Jahreslosungen 05a
Lugar/Ort:Aldea Protestante

Fecha/Datum:01/01/1961
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Meroú, 4-1-1961
Camarero, 12-2-1961
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:Jahreslosung 1961
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Lukas 11, 1
Skopus: Das Gespräch mit Jesus Christus ist sehr wichtig.
Jahreslosungen 5a 1961 - Lukas 11,1
"Herr, lehre uns beten."

Das neue Jahr hat wie selbstverständlich begonnen. In
willkürlich kommen die Fragen darüber uns, was wird das
neuje Jahr bringen, mir persönlich, meiner Familie, unserem
Lande und auch der ganzen Welt.
Selbstverstämdlich denken wir mit Angst und Sorgen an das,
was Krankheit und Tod über uns persönlich oder über usnere
Familien bringen können.
Steht nicht unser Herz still, wenn wir an die vielen
Krankheiten denken, die uns überfallen können und von denen
eine schlimmer ist als die andere?
Können nicht auch Naturkatastrophen oder andere Unglücke mit
einem Schlage unser Hab und Gut vernichten und wir stehen
wieder arm da, so, wie wir oder unsere Vorfahren einbmal
angefangen hatten? Bewegt uns nicht auch die Frage, wie sich
die Zukunft unseres Landes gestalten wird? Besonders aber
denken wir mit Grauen daran, daß irgendwelche Machthaber in
Washington oder Moskau über diese ganze Erde und damit über
uns alle, das größte Unheil bringen können, wenn sie sich in
ihrem gegenseitigen wahnsinnigen und fanatischen Haß
politischer Feindschaft vergessen und auf den atomaren Knopf
drücken. In einem Augenblick kann die ganze Erde und wir mit
ihr der völligen Vernichtung preisgegeben sein.
Es ist gut, wirklich mit einem klaren Kopf zu erkennen, daß
es in der Hand einiger weniger Menschen liegt, in diesem
angefangenen neuen Jahre alles menschliche und tierische
Leben zu vernichten.
Rein menschlich ist es verständlicvh, wenn wir mit einer
gewissen Sorge bereits an das Ende dieses angefangenen
Jahres denken.
Mit Recht allerdings sagen wir nur REIN MENSCHLICH gesehen
ist das zu verstehen, daß von uns Menschen nichts Gutes zu
erwarten ist, aber wir als Christen wissen eine Tatsache,
eine Realität, die uns alle Angst und alle Sorgen auch für
das neue Jahr wegnehmen kann und wegnehmen will. Diese
Realität heißt Jesus Christus.
Sie kommt direkt aus dem Himmel.
Das ist das, was unser Herz fröhlich machen will. auch im
neuen Jahr. daß wir zu diesem Jesus Christus gehören dürfen,
zu diesem Jesus Christus, dem alle Macht gegeben ist, im
Himmel und auf Erden.
Alles hält er in seinen Händen, ob die Machthaber in Moskau
oder die in Washington, ob es unsere Krankheiten sind oder
sogar der Tod:
"Es kann uns nichts geschehen, als was er hat ersehn und was
uns dienlich ist."
Ohne seinen Willen fällt auch in einem atomaren Krieg keiner
von uns dem Tode anheim. Ohne seinen Willen kann auch die
schwerste Naturkatstrophe uns nichts anhaben, nichts antun.
Wer auf der Seite Jesu Christi steht, steht immer auf der
richtigen Seite, steht bei dem, der allein dann noch helfen
kann, wenn alle anderen Gewalten versagen, wenn auf
niemanden und auf nichts mehr zu hoffen ist.
Mit Jesus Christus auch durch das neue Jahr zu gehen,
bedeutet also, froh und getrost und voller Zuversicht durch
das Jahr zu schreiten, das noch dunkel vor uns liegt. Er hat
ja alles allein in seinen Händen.
Trotz dieser herrlichen Wirklichkeit und trotz unseres
Glaubens und Wissens darum, kommen doch immer wieder
Augenblicke, ja, Stunden, Tage und Monate über uns, in denen
wir angefochten werden von unserer Not, von dem, was noch
auf uns einstürmen kann.
