2 BEERDIGUNG 24a
Lugar/Ort:Herr Ruppel-Haus

Fecha/Datum: / /
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Jeremia 3, 23
Skopus:
2 Beerdigung 24a -Jeremia 3,23
"Wahrlich, es hat Israel keine andere Hilfe als am Herrn,
unserem Gott."

Es ist ja eine großartige Sache, daß wir es als Menschen so
herrlich weit gebracht haben, für viele Schwieirgkeiten,
Nöte und Probleme unseres Lebens eine Hilfe wissen, die wir
anderen anbieten oder die andere uns geben können.
Allerdings geht unser Tatsache von der Wissen aus, daß es
Situationen im Leben eines Menschen gibt, da ihm kein Mensch
mehr helfen kann.
Wir wissen daneben, da es auch Situationen geben kann, in
denen man meint, es gäbe keine Hilfe, obwohl sie bereits
dicht vor der Tür liegt, man kann sie nur nicht erkennen.
Muß nicht unser Dahingegangene sich als Mensch in einer
anscheinend für ihn ausweglosen Lage geglaubt haben, da er
zu einem solch extremen Schritt sich entschloß?
Aber wenn unser Text auch von der Wirklichkeit ausgeht, daß
es Situationen im Leben eines Menschen geben kann, da keine
menschliche Hilfe mehr vorhanden ist, so gibt es doch für
unseren Text keine aussichtslose und verzweifelte
Situationen, weil er weiß, und wir als Christen es auch
wissen sollten, daß einer immer mit seiner Hilfe bereit
steht, Gott selbst, Jesus Christus, streckt uns seine
helfende und liebende Hand entgegen, nie ist ein Mensch mit
seiner Not und seinen Problemen allein.
Wir brauchen darum als Menschen nie zu verzweifeln oder zu
einer solchen Verzweiflungstat schreiten.
Wie kam es, daß unser Verstorbene, der noch im vergangenen
Monat in einer christlichen Gemeinde das Abendmahl feierte,
es doch tat?
Waren seine Sinne so verdunkelt, daß er alles nur schwarz in
schwarz sah oder waren sie in dem Augenblick so verwirrt?
Wir wissen es nicht.
Auf viele andere Fragen können wir keine Antworten mehr
finden. Aber auch in einer solchen Situation, in der wir
alle nun jetzt stehen, brauchen wir nicht ratlos und ohne
Hilfe zu sein, denn wir dürfen ganz neu auch hier noch am
Sarge hören im Blick auf ihn, der von uns gegangen ist, und
auch im Blick auf uns, die wir trauernd zurückbleiben:
Es gibt für uns alle noch eine Hilfe, nicht mehr bei uns
Menschen, sondern bei unserem Gott, und bei dem, den dieser
Gott uns in seiner Liebe zur Hilfe gesant hat, Jesus
Christus.
Ihm wollen wir, ohne wenn und aber, unseren Verstorbenen und
uns anvertrauen:
"Wahrlich, es hat Israel keine andere Hilfe als am Herrn,
unserem Gott."