2 BEERDIGUNG 59b
Lugar/Ort:David Fischer-Friedhof

Fecha/Datum: / /
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Johannes Weigandt
Heinrich Hering
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Offenbarung 21, 1
Skopus:
2 Beerdigung 59b -Offenbarung 21,1
"Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde."

Der Schreiber oder auch Seher Johannes hat einmal in der
Offenbarung ein Zeugnis davon abgelegt, daß das Leben auf
dieser Erde keine leichte Sache ist, auch nicht für einen
Menschen, der an Jesus Christus glaubt. Auch weiß er, daß
durch die Hilfe unseres Herrn und Heilandes unser schweres
Leben von Zeit zu Zeit erleichtert wird und daß wir auch
dadurch unseres Lebens froh werden können.
Allerdings weiß Johannes, daß das Leben in dieser Welt, so
wie wir es kennen und praktizieren, mit Armut, Krankheit und
Tod, nicht das Leben ist, das Gott uns geben wollte, als er
uns auf dieser Erde schuf.
Durch unsere Schuld ist dieses unser Leben so verzerrt, so
geplagt und von so mannigfachen Nöten angegriffen. Aber so
wie Jesus Christus jedem einzelnen sein Schuld zu vergeben
bereit ist, so ist er auf dem Wege, auch diese unsere durch
uns durcheinander geratene Welt wieder in Ordnung zu
bringen, neu zu gestalten.
Das ist die Zukunft, auf die wir Christen hoffen und warten
und für die wir bereit sind, uns einzusetzen.
Darum kann der Seher mitten in den Anfechtungen, mitten in
Krankheiten, Verfolgungen und Todesnöten seine Blicke in die
Zukunft richten, da das verwirklicht erscheint, was wir
jetzt schon glauben::
"Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde",
eine neue Welt, da alles das, was uns jetzt noch traurig
macht, nicht mehr vorhanden ist.
Nicht nur im Angesichte des Todes, aber besonders dann, wenn
einer von uns wieder aus dieser unserer Welt muß, wird diese
Sehnsucht nach einer neuen und besseren Welt übergroß.
Und Johannes sagt:
Ihr habt recht, daß ihr mit dieser Welt nicht zufrieden
seid, ihr habt recht, daß ihr euch nach einem Leben sehnt,
da all die vielen Dinge, die das Leben jetzt so beschwerlich
machen, nicht mehr vorhanden sind, da ihr das sein dürft in
der ganzen Fülle, Gottes geliebte Kinder.
Mit jedem Zeitabschnitt kommen wir dieser neuen Welt näher,
die nicht irgendwo durch Jesus Christus und mit unserer
Mitarbeit verwirklicht wird, sondern hier schon auf dieser
Erde.
Das Leben eines Christen ist auf diese neue Welt, auf eine
glückliche Zukunft ausgerichtet.
Und diese Hoffnung kann auch nicht durch den Tod zerstört
werden, sondern im Gegenteil nur erneuert und vertieft
werden.
In diesem Glauben und der Hoffnung auf eine neue Welt stand
unser Verstorbener und stehen wir und mit dieser Hoffnung
sind und bleiben wir als Tote und Lebende verbunden und
diese neue Welt verwirklicht sich, indem sie alle Gesetze
und alle Grenzen unseres Lebens und unseres Todes
durchbricht.
In dieser frohen Gewißheit und in dieser gemeinsamen
Hoffnung laßt uns von unserem Verstorbenen Abschied nehmen:
"Ich sah eeinen neuen Himmel und eine neue Erde."