3 BEERDIGUNG 82
Lugar/Ort:Herr Feller

Fecha/Datum: / /
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Frau May geb. Fischer
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Hesekiel 14, 23
Skopus:
3 Beerdigung 82 -Hesekiel 14,23
"Ihr werdet erfahren, daß ich nicht ohne Ursache getan habe,
was ich getan habe, spricht der Herr, Herr."

Dieses Wort unseres Vaters im Himmel erinnert uns erst
einmal daran, daß Er der allmächtige Gott ist, der über
unser Leben zu bestimmen hat und nicht wir.
Und wenn er mit Gewalt in unser Leben eingreift, dann tut es
es niemals ohne einen bestimmten Grund, ohne eine bestimmrte
Ursache.
Solch ein gewaltiges Eingreifen Gottes in das Leben eines
Menschen ist der Tod.
Da, wo er uns den Tod schickt, da hat er auch seinen
besonderen Grund, der darin liegt, daß wir alle den Tod
verdient haben, du und ich.
Ist es nicht so, daß wir Tag für Tag die Einladung Gottes,
seine Kinder zu sein, hören und doch nicht danach tun, und
doch nicht danach leben?
Wir tun alle miteinander lieber unseren eigenen Willen,
statt, daß wir auf Erden Gottes Willen erfüllen, wozu wir
bestimmt sind.
Darum hat Gott, der Herr, an uns allen das Recht, uns unser
Leben wegzunehmen, uns sterben zu lassen.
Es ist unsere eigene Schuld gegen Gott, die die Ursache
dafür ist, daß der Tod bei einem jeden einzelnen von uns an
die Tür klopft, wie er es jetzt auch wieder bei unserem
Verstorbenen getan hat, bei dem einen früher und bei dem
anderen später.
Jeder tote Mensch im Sarge erinnert uns daran, daß wir trotz
unseres christlichen Namens, trotz Taufe und Konfirmation,
die bösen und die schlechten Kinder Gottes sind.
Ein toter Mensch im Sarge ist also immer ein Spiegel, in dem
wir uns selbst erkennen als die von Gott mit dem Tode
bestrafte Menschen.
"Ihr werdet erfahren, daß ich nicht ohne Ursache getan habe,
was ich getan habe, spricht der Herr."
Was kann uns alle miteinander in einer solchen Lage helfen?
Da hilft kein Trauern, kein Trotz, der da sagt, das alles
kann mir gestohlen bleiben, keine Annahme, es wird doch wohl
nicht so schlimm gewesen sein. Da hilft es auch nicht, das
wir die Augen schließen, sondern einzig und allein kann im
Angesichte Gottes das helfen, was er für uns getan hat.
Da hat Gott auf dem Hügel Golgatha einen anderen auch
getötet und ins Grab legen lassen. Dieser andere war kein
anderer als der Sohn Gottes selbst.
"Ihr werdet erfahren, daß ich nicht ohne Ursache getan habe,
was ich getan habe, spricht der Herr."
Dieser Sohn Gottes hat all die schweren Leiden und die
Strafe auf sich genommen, die eigentlich auf uns liegen
sollte:
"Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten und
durch seine Wunden sind wir geheilt."
Dieser Eine ist aber durch den Tod hindurchgeschritten.
Tod, Teufel und Hölle haben ihn nicht aufgehalten. Er hat
sie besiegt. Er ist auferstanden. Er lebt.
Nun ist Karfreitag und Ostern, nun ist das Kreuz auf
Golgatha und das leere Grab das Zeichen dafür, daß es für
uns alle doch noch eine Hilfe gibt, noch eine Rettung vor
dem ewigen Tod.
Schau auf das Kreuz, glaube an den auferstandenen Herrn
Jesus Christus!.
Nur wer das tut, kann im Angesichte des Todes froh bleiben
und braucht nicht zusammenzubrechen unter der brutalen
Gewalt des Todes, sondern er darf fröhlich bekennen:
"Jesus lebt, mit ihm auch ich!"
Ob das unser Verstorbener geglaubt und erkannt hat?
Wir wagen diese Frage nicht zu beantworten, die muß er vor
dem Richtstuhl Gottes selbst beantworten, wie wir sie
ebenfalls selbst einmal vor Gottes Angesicht beantworten
müssen.
Aber jedenfalls haben wir noch die Möglichkeit, diese Frage
ganz ernst mit nach Hause zu nehmen und zu überlegen, was am
Kreuz auf Golgatha für uns geschah und den hellen Strahl von
der Auferstehung Jesu Christi in unser Herz hineinstrahlen
lassen, damit der Tod für uns seinen Schrecken und sein
Grauen verliert.
"Ihr werdet erfahren, daß ich nicht ohne Grund getan habe,
was ich getan habe, sporicht der Herr."