Jeder von uns kennt solche Zeiten der Anfechtung.
Aber auch für solche Zeiten hat uns Jesus Christus eine
Möglichkeit gegeben, aius unseren Ängsten und unserem
Grübeln herauszukommen. Er hat uns die Möglichkeit gegeben,
mit ihm zu sprechen, ihm unser Herz auszuschütten, ihm vor
die Füße zulegen alles, was uns quält und alles, was uns
Kummer bereitet.
Er hat nicht nur versprochen, uns zu hören, sondern uns
sogar das zu schenken, worum wir gebeten haben, das uns
darzureichen, was unsere Not wendet.
Ob wir es jemals recht würdigen können, was das bedeutet,
daß wir mit dem sprechen können, dem alle Macht gegeben ist
im Himmel und auf Erden undd er alle seine Macht einsetzen
will, um uns zu helfen?
Und nun geschieht aber bei uns immer und immer wieder das
Unverständliche, daß wir von diesme ANgebot unseres Herrn
keinen Gebrauch machen. Wir sind wie stumme Hunde. Wir leben
lieber monatelang in Angst und Schrecken als daß wir unseren
Mund öffnen und unsere4m Herrn entgegenschreien:
"Herr, hilf mit!"
Sind wir zu stolz, um unseren Mund im Gebet zu öffnen?
Selbstverständlich kann der Mensch, der Jesus Christus nicht
kennt, nicht beten. Aber wir wollen doch Christen sein, wir
wollen doch auf der Seite dieses großen und mächtigen Königs
Jesus Christus stehen - und wir beten nicht.
Doch am Anfang dieses neuen Jahres, das wieder voll
Überraschungen trauriger und freudiger Art sein wird, lat
uns einen ganz neuen Mut fassen zum Gebet, zum Gespräch mit
unserem Herrn Jesus Christus.
Laßt uns die ausgestreckte Hand, die er uns in jeder Lage
und Situation als Hilfe entgegenhält, nicht wegschlagen,
sondern ergreifen, laßt uns die Möglichkeit des Gebets, des
Gespräches mit ihm ergrteifen, um ihm alle unsere Not zu
sagen, ihm aber auch unseren Lob und Dank entgegenbringen.
Laßt uns die Frage des Gebetes, des Gespräches mit dem Herrn
der Kirche ganz neu durchdenken, und zwar an der Hand des
Wortes unseres Textes:
"Herr, lehre uns beten!"
Ist das nicht eine köstliche Sache, daß wir selbst mit der
Not zu unserem Herrn kommen können, daß wir nicht mehr beten
können oder daß wir nicht mehr ricxhtig beten könenn.
Auch in dieser Not des Nichtmehrbetenkönnens will uns unser
Herr helfen.
Es wäre für uns eine ungemein wichtige Hilfe, wenn wir alle
miteinander aus aufrichtiger Gesinnung und mit einem
willigen Herzen jetzt am Anfang des neuen Jahres einstimmen
könnten in das Gebet seiner Jünger:
"Herr, lehre uns beten!"
Und warum sollten wir das nicht können? Warum sollten wir
unseren Mund nicht öffnen können, um ihn zu bitten, daß er
uns selbst noch die Worte des Gebetes in den Munde lege?
"Herr, lehre uns beten!"
So in dieser Weise wollen wir jetzt alle miteinander ihn
bitten, damit, wenn uns die Stürme und das Unwetter dieses
neuen Jahres erfassen und wir Angst haben und nicht aus-
noch einwissen, in Krankheitsnöten bund anderen Sorgen und
Kümmernissen, unseren Mund auftun können, damit er alle
seine Macht und Gewealat einsetzt , um uns, um dir und miur,
zu helfen.
Mag also kommen, was da wolle, im neuen Jahre, wir haben
einen Herrn, der helfen kann und der helfen will. Laßt uns
lernen, ihn um Hilfe zu bitten.