TRAUUNG 21b
Lugar/Ort:

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Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Schulz-Erbes
Hofer-Stieben
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Psalm 84, 6
Skopus:
Trauung 21b -Psalm 84,6
"Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von
Herzen dir nachwandeln."

Wenn 2 junge Menschen vor dem Angesicht Gottes stehen und
bekennen, wir 2 wollen nun fortan gemeinsam durch das Leben
gehen, dann ist es einmal ein Freudentag, das andere Mal muß
es aber auch ein Tag der ernstesten Besinnung sein.
Freuen dürft ihr euch, daß das Alleinsein zu Ende ist.
Freuen dürfen wir anderen uns, daß 2 Menschen sich gefunden
haben und bekennen:
Wir gehören jetzt vor Gott in einer totalen Weise zusammen,
daß die Frau bekennen kann vor aller Öffentlichkeit, ich
gehöre nicht mir, sondern meinem Mann und daß der Mann
öffentlich bekennen kann: Ich gehöre nicht mehr mir, sondern
meiner Frau.
Freude darf sein auch darüber, daß jetzt das Führen eurer
Ehe stehen darf unter der Verheißung Gottes, der die Ehe
zwischen dem einen Mann und der einen Frau als sein Geschenk
uns Menschen gegeben hat:
"Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei, ich will ihm
eine Gehilfin, ich will ihr einen Gehilfen schenken."
Jeder von euch darf jetzt die Hilfe des Anderen erwarten.
Jeder von Euch darf jetzt dem anderen die ganze Hilfe
schenken. Gott hat euch gegenseitig zur Hilfe gesetzt.
Es ist wahrlich schon eine Freude, daß in der Ehe der Mann
und die Frau nicht ohne Hilfe sein brauchen.
Aber wir sagten es schon, daß der Tag der Trauung
gleichzeitig ein Tag der ernstesten Besinnung ist. Ernst ist
der Tag, weil ihr vor Gott, dem Allmächtigen, ein
schwerwiegendes Versprechen heute gebt, obwohl ihr es noch
gar nicht wißt, was für Folgen dieses Versprechen haben
wird. Ihr versprecht vor Gott, daß ihr gegenseitig euch
Treue halten wollt in guten und bösen Tagen bis daß der Tod
euch scheidet.
Dieses Gelöbnis spricht sich leicht mit dem Munde, aber es
zu halten ist oft sehr sehr schwer. Doch sollt und müßt ihr
wissen, dieses Gelöbnis bleibt bestehen, mag kommen, was da
wolle.
Wo irgendwo eine Ehe zerbricht und das Treuegelöbnis vor
Gott gebrochen und in den Schutz getreten wird, da wird die
abgrundtiefe menschliche Schuld offenbar, die nichts nach
Gottes Gebot fragt.
Wo irgendeine Ehe zerbricht, da sind in den meisten fällen
beide vor Gott und voreinander schuldig geworden. Und wie
leicht kommen in der Ehe in der Tat Tage, da man sich
gegenseitig leid wird, wo der Mann von dert Frau oder die
Frau vom Manne weglaufen möchte, wo man meint, sich im
letzten Grunde nicht mehr zu verstehen.
Aber auch in solchen Tagen und in solchen Zeiten dürft ihr
euer gegenseitiges Versprechen nicht vergessen:
Liebe und Treue dem Ehegefährten zu geben, bis daß der Tod
euch scheidet.
Wer mag das aus eigener Kraft können? Niemand!
Darum ist die Eheschlieung schon eine ganz ernste Sache.
Es gibt in Deutschland einen Tanz, der heißt:
"Ich tanze mit dir in den Himmel hinein!"
Wer glaubt, daß der Eingang in die Ehe ein leichter Tanz in
den Himmel ist, wird bald bittere Enttäuschungen erleben und
Schuld auf Schuld auf sich laden. Der Anfang einer Ehe ist
die ernsteste Sache von der Welt und man müßte verzagen,
wenn 2 junge Menschen solch eine Ehe aus eigener Kraft
meistern wollten oder sich des ganzen Ernstes noch nicht
bewußt wären.
Allerdings steht ihr nun vor dem Angesicht Gottes und bittet
um seinen Segen.
Diese Tatsache schließt ja von vornherein das Bekenntnis mit
ein, daß ihr wißt, daß ihr das Treuegelöbnis aus eigener
Kraft nicht werdet halten können. Dieses Stehen vor Gottes
Angesicht schließt auch das Wissen mit ein, daß ihr die
Hilfe Gottes nötig habt, um eine gute Ehe vor Gott und den
Menschen zu führen.
Ihr erbittet hier ja für dieses alles Gottes Segen.
Und das ist auch das Beste, was ihr für euren Ehestand
benötigt:
Nämlich, daß Gottes vergebende Augen auf euch herabschauen,
daß Gott euch mit seiner Hilfe überschütte, daß Gott euch
eure leeren Hände fülle, damit ihr eine vor Gott angenehme
Ehe führren könnt in gegenwärtiger Liebe und Treue.
In anderen Worten ausgedrückt:
Gott möge eure Ehe segnen.
Setzt euer ganzes Vertrauen allein auf diesen Gott, der euch
diesen Segen gibt. Daran erinnert euch auch euer Trauspruch:
"Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von
Herzen dir nachwandeln."