2 BEERDIGUNG 32b
Lugar/Ort:Santiago Becker-Friedhof

Fecha/Datum: / /
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Heinze
Rößler
David Schanzenbach
David Bopp
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:1. Korinther 15, 57
Skopus:
2 Beerdigung 32b -1.Korinther 15,57
"Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch
unseren Herrn Jesus Christus."

Der ganze christliche Glaube, wenn er echt ist, hat mit
Traurigkeit im letzten Grunde nichts zu tun, sondern er ist
von einer unbändigen Freude erfüllt. Diese Freude kommt
daher, daß wir in allen Lagen unseres Lebens einen haben,
der uns helfend zur Seite steht. Keine Not ist so groß, daß
Jesus Christus, unser Herr, sie nicht beenden könnte.
Auch in dieser Not des Abschieds will er uns mit seiner
Hilfe beistehen.
Die größte Freude aber kommt daher, daß er selbst die größte
Ursache der Traurigkeit aus der Welt geschafft hat, den Tod.
Damals auf dem Privatfriedhof von Jerusalem, als am
Ostermorgen der Ruf erscholl, JESUS LEBT, er ist von den
Toten auferstanden, da hat der lebendige Herr den Tod
getötet, sodaß er keine Macht und Gewalt mehr hat.
Jesus Christus, unser Herr, hat sich als der Stärkste
erwiesen. Er ist auch stärker hier als der Tod unseres
Verstorbenen.
Das, was wir hier im Sarge vor uns haben, ist nicht das
Letzte unseres Vertsorbenen, sondern nur die Hülle, die in
der Auferstehung in einer neuen und herlicheren Weise leben
wird. Der Glaube unseres Verstorbenen war von dieser
Gewißheit erfüllt:
Es geht durch das Sterben zur ewigen Freude und
Herrlichkeit.
Ist es nicht unser aller Bekenntnis, was ein Liederdichter
bekennt:
"Gloria sei dir gesungen,
mit Menschen- und mit Engelzungen,
mit Harfen und mit Zimbeln schön.
Von 12 Perlen sind die Tore
an deiner Stadt, wir stehn im Chore
der Engel hoch um deinen Thron.
Kein Aug hat je gespürt,
kein Ohr hat je gehört
solche Freude.
Des jauchzen wir
und singen dir
das Halleluja für und für."
Weil Karfreitag, das Kreuz, nicht das Letzte war, weil
Ostern auf Erden wurde, weil Jesus Christus von den Toten
auferstanden ist, gibt es auch im Angesichte des Todes keine
trostlose Traurigkeit, sondern eine Freude, die durch alle
Traurigkeit hindurchschaut auf das Ziel unseres Lebens, da
wir einmal vor dem Thron Gottes alle vereinigt sein werden
im gemeinsamen Lobgesang:
"Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch
unseren Herrn Jesus Christus."
Wenn unser Verstorbene mit diesem fröhlichen Glauben durch
das Leben gegangen ist, was wir doch bestimmt annehmen
dürfen, dann darf er nun schauen, was er geglaubt hat und
vor diesem fröhlichen Glauben kann auch unsere Traurigkeit
weichen.