TRAUUNG 42
Lugar/Ort:

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Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Herbel-Schlotthauer
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Johannes 1, 16
Skopus:
Trauung 42 -Johannes 1,16
"Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade."

Mit diesem Wort bezeugt der Evangelist Johannes seine
übergroße Freude, daß Jesus Christus in seinem Leben ihn nie
ohne Hilfe gelassen habe.
Und wenn euch als junges Ehepaar dieses Wort mitgegeben
wird, dann soll es euch daran erinnern, daß auch ihr durch
euren Herrn nie ohne Hilfe gelassen werdet.
Wenn wir auch nicht davon überzeugt sein können, daß ein
junges Ehepaar sich schon selbst helfen wird, so ist doch zu
fragen, worin würde eine Hilfe denn in der Ehe nötig sein?
Die erste Antwort müßte lauten:
Jesus Christus will uns helfen, daß wir die Ehe, die Gott
der Schöpfer inmitten der Menschheit als sein Werk
geschaffen hat, verstehen als gegenseitige Hilfe zweier
verantwortlicher Menschen, die Gott der Schöpfer zu einem
gemeinsamen Leben zusammengeführt hat.
Dazu gehört die Freude am Ehepartner, auch an seinem Körper,
und die Verantwortung für ihn. Dazu gehört das Ringen um
eine gemeinsame Entscheidung in allen wichtigen
Angelegenheiten, ohne daß einer meint, das Recht zu haben,
in der Ehe mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, ohne nach
der Ehefrau oder nach dem Ehemann zu fragen. Und dazu gehört
auch die gemeinsame Entscheidung darüber, bis zu wieviel
Kinder beide die Verantwortung tragen können.
Wir als evangelische Christen sind nicht der Meinung wie der
Papst, daß dann der Wille Gottes erfüllt sei, wenn man der
Natur freien Lauf läßt.
Jesus Christus hilft uns in allen diesen in der Ehe auf uns
zukommenden Fragen die jeweilig richtige Entscheidung zu
fällen.
Er hilft uns aber auch, daß wir im gemeinsamen Ringen und
Arbeiten uns das schaffen, daß wir getrost an die Zukunft
unserer Kinder und auch an die Zukunft unserer eigenen alten
Tage denken können. Ja, er hilft uns auch dann noch, wenn
uns alles, aber auch alles, daneben zu gehen scheint.
Und zum dritten dürfen wir auf die wichtigste Hilfe
hinweisen, die Jesus Christus Eheleuten gewährt, damit sie
ihre Ehe immer wieder alle Tage neu anfangen dürfen.
Mann und Frau als Christen in der Ehe bekommen durch Jesus
Christus die Möglichkeit, das Böse, das Ärgerliche, das sie
sich wissentlich oder unwissentlich angetan haben, aus der
Welt zu schaffen, indem sie sich gegenseitig das Böse, das
Ärgerliche, vergeben.
Und wenn ihr den ehelichen Segen erhält, dann bekommt ihr
vom Herrn seine Hilfe zugesichert, die Ehe als gegenseitige
Hilfe von Mann und Frau verstehen zu lernen. Dann Könnt ihr
Gottes Wohlgefallen über euer Planen und Arbeiten
erkennenund erleben die tägliche Erneuerung eurer Ehe durch
Vergebung, sodaß auch ihr am Ende eures gemeinsamen Lebens
werdet bekennen können:
"Von seiner Fülle haben wir beide genommen Gnade um Gnade."