2 Außergewöhnliche Gottesd.- 60
Lugar/Ort:Grabschental

Fecha/Datum:23/08/1964
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:Kirchbau-Grundsteinlegung und Richtfest
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Johannes 10, 14-15
Skopus: Der gute Hirte wirkt auch in Grabschental.
2 Außergew. Gottesd. 60 -Kirchbau-Johannes 10,14+15
"Jesus Christus spricht: Ich bin der gute Hirte und erkenne
die Meinen und bin bekannt den Meinen, wie mich mein Vater
kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für
die Schafe."

Für uns hier in Grabschental ist heute ein Tag der Freude.
Und wir laden alle Gäste ein, sich mit uns zu freuen.
Wer hätte es noch vor einem Jahre gedacht, daß wir einen
solchen Tag wie den heutigen, erleben dürfen, da unsere
überaus schöne Kirche, fertig ist?
Wenn ich nicht Angst hätte, zu große Worte zu gebrauchen,
dann würde ich sagen, es ist ein Wunder vor unseren Augen
geschehen.
Das, was Menschen unmöglich erschien, ist nun Wirklichkeit
geworden.
Dieses Wunder ist ein Werk unseres Herrn und Heilandes Jesus
Christus.
Es ist die Stimme des guten Hirten gewesen, von dem unser
Text spricht, die uns zusammengehalten hat, allen
Schwierigkeiten zum Trotz.
Und wenn wir gefragt werden würden, warum ist es denn so
wichtig, daß wir nun diese Kirche hier haben?
Dann müssen wir darauf antworten:
Hier an dieser Stelle besonders will der gute Hirte Jesus
Christus zu Worte komemen.
Ihm geht es darum, daß die, die zu ihm gehören, hier in
Grabschental, immer fester aneinder gebunden werden zu einer
Gemeinde, in der ER selbst der Mittelpunkt, das Zentrum,
ist.
Dazu ist es notwendig, daß wir nicht auf uns sehen, auf die
guten und schlechten Seiten, nicht auf den anderen, auf
seine schlechten und guten Seiten, sondern einzig und allein
auf den guten Hirten Jesus Christus.
Das können wir bestimmt nicht aus eigener Kraft, das wird
zwischen uns nur möglich werden durch ein Wunder.
Auf dieses Wunder, daß wir eine Gemeinde Jesu Christi von
Grabschental werden, warten wir.
Der, der das Wunder dieser Kirche hier vollbracht hat, wird
auch das Wunder vollbriungen, daß wir eine Herde des guten
Hirten werden, die zusammenhält, die zusammen hinter diesem
guten Hirten einhergeht.
So soll diese neue Kirche hier ein Zeichen dafür sein, daß
es in Grabschental Menschen gibt, die sich um den guten
Hirten Jesus Christus sammeln.
Wir sind ja von Haus aus so geartet, daß wir meinen, wir
brauchen niemanden in unserem Leben, der uns hilft. Wir
wollen mit den Fragen und Nöten und Problemen schon allein
fertig werden.
Allerdings muß jeder Mensch mit einer solchen Meinung es
einmal erleben, daß sie falsch ist.
Jeder Mensch, heute noch mehr als früher, muß einmal
erkennen, daß er rettungslos verloren ist, daß er gerade die
Probleme seines Lebens allein nicht meistern kann, daß er in
Nöten und Sorgen, Krankheiten und Todesbedrohunghen dieser
Zeit keinen Ausweg sieht.
Es gibt nur eine einzige Hilfe für uns alle:
Der gute Hirte Jesus Christus.
Ihm stehen Himmel und Erde zur Verfügung, um dir in deiner
Not beizustehen. Er will auch seine Macht einsetzen, um
gerade dir zu helfen.
Größer als dieser Helfer kann deine Not nie sein.
Ihm, dem Hirten, ist nichts zu schwer, um dir zu helfen. Er
nimmt alle Mühen um deinetwillen auf sich.
So ist die neue Kirche ein Geschenk Gottes an uns, damit wir
in ihr hören können, in welcher Weise uns geholfen werden
kann, in welcher Weise der gute Hirte für uns bereit steht,
in welcher Weise Gott uns helfen will.
Möge in dieser neuen Kirche darum diese Stimme des guten
Hirten nie verstummen, nie verfälscht werden. Und mögen in
Grabschental doch immer Menschen geben, die sich hier
versammeln, um diese Stimme des guten Hirten zu hören, um
sich helfen zu lassen.
Dieser Tag der Freude will eine Fortsetzung haben, und zwar
alle Tage unseres Lebens, weil die Hilfe Gottes alle Tage
unseres Lebens bereit steht.