2 BEERDIGUNG 31a
Lugar/Ort:Herr Dalinger

Fecha/Datum: / /
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Offenbarung 1, 8
Skopus:
2 Beerdigung 31a -Offenbarung 1,8
"Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht
Gott, der Herr, der da ist und der da war und der da kommt,
der Allmächtige."

Es gibt wohl kaum noch einen Menschen, der meint, daß das
Leben auf dieser Erde ein Leben ist mit lauter Freude und
Fröhlichkeit.
Und wurde und wird uns nicht zu oft der Nund wieder
verschlossen, wenn wir singen wollen:
"Immer fröhlich, immer fröhlich, alle Tage Sonnenschein."
Vielleicht war es gerade so, daß wir uns von Herzen freuten
und im nächsten Augenblick kam die Traurigkeit, die Not und
das Leid mit einem Donnerschlag über uns.
Es ist schon so, daß von der Geburt des Menschen an bis zu
seinem letzten Atemzuge, Not und Schmerzen, Leid und Tränen
die ständigen Begleiter sind. Das spüren wir besonders, wenn
ein lieber Mensch von uns geht, so wie dein Mann und euer
Vater und euer Verwandter jetzt auch von euch gegangen ist.
Da vergeht einem alle Freude und eine große Not und eine
große Traurigkeit kommt über uns.
Und es sieht sogar aus, als ob die Weihnachtsbotschaft:
"Siehe, ich verkündige euch große Freude!"
für euch und fúr uns im Angesichte unseres Verstorbenen
nicht mehr gibt.
Dennoch, wenn das auch so aussieht, wage ich es doch zu
sagen, daß wir nicht im Leid unterzugehen brauchen, daß wir
im Angesichte unseres Verstorbenen nicht zusammenzubrechen
brauchen, eben weil Weihnachten auf dieser so leidvollen
Erde gewesen ist.
Als Gott, der Herr, seinen Sohn auf diese Erde sandte, da
wußte er bereits von aller unserer menschlichen Not; da
wußte er bereits davon, daß wir als Menschen durch viel Leid
werden gehen müssen und mitten in unser Elend, mitten in
unsere Krankheiten und Nöte, mitten in unsere Ängste und
Traurigkeiten sandte er seinen Sohn Jesus Christus.
Schon vom ersten Atemzzuge an, dort im dreckigen Rancho zu
Bethlehem, spürte er, was das menschliche Leben ist.
Er hat bis zum Tode am Kreuz alle Tiefen und alle
Traurigkeiten durchgemacht und zwar so tief, daß er ausrufen
mußte:
"Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"
Und dieser Jesus Christus ist es nun gewesen, der durch
seinen Gehorsam uns vom Leid und Schmerz, von aller Angst
und Traurigkeit befreite.
Es kommt nun alles darauf an, daß wir uns seiner Führung
anvertrauen.
Es kommt darauf an, daß ihr lieben Trauernden jetzt ganz
besonders eure Hoffnung allein auf ihn setzt und von ihm
alles erwartet, daß ihr zu ihm eure Hände ausstreckt und
bittet, daß er euch den Trost und die Kraft schenke, die ihr
für die kommende Zeit nötig habt.
Ihr dürft es wissen, daß er, der Herr Jesus Christus euren
Ehemann, euren Vater, euren Verwandten, in seinen Händen
hat. Ihr dürft es aber auch wissen, daß ihr als die
Zuückgebliebenen in der Hand dieses Heilandes steht.
Der Apostel Paulus sagt es einmal:
"Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben
wir dem Herrn; darum, wir leben oder wir sterben, so sind
wir des Herr."
Wenn wir das im Glauben annehmen, dann sind wir wohl noch
traurig, aber verzweifeln nicht, dann leiden wir noch, aber
wir brechen nicht zusammen, dann kommen noch dunkle Stunden
und Tage über uns, aber wir sehen dahinter schon die helle
Sonne unseres Herrn Jesus Christus, die unseren Lebensweg
wieder helle macht.
Wir haben einen Herrn Jesus Christus, dem wir uns völlig
amvertrauen dürfen, denn so sagt er in unserem Text selbst
von sich:
"Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, der da
ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige."