3 BEERDIGUNG 92
Lugar/Ort:Herr Bernhardt

Fecha/Datum: / /
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Herr Brauer
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Johannes 11, 25
Skopus:
3 Beerdigung 92 -Johannes 11,25
"Jesus Christus spricht:
Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt,
der wird leben, ob er gleich stürbe."

Es ist immer da, wo der Tod an unsere Türe klopft, viel
Weinens und Klagens.
Noch nie ist der Tod unser Freund gewesen und wird es auch
in aller Zukunft nie sein werden.
So ist es auch verständlich, daß über uns eine große Trauer
gekommen ist über den Heimgang unseres Verstorbenen.
"Rasch tritt der Tod den Menschen an,
es ist ihm keine Frist gegeben,
er reißt ihn fort aus voller Bahn,
er reißt ihn fort aus vollem Leben,
bereitet oder nicht, zu gehen,
er muß vor seinem Richter stehen."
Wenn wir auf das vergangene Leben zurückblicken, dann können
wir rein äußerlich vieles sagen. So könnte ich als Pfarrer
dieser Gemeinde sagen, wie unser Verstorbene sich in den
vergangenen Jahren, besonders in der langjährigen
Pfarrvakanz als Präsident dieser Gemeinde Paraná mit allen
seinen Kräften für das Wohl dieser Gemeinde eingesetzt hat
und immer unermüdlich tätig war.
Diesem Lob könnten sich viele andere Lobeshymnen der
Angehörigen und Bekannten vielleicht anschließen.
Aber vielleicht könnten sich andere Stimmen auch
anschließen, die über ihn traurig waren, wie bei einem jeden
Menschen.
Wer unter uns könnte bei seinem Tod nur Lob ernten?
Keiner!
Und im Angesichte Gottes gelten sowieso unsere Meinungen und
Annahmen, gilt unser Lob und unser Tadel, nichts.
Vor Gott, dem Allmächtigen, gilt im Angesichte des Todes nur
ausschließlich und allein das, was Jesus Christus für uns am
Kreuz auf Golgatha getan hat.
Und das ist es, was wir für unseren Verstorbenen aus
vollstem Herzen wünschen, daß er, vielleicht auch in großer
Schwachheit, wenn auch unter vielen Nöten und Kämpfen,
geglaubt hat, daß Jesus Christus für ihn, für alle seine
Schuld, gestorben ist und ihn erlöst hat.
MKöchte das doch auch unser Trost und unsere Hoffnung und
unser Glaube sein, daß Jesus durch sein Leiden und Sterben
unsere Schlechtigkeit, unseren Ungehorsam, vergeben hat.
Nur der, der sich auf das Kreuz Christi gründet und nicht
auf seinen guten Charakter und nicht auf seine Frömmigkeit,
der darf im vollsten Sinne ein gläubiger Mensch sein.
Möchte das der Trost unseres Verstorbenen am Thron Gottes
sein, wenn er vor seinem Richter steht:
"Christi Blut und Gerechtigkeit,
das ist mein Schmuck und Ehrenkleid."
Wer das weiß, der braucht im Angesichte des Todes nicht
immer traurig zu sein, der darf auch wissen, daß Jesus
Christus dem Tode die Macht genommen hat.
Micht lange ist es her, da haben wir es in den Kirchen
gehört, daß Jesus Christus von den Toten auferstanden ist.
Das Grab konnte ihn nicht festhalten, der Tod wurde von ihm
besiegt.
Und weil wir das wissen, darum dürfen wir auch wissen, daß
uns als Christen der Tod nichts mehr anhaben kann.
Darum dürfen wir als Trauernde micht immer traurig sein,
sondern uns von Ostern her trösten lassen, da Jesus uns den
Weg durch den Tod hindurch zum Leben gebahnt hat.
So ist es unser Wunsch und Gebet, daß es auch von unserem
Verstorbenen heißen kann:
"Was suchet ihr den Toten bei den Lebendigen, siehe, er ist
nicht hier, er ist auferstanden."