TRAUUNG 30
Lugar/Ort:

Fecha/Datum: / /
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Ruppel-Riffel
Block-Hepp
Stürtz-Wiesner
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Jeremia 7, 23
Skopus:
Trauung 30 -Jeremia 7,23
"Gehorchet meinem Wort, so will ich euer Gott sein, und ihr
sollt mein Volk sein."

Ein Hochzeitstag ist immer ein Freudentag. Wer sollte sich
da auch nicht freuen, daß 2 Menschen sich gefunden und den
Entschluß gefaßt haben, wir wollen nun gemeinsam durch
dieses Leben gehen, wir wollen Freud und Leid nun fortan
miteinander teilen.
Und das ist das Große und Kostbare, daß da, wo 2 Menschen so
sprechen und sich die Hand reichen zum gemeinsamen
Lebensweg, Gottes Stimme gehört werden darf, die spricht:
"Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei, ich will ihm
eine Gehilfin, ich will ihr einen Gehilfen schenken."
Gott selbst hat diese Ordnung der Ehe uns als sein Geschenk
gegeben, damit wir nicht auf dieser Erde vor Einsamkeit und
Hilflosigkeit umkommen. Ja, es zeigt sich überall an allen
Ecken und Stücken, daß jeder Mensch auf die Hilfe des
anderen angewiesen ist und darum ist es Gott, der euch beide
zusammengeführt hat, um euch einander zu helfen.
Der Ehemann zu sein bedeutet, seiner Ehefrau helfend zur
Seite zu stehen. Die Ehefrau zu sein bedeutet, dem Ehemann
helfend zur Seite zu stehen.
Gott hat euch nun im Ehemann und in der Ehefrau die Hilfe
geschenkt, die ihr so nötig habt, um durch dieses Leben zu
kommen.
Soll das nicht eine Freude sein, daß ein kranker und
hilfloser Mensch den Arzt gefunden hat, der ihn wieder
gesund machen kann.
Sollten wir uns da nicht freuen, wenn ein einzelner
hilfloser Mensch den Ehegefährten gefunden hat, der ihm in
seiner ganzen Hilflosigkeit zur Seite steht und hilft?!
Und ihr dürft nun als ein Geschenk Gottes die Hilfe des
anderen in Empfang nehmen, darum ist der Hochzeitstag auch
ein Freudentag. Aber ihr dürft euch auch deshalb freuen,
weil über euch das Wort der Verheißung Gottes stehen darf:
"Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und
machet sie euch untertan!"
Gott, der allmächtige Schöpfer, hat etwas von seiner Macht
und Herrlichkeit und Würde abgetreten, indem er inmitten
eurer Ehe sein Schöpfungswerk der Erhaltung der Menschen
durch euch fortsetzen läßt.
Vater und Mutter werden zu dürfen ist das Geschenk Gottes an
euch, sollten wir uns über dieses Geschenk nicht freuen?
Allerdings ist der Hochzeitstag auch ein Tag ernster
Besinnung.
Ihr steht nun als Menschen voreinander und lernt euch
kennen, wie sonst ein Mensch den anderen nie kennenlernen
kann und damit lernt ihr euch auch gegenseitig kennen in
euren Fehlern und Schwächen.
Bald nimmt euch der graue Alltag mit seiner Arbeit, mit
seiner Mühe und seinem Kummer, gefangen. Ihr zeigt euch dann
gegenseitig nicht gerade immer von der guten Seite. Statt
eine Hilfe dem anderen zu sein, werdet ihr euch gegenseitig
zur Last.
Wir dürften keine Menschen sein, wenn wir nicht alle eines
Tages vor der großen Enttäuschung stehen und feststellen
müssen, der andere iat ja gar nicht so, wie ich es mir
vorgestellt habe, der andere ist ja gar nicht so, wie ich es
mir in meiner ersten Liebe erträumt habe. Und was dann?
Denkt daran, daß Gott um euch beide eine Kette gelegt hat,
die manchmal durchaus hart sein kann, die aber uns Menschen
so bitter not tut.
Denkt daran, ihr gehört in Freud und Leid nun zusammen, bis
daß der Tod euch scheidet. Diese Kette hat Gott nun um euch
gelegt, mögt ihr dann soviel rütteln wie ihr wollt. Aber
gerade wir als Christen wissen, daß auch für die Ehe das
gilt, was Jesus Christus für uns Menschen am Kreuz auf
Golgatha erworben hat:
Die Vergebung unserer Schuld.
Wo ihr gegenseitig euch schuldig werdet, wo ihr vielleicht
miteinander nicht mehr auskommt und euch nicht mehr
versteht, denkt daran, es gibt eine Stelle für euch, wo ihr
beide gemeinsam hineilen könnt, um gemeinsam eure Schuld zu
bekennen:
Gott sei uns Sünder gnädig!
Nur eine Ehe, wo das Kreuz Jesu Christi, wo die gegenseitige
Vergebung ernst genommen wird, ist immer wieder ein
Neuanfang der Ehe möglich und könnt ihr euch gegenseitig
helfen, wie Gott es verheißen hat.
Möge so bei euch beiden die ganze Freude, aber auch der
ganze Ernst dieses Hochzeitstages bewußt werden, damit ihr
Eheleute werdet, die Gottes Verheißungswort, aber auch
Gottes Mahnung ernst nehmen:
"Gehorchet meinem Wort, so will ich euer Gott sein und ihr
sollt mein Volk sein."