3 Monatssprüche bis 1981- 23
Lugar/Ort:Meroú

Fecha/Datum:16/08/1981
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:Monatsspruch Juli 1981
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Apostelgeschichte 13, 22
Skopus: Jesus Christus ist das Heil für alle Menschen.
3 Monatsspr. bis 1981 23 -Juli 1981-Apostelg. 13,22
"Wir verkündigen euch die Verheißung, die an unsere Väter
ergangen ist, als frohe Botschaft."

Der Apostel Paulus war ein Feind Jesu und ein Verfolger
seiner Gemeinde. Durch eine persönliche Begegnung mit Jesus
vor Damaskus hatte ihn der Herr überwunden. So war aus einem
Feind Jesu nicht nur ein Freund, sondern einer der größten
Apostel geworden.
Er hatte den Auftrag erhalten, speziell den Heiden das
Evangelium zu predigen. Und um diese frohe Botschaft geht es
in unserem Predigttext:
"Wir verkündigen euch die Verheißung, die an unsere Väter
ergangen ist, als frohe Botschaft."
In der Mitte dessen, was Verheißung und was frohe Botschaft
für Paulus bedeutet, steht Jesus Christus.
Dieser ging über die Erde, um uns Menschen zur Hilfe näher
zu sein, um sich für unsere Menschenwürde einzusetzen, um
uns ein menschliches Leben im Sinne unseres Schöpfers zu
ermöglichen und um uns vor allen Dingen den Zugang zu Gott
wieder zu öffnen, den wir durch unsere Schuld verbaut
hatten.
Bei diesem seinem Werke ist Jesus von den gottfeindlichen
Mächten mit dem Gegenspieler an der Spitze unter Mithilfe
von Staat, Religion, Politik und Reichtum zu Tode gebracht
worden.
Sie alle hatten ein Interesse daran, daß nichts geändert
wird, daß alles beim alten bleibt.
Es war ein harter Kampf, daß alles, was irgendeinen Wert
oder eine Bedeutung hatte, sich auf die Seite dieser Mächte
schlug.
Das Ende dieses Ringens war die Niederlage, war der Tod
Jesu.
Allerdings hat es sich dann bald nach 3 Tagen
herausgestellt, daß Jesus Christus und damit Gott selbst
nicht tot zu kriegen waren.
Jesus Christus ist auferstanden. Er lebt. Eine neue
Schöpfung, der neue Himmel und die neue Erde, wurden ins
Leben gerufen und fängt an, sich zu verwirklichen und zu
vervollständigen.
Und diese neue Schöpfung beginnt bereits im Herzen eines
jeden Menschen, wenn dieser Mensch sich zu diesem
auferstandenen und lebendigen Herrn Jesus Christus hält, der
für uns gestorben und von den Toten auferstanden ist.
Da, wo das Wirklichkeit wird, da erleben Menschen, daß Jesus
Christus sich zur Hilfe naht, und für die Würde eines
Menschen sich einsetzt, da ist menschliches Leben durch ihn
im Sinne des Schöpfers möglich, da wird die Ohnmacht aller
feindlichen Mächte erkannt und sichtbar, da müssen Staat,
Religion, Politik, Wissenschaft und Technik und Reichtum
allen Menschen dienen, nicht nur einigen wenigen, da wird
für uns Menschen die Tür zum Hause Gottes geöffnet, da nimmt
uns Gott als seine Kinder an, da tun sich Menschen zu einer
Gemeinde, zu einer Kirche, zusammen und präparieren sich in
ihren Zusammenkünften und Gottesdiensten für den Hilfsdienst
an der Seite ihres Herrn Jesus Christus.
Wir können uns natürlich sehr gut vorstellen, daß für die
Heiden das vom Apostel Paulus Verkündigte vollständig neu
war.
So etwas gab es in ihren Religionen nicht, daß ihre Götter
zum Wohle der Menschen handelten. Dort war allein gefordert
worden, daß der Mensch alles tun mußte, um sich seine Götter
gnädig zu stimmen, damit sie ihn nicht zerschmettern.
Der Apostel sagt es den Heiden klar und deutlich:
Ihr habt vollständig recht, diese Wirklichkeit, daß Gott uns
liebt, daß er uns Menschen zur Hilfe eilt, gibt es in keiner
heidnischen Religion. Sie ist eine vollständig neue
Wirklichkeit, die ich euch ja jetzt verkündigen will.
Ja, so antworteten sie, mit welchem Recht willst du uns denn
etwas vollständig Neues bringen? Woher hast du diese
Weisheit? Denkst du, nur du hättest einen schlauen Kopf, um
dir das alles auszudenken? Da kennst du alle unseren großen
Denker und Philosophen viel zu schlecht. Sie haben sich noch
viel Größeres ausgedacht als du.
Nein, nein, sagt der Apostel Paulus, das alles habe ich mir
nicht selbst ausgedacht, sondern das, was ich euch als ein
Neues verkündigt habe, hat bereits eine vielhundertjährige
Geschichte. Unser Gott hat seine große Liebe und
Hilfsbereitschaft bereits seit Jahrhunderten in seiner
Geschichte mit dem Volk Israel, das er sein Volk nannte, zum
Ausdruck gebracht. Diese Geschichte ist die Vorankündigung
dessen, was dann später durch Jesus Christus verwirklicht
worden ist.
Und das ist das Besondere, daß die, die zum Volk Israel
gehörten, von diesem Jesus Christus nichts wissen wollen.
Auch die Juden jetzt wieder unter den Heiden in Antiochien,
die dem Paulus zugehört hatten, lehnen diesen Jesus Christus
ab, sodaß Paulus ihnen hart sagen mußte:
"Euch mußte zuerst das Wort Gottes gesagt werden; nun ihr es
aber von euch stoßt und achtet euch selbst nicht wert des
ewigen Lebens, so wenden wir uns jetzt zu den Heiden."
Als die Heiden das hörten, daß gerade ihnen diese Botschaft
vom Heiland Jesus Christus gilt, die Juden wollten ja nichts
von ihm wissen, wurden sie sehr froh. Sie halten sich nun
fortan zu dem Gott, der ihnen durch Jesus Christus seine
Hilfe bereit hält und sie liebt, der mit ihnen eine neue
Welt aufbaut, in der jeder Mensch seines Lebens froh werden
kann und bilden eine christliche Kirche.
Im gleichen Kapitel der Apostelgeschichte lesen wir:
"Da das aber die Heiden hörten, wurden sie froh und priesen
das Wort des Herrn und wurdne gläubig, wieviele ihrer zum
ewigen Leben verordnet waren."
Allerdings hat das Wort unseres Predigttextes:
"Wir verkündigen euch die Verheißung, die an unsere Väter
ergangen ist, als frohe Botschaft.",
eine Bedeutung über die damalige Zeit hinaus bis auf den
heutigen Tag.
Es lädt uns ein, den uns liebenden und helfenden Christus
aufzunehmen und mitzuarbeiten an der neuen Welt und es mahnt
uns davor, die Einladung abzulehnen und von Jesus Christus
fortzugehen und damit mit der alten Welt zugrunde zu gehen.
"Es gibt in keinem anderen Heil, iat auch kein anderer Name
den Menschen auf Erden gegeben, darin sie sollen selig
werden als allein in dem Namen Jesus Christus."