2 Außergewöhnliche Gottesd.- 52
Lugar/Ort:Camarero

Fecha/Datum:17/08/1963
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:Kirchbau-Beginn
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Psalm 118, 24-25
Skopus: An Gottes Segen ist alles gelegen.
2 Außergew. Gottesd. 52 -Kirchbau-Psalm 118, 24+25 "Dies ist
der Tag, den der Herr macht, lasset uns freuen und fröhlich
darinnen sein. O, Herr, hilf! O, Herr, laß wohl gelingen!"

Der Mann, der dieses Wort gesagt hat, ist von einer
unbändigen Freude erfüllt, die sein Herz höher schlagen
läßt.
Gott hat ihm in einer einmaligen Weise mit seiner großen
Liebe und Barmherzigkeit geholfen. So kann er in den
Jubelruf ausbrechen:
"Dies ist der Tag, den der Herr macht, lasset uns freuen und
fröhlich darinnen sein."
Er fordert damit auch alle anderen auf, sich mit ihm in
gleicher Weise zu freuen. Damit wird er zu einem Prediger
der großen Liebe und Barmherzigkeit Gottes zu uns Menschen.
Gibt dieses Wort heute nicht auch die Freude unseres Herzens
wieder?
Wir als eine Gemeinde Jesu Christi von Camarero, dürfen und
wollen hier in Puíggari unserem Gott ein Haus bauen, in dem
er uns in einer ganz besonderen Weise nahe sein will und wir
uns ihm auch nähern dürfen.
Dieser Bau eines Gotteshauses soll ein Zeichen der Freude
und der Dankbarkeit sein, daß Gott auch uns und unsere
Familien in den vergangenen Jahrzehnten mit seiner großen
Liebe und Barmherzigkeit begleitet hat.
So ist dieser Tag des Baubeginns unserer Kirche ein Tag der
Freude und der Dankbarkeit darüber, daß Gott in seiner Liebe
bei uns war, bei uns ist und bei uns bleiben wird. Diese
Freude soll so groß sein, daß sie auch den mitreißen wird,
der sich nicht freuen kann oder nicht freuen will:
"Dies ist der Tag, den der Herr macht, lasset uns freuen und
fröhlich dariennen sein."
Wenn wir jetzt hier unserem Gott ein Haus bauen, dann
wiederholen wir nur das, was unsere Väter getan haben, als
sie noch in größter Armut lebten und trotzdem alle ihre
Kräfte anspannten, um einen Ort dort auf dem Kamp zu
schaffen, an dem sie Gottes Stimme hören konnten und mit ihm
in der Gemeinsamkeit einer christlichen Gemeinde sprechen
konnten.
Dieser Raum war besser und schöner als der Raum, in dem sie
selbst und ihre Familien wohnten. Für Gott ist das Beste
gerade gut genug.
Gott hat uns und unsere Familien gerade auch hier im Gebiete
der Gemeinde Camarero in den vergangenen Jahrzehnten
sichtbar gesegnet. Manch einer hat sich aus größter Armut
herausgearbeitet. Unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern
würden heute große Augen machen, wenn sie unsere eigenen
Häuser sehen oder an unserem Leben teilnehmen könnten.
Es ist Gottes Erbarmen, daß er in unser Leben einkehrt und
nicht danach fragt, ob wir in einem Rancho, in einem schönen
Steinbau oder in einem Palast wohnen. Kein Rancho ist für
Gott zu gering und kein Palast zu schön und zu großartig.
Aber wenn wir selbst aus einem Rancho in ein Haus ziehen,
dann möchte er nicht ausgeschlossen bleiben und mit uns
ziehen. Wenn wir in unseren Häusern etwas von einer neuen
Zeit und von einem gewissen Wohlstand sehen, dann möchte
Gott es gerne, daß wir ihn nicht vergessen, sondern er
wünscht es sich, daß wir ihm auch ein schönes Haus bauen.
Wenn wir ihm jetzt dieses schöne Haus bauen, dann tun wir
dasselbe, was unsere Vorfahren getan haben und zwar auch
unter der festen Gewißheit:
Das Beste ist für Gott gerade gut genug.
Wir tun das aus der großen Freude und Dankbarkeit heraus,
daß Gott uns immer wieder mit seiner großen Liebe und
Barmherzigkeit überschüttet.
In dem wir in dieser großen Freude an die Arbeit des
Kirchbaus gehen, durch Mithelfen und durch Mitarbeiten und
Mitopfern, bringen wir den Menschen unserer Umwelt ein
Zeugnis davon, was denn unser Glaube an Jesus Christus in
Wirklichkeit ist.
Wenn wir solch ein großes Werk heute anfangen, dann kann es
nicht anders sein, als daß wir Gott um seinen Segen bitten.
Wenn es schon sonst allgemein heißt:
"Wo der Herr nicht das Haus baut, da bauen umsonst, die
daran bauen!",
wieviel mehr gilt das bei dem Bau eines Gotteshauses.
Laßt uns bei allem Planen, Vorbereiten, Arbeiten und Opfern
für dies Haus Gott niemals vergessen, daß es wirklich ein
Gotteshaus werden soll, und daß alles so geschehen soll, daß
Gottes Segen darauf ruhen kann.
So darf es in dieser ganzen Freude über den heutigen Anfang
hier nicht fehlen, mit dem Psalmisten um das Vollbringen
dieses Baues zu bitten:
"O, Herr, hilf! O, Herr, laß wohl gelingen!"
Zu diesem Gebet laßt uns immer wieder aufs neue vereinigt
werden, damit Gott der Herr es uns schenken möge, daß wir
einmal auch in seinem Haus einziehen werden, um sein Wort zu
hören.