottes Ordnung, daß der Verheiratete in erster Linie
zu seinem Ehegefährtin zu stehen hat und dann erst in
zweiter Linie zu seinen Eltern. Die Bindung zu den Eltern
wird in einer gewissen Weise gelöst und an die Stelle dieser
Bindung zu den Eltern tritt die Bindung an den eigenen Mann
oder die eigene Frau.
Ihr beide seid also von nun an in erster Linie Ehefrau oder
Ehemann.
Diese totale eheliche Gemeinschaft, die euch Hilfe und euch
Freude bedeuten soll, ist allerdings oft durch eigene Schuld
sehr bedroht. Und nur zu oft verwandeln wir die Hilfe in
eine noch größere Last, die wir dem anderen zu tragen geben
und nur zu oft verwandeln wir die Freude, die wir dem
anderen schenken sollen, in eine noch größere Traurigkeit
und Ärger, Kummer und Leid.
Es ist ja das Traurige, daß wir Menschen das Kostbarste, was
wir von Gott geschenkt bekommen, nur zu oft in das
Schmutzigste und Häßlichste verwandeln.
Weil wir das wissen, darum stehen wir ja heute hier vor dem
Angesichte Gottes und bitten ihn, daß er diese eheliche
Gemeisnchaft, die ihr beginnt, segnen möchte, daß er euch
die Kraft schenke, alle Tage eures Lebens den Mann oder die
Frau als ein kostbares Geschenk Gottes aus seiner Hand zu
nehmen.
Wir bitten um Gottes Segen für euren Ehestand, damit ihr
Eheleute werdet, die nicht allein durch dieses Leben gehen,
sondern daß Gott mit euch gehe, daß euer Herr und Heiland
mit euch gehe.
Wo Jesus Christus der Mittelpunkt zwischen Ehemann und
Ehefrau ist, wo Jesus Christus in der Familie ein Platz
eingeräumt wird, da wird eine Ehe immer neu, da wird selbst
das Schlimmste und Böse hinausgeworfen, indem man sich im
Namen Jesu die Schuld vergibt,
da sind Mann und Frau fröhlich und glücklich bei der Arbeit,
weil sie wissen, daß der bei ihnen ist, dem alle Macht
gegeben ist im Himmel und auf Erden, und da sind Mann und
Frau getrost und voll Zuversicht, auch wenn einmal Krankheit
und Not über sie hereinbricht. Jesus Christus hilft es
tragen.
Laßt das Wort aus der Heiligen Schrift über eurer Ehe
stehen, damit sie eine glückliche und zufriedene und
gesegnete Ehe werde:
"Unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn
Jesus Christus."