TRAUUNG 40
Lugar/Ort:

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Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
May-Dalinger
Fischer-Waigandt
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Lukas 11, 3
Skopus:
Trauung 40 -Lukas 11,3
"Gib uns unser täglich Brot immerdar."

Ihr beide steht nun hier vor dem Angesicht Gottes als
solche, die von sich annehmen, daß sie zueinander passen und
die meinen, ihr Leben lang an der Seite des anderen Menschen
in einer angenehmen Weise verbringen zu können.
Als solche Menschen seid ihr beim Zivilregister gewesen und
habt diesen beiderseitigen Entschluß zu einem gemeinsamen
Leben durch den Staat legalisieren lassen, damit ihr in
aller Öffentlichkeit als rechtmäßiges Ehepaar gelten könnt
mit allen Rechten und allen Pflichten.
Als ein rechtmäßiges Ehepaar seid ihr nun auch zur Kirche
gekommen. Warum wohl? Aus zwei Gründen:
Doch einmal deshalb, weil ihr Gott, dem Schöpfer, als eurem
Herrn danken wollt, daß er gerade euch beide zusammengeführt
hat.
Es ist ja Gottes Werk, daß er in seiner Liebe zu uns
Menschen immer einen bestimmten Mann und eine bestimmte Frau
in der Ehe zusammenführt, damit der Mann im Zusammenleben
mit einer Frau sich als Mann und die Ehefrau im
Zusammenleben mit ihrem Ehegefährten als Frau erweisen kann,
körperlich und charakterlich und damit beide zusammen sich
einmal vielleicht als verantwortliche Eltern ihrer Kinder
bewähren und damit Mann und Frau sich gegenseitig die Hilfe
geben können, die sie sonst als Einzelmenschen nicht hätten.
Für unseren Reformator Dr. Marttin Luther war das alles, was
mit der Ehe zusammenhing, so entscheidend, daß er dieses
alles mitmeinte, wenn er im Vaterunser betete:
"Unser tägliches Brot gib uns heute."
Den rechten Ehemann oder rechte Ehefrau finden, bedeutet
bereits eine Erfüllung dieser Bitte um das tägliche Brot im
Vaterunser.
Ihr wollt also Gott danken dafür, daß er eure Bitte um den
rechten Lebensgefährten erfüllt hat. Aber nicht nur zum
Danken seid ihr hierher gekommen, sondern auch, um Gott
weiter zu bitten:
"Gib uns unser täglich Brot immerdar."
Das bedeutet, daß ihr bittet, daß das, was in der Ehe
geschenkt wird, sich bei euch immer vollkommener entwickelt,
daß ihr euch von Tag zu Tag näher kommt und lieber gewinnt,
daß Gott euch an äußeren Gütern soviel geben möchte, daß ihr
immer ein menschenwürdiges Leben führen könnt.
Und in dieser Haltung, als dankende und als bittende
Eheleute werdet ihr es in eurem Leben erfahren, was Gott in
seinem Segen über euch heute verspricht, seine Hilfe in
allen Fragen und Problemen und Nöten.