3 BEERDIGUNG 97
Lugar/Ort:Johannes Brauer-Haus

Fecha/Datum: / /
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Römer 8, 11
Skopus:
3 Beerdigung 97 -Römer 8,11
"Wenn der Geist des, der Jesus von den Toten auferweckt hat,
in euch wohnt, so wird derselbe auch eure sterblichen Leiber
lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt."

Der Apostel Paulus spricht hier einmal von dem, was
eigentlich am Auferstehungstage, was am Ostermorgen,
geschehen ist.
Was ist denn Ostern geschehen?
Das ist am Auferstehungstage geschehen, daß Gott, der Vater
im Himmel, seinen eigenen Sohn Jesus Christus von den Toten
auferweckt hat.
Der Sohn Gottes ist aus der Nähe seines Vaters zu uns auf
die Erde gekommen.
Und diese seine Welt, die Gott um sich geschaffen hat, ist
eine Welt des Lebens.
Gott selbst ist das Leben und wer in seine Nähe kommt, kommt
in das helle Licht des Lebens.
Und Gott, als er die Welt geschaffen hatte, wollte er auch
eine Welt des Lebens schaffen, nun nicht mehr für sich,
sondern für uns Menschen, für uns alle.
Um unsretwillen hatte Gott die ganze Welt geschaffen, diese
Welt des Lebens.
Wir sollten als lebendige Menschen über diese Erde gehen. Es
sollte alles zu unserer Hilfe und zu unsrerer Freude zur
Verfügung stehen.
Aber dann ist das Furchtbare geschehen, daß wir in unserem
Ungehorsam gegen Gott aus dieser Welt des Lebens eine Welt
des Todes gemacht haben.
Alles, was wir Menschen denken und tun, trägt den Geruch des
Todes an sich.
Ja, wir selbst als Menschen, die aus der Welt des Lebens
eine Welt des Grauens und Verderbens und des Todes gemacht
haben, wurden dem Grauen des Todes ausgeliefert.
Jeder Mensch trägt vom Anfang seines Lebens die Zeichen des
Todes an sich.
Wir alle miteinander sind in dieser Welt des Todes
Todeskandidaten, du und ich, und das Ende von uns allen wird
sein:
ein Sarg, in dem die Überreste unseres menschlichen Seins
einmal Aufnahme finden werden.
Und als Gott in seiner Sorge um uns seinen Sohn Jesus
Christus in diese Welt des Grauens und des Todes sandte, um
uns zu helfen, da konnten wir Menschen nichts anderes, als
auch diesen lebendigen Gottes Sohn töten.
Er mußte wie wir diese ganze Grausamkeit des Todes dieser
Welt an seinem eigenen Leibe erfahren:
"O große Not,
Gott selbst ist tot.
Am Kreuz ist er gestorben."
Aber dann geschah das große Wunder, daß der lebendige Gott
und Herr, seinen Sohn aus den Klauen des Todes befreite.
Am Ostermorgen geschah es, dieses große Wunder, da ein
heller Schein in diese unsere Welt hineinbrach. Am
Auferstehungstage geschah es, daß das Leben in dieser
unserer Welt des Todes einen Sieg erlang.
Jesus Christus ging wieder als der lebendige Herr aus dem
Grauen hervor, dem Zeichen dieser verfallenen und
fluchbeladenen Welt hervor und nun darf seitdem im Auftrage
dieses Fürsten des Lebens es als eine frohe Botschaft allen
Menschen verkündigt werden, daß der Mensch, der bei diesem
Jesusu Christus steht, in gleicher Weise wie Jesus Christus
selbst erfahren und erleben wird:
Der Tod ist nicht mehr das Letzte.
Er darf ebenfalls das Wunder der Auferstehung erfahren.
Diese Welt des Todes kann ihn nicht ewig festhalten. Er wird
eingehen in das helle Licht des Lebens.
Und da wir doch alle Christen sein wollen, Menschen, die bei
Jesus Christus stehen, dürfen wir hier am Sarge die ganze
feste Hoffnung haben, daß es auch von ihm, unserem
verstorbenen Johannes Brauer heißen wird, wie am
Ostermorgen:
"Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten. Er ist nicht
hier im Sarge. Er lebt. Er ist auferstanden!"
Weil wir das als Christen ganz fest glauben dürfen, brauchen
wir uns keiner Verzweiflung dahinzugeben, sondern können
getrost und gefaßt von der sterbenden Hülle Abschied nehmen
in der festen Gewißheit:
Auch wir werden mit unserem Johannes Brauer einmal Glieder
der neuen Welt sein, nicht mehr dieser Welt des Todes,
sondern der Welt des Lebens, die uns Jesus Christus aufgetan
hat.