TRAUUNG 10
Lugar/Ort:

Fecha/Datum: / /
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Popp-Müller
Pfeif-Wagner
Gauß-Gelroth
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Hiob 9, 10
Skopus:
Trauung 10 -Hiob 9,10
"Gott tut große Dinge, die nicht zu erforschen sind, und
Wunder, deren keine Zahl ist."
Wie kommt es denn, daß ihr beide jetzt in dieser Stunde
gemeinsam vor Gottes Angesicht steht?
Ihr könntet es sicherlich sagen, wann und wo ihr euch zum 1.
Mal gesehen habt. Ihr könntet euch bestimmt auch an die
weiteren Begegnungen erinnern.
Aber auf die Frage, wie es denn gekommen ist, daß gerade ihr
beide von euch sagen könnt, wir haben uns lieb, wir haben
uns so gerne, daß wir glauben, wir können gemeinsam bis an
unser Lebensende durch dieses Leben gehen, auf diese Frage
könntet ihr keine Antwort geben.
Wo zwei Menschen da sind, die von sich wissen, wir gehören
zusammen, da ist bereits vorher, bereits vor der ersten
Begegnung ein anderer da, der gesagt hat, daß diese beiden
zuammengehören.
Ein anderer ist es auch bei euch gewesen, der gesagt hat,
ihr gehört zusammen, ihr dürft gemeinsam durch dieses Leben
gehen.
Es ist Gott, der Herr, der euch zusammengeführt hat.
Gott tut große Dinge, die wir Menschen nicht erforschen
können.
Gott hat dir als Ehefrau diesen Mann als deinen Ehemann
zugeführt, damit er dir in Freude und Leid zur Seite steht.
Gott hat dir als Ehemann diese Frau als deine Ehefrau
zugeführt, damit sie deine Gehilfin werde in deinem
Lebenskampf.
Gott der Herr möchte auch in eurer Ehe sein Schöpfungswerk
der Erhaltung der Menschen vollführen.
Wahrlich, Gott tut Wunder, auch heute noch, indem er 2
Menschen als Eheleute zusammenführt und diese Ehe segnen
will.
Allerdings tut er ein anderes noch viel größeres Wunder, daß
er nämlich zwei Eheleute für die ganze Lebenszeit in der
Liebe zueinander erhalten will.
Wodurch will er euch eure Ehe erhalten, damit ihr nicht im
grauen und harten Alltag des Lebens gegenseitig leid
werdet.und eure Ehe als einen lästigen Zwang ansehen müßt?
Gott hat auch mitten unter euch in eurer Ehe das Zeichen des
Kreuzes aufgerichtet, als ein Zeichen dafür, daß ihr jeden
Tag neu eure Ehe anfangen dürft.
Das Kreuz Jesu Christi ist das Zeichen der Vergebung.
Auch bei euch beiden wird es bestimmt so sein, daß ihr euch
gegenseitig manches harte Wort sagt oder manches Ärgernis
antut oder euch viel Kummer bereitet.
Wo zwei Menschen zusammen sind, da geschieht auch immer, daß
die Gabe der Ehe nur zu oft mißachtet oder in den Schmutz
und Dreck getreten wird.
Aber als Christen wissen wir, daß auch da, wo Schlechtes
geschehen, wo Böses geredet worden ist, wo einer dem
anderen ein Leid angetan hat, immer noch die Möglichketi
eines Neuanfangs gegeben ist, daß nämlich beide vor Gott und
voreinander hintreten und bitten:
Lieber Vater im Himmel, vergib mir, liebe Frau, vergib mir.
das ich so zornig zu dir gewesen bin! Lieber Mann, vergib
mir, was ich Böses geredet habe!
Und indem einer dem anderen seine Schuld vergibt, wird diese
Ehe jung und neu wie am Hochzeitstage.
Möget ihr beide nun neben dem Wunder der Ehe auch das Wunder
der Vergebung in eurer Mitte erleben, damit angezeigt wird,
daß Gott euch wirklich und wahrhaftig gesegnet hat.
"Gott tut große Dinge, die nicht zu erforschen sind, und
Wunder, deren keine Zahl ist."