TRAUUNG 24
Lugar/Ort:

Fecha/Datum: / /
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Neuberger-Groß
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Psalm 103, 13
Skopus:
Trauung 24 -Psalm 103,13
"Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der
Herr über die, so ihn fürchten."

Ihr steht hier vor Gottes Angesicht und begehrt für euren
gemeinsamen Lebensweg seinen Segen.
Wer das tut und Gott um seinen Segen bittet, der bekennt in
aller Öffentlichkeit seinen Dank gegen Gott. Wer in die
Kirche kommt, um sich trauen zu lassen, dankt Gott dafür, da
er eine Lebensgefährtin, daß sie einen Lebensgefährten
geschenkt bekommen hat. Als Christen wissen wir, daß da, wo
2 Menschen, ein Mann und eine Frau, sich begegnen, sich lieb
gewinnen und sich die Hände zum gemeinsamen Lebensbund
geben, Gott selbst es gewesen ist, der diese beiden Menschen
zusammengeführt hat.
Ihr beiden steht also hier und dankt damit Gott, daß er
gerade euch beide zusammengeführt hat.
Gott, der Herr, ist es gewesen, der sich eurer erbarmt hat
und euch aus eurer Einsamkeit herausgerissen und euch die
Lebensgefährtin oder den Lebensgefährten als Hilfe geschenkt
hat. Eheleute sein heißt immer, von Gott zur gegenseitigen
Hilfe gerufen sein.
Ihr seid zusammengeführt worden, damit ihr euch nun in allen
Stücken, in äußeren und inneren Dingen, in leiblichen und
seelischen Dingen einander helft.
Gott dem Herrn sei Dank dafür, daß er euch so geholfen hat.
Darum lautet ja auch euer Trauspruch:
"Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der
Herr über die, so ihn fürchten."
Wer aber vor Gottes Angesicht steht und seinen Segen
begehrt, der bekennt auch noch das andere:
Herr, ich stehe vor dir und halte das Geschenk der Ehe in
meiner Hand, aber ich habe Angst, daß ich dieses Geschenks
würdig bin.
Wir kennen alle miteinander unser Unvermögen, mit Gottes
Hilfe umzugehen.
Wir machen zur Qual, was uns zur Hilfe gegeben worden ist.
Wo Freude zwischen 2 Menschen herrschen soll, da bereiten
wir einander Kummer und Leid.
Wer weiß, was noch auf euch einstürmen wird und wie ihr euch
gegenseitig verhalten werdet?
Und Gott gibt uns das Geschenk seiner Hilfe auch nicht ohne
diese ernste lebenslängliche Verpflichtung:
"Bis daß der Tod euch scheidet."
Diese Kette, wenn sie auch heute noch leicht und vielleicht
golden erscheint, kann zuzeiten sehr hart drücken und
unangenehm werden, sodaß man sie am liebsten zerreißen
möchte.
Aber nun steht ihr vor Gott und erbittet für euren Ehestand
seinen Segen, das heißt, ihr bittet Gott darum, daß da, wo
ihr einander leid werdet, er euch neue Freudigkeit
zueinander schenkt, daß da, wo ihr euch gegenseitig schuldig
werdet und einander Leid antut, er euch die Kraft geben
möchte zur Vergebung, zum Neuanfang eurer Ehe.
Im Segen verheißt Gott seinen Kindern, daß er ihnen das
schenke, was er versprochen hat. Im Segen der Trauung
verheißt Gott euch, da ihr euch wirklich alle Tage eures
Lebens den anderen oder die andere aus Gottes Hand als eure
Hilfe in Empfang nehmen dürft.
In diesem Segen wird es Wirklichkeit, was Gott in eurem
Trauspruch sagt:
"Wie sich ein Vater über Kinder werbarmt, so erbarmt sich
der Herr über alle, die ihn fürchten."