1. BEERDIGUNG 20b
Lugar/Ort:Frau Hock-Friedhof

Fecha/Datum: / /
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Römer 5, 1-2
Skopus:
1 Beerdigung 20b -Römer 5,1-2

Wir haben uns auf Grund des Gottes Wortes im Trauerhaus
fragen lassen, ob wir solche Menschen sind, die sich durch
Jesus Christus diesen Frieden mit Gott haben schenken
lassen.
Das Kennzeichen eines Menschen, der Frieden mit Gott hat,
ist sein Bekenntnis:
"Christi Blut und Gerechtigkeit,
das ist mein Schmuck und Ehrenkleid,
damit will ich vor Gott bestehn,
wenn ich in den Himmel werd eingehn."
Dieses Bekenntnis öffnet uns die Tür zum Himmel und läßt den
Zorn Gottes an uns vorübergehen.
Nun singt Paulus in dem 2. Teil seines Wortes ein Loblied
auf das, was ein Mensch erleben darf, wenn er durch die Tür
in den Himmel eingeht. Ihm fehlen einfach die Worte dafür,
um das zu beschreiben, was auf uns wartet, wenn wir im
Himmel sind.
Selbst die Worte des Liedes
"Lasst mich gehen, laßt mich gehen,
daß ich Jesum möge sehen!"
sind nur ein schlechtes Gestotter und Gestammel über das,
was auf uns wartet, wenn wir in den Himmel eingegangen sind.
Paulus kann nur dieses Wort stottern: HERRLICHKEIT.
Es ist eine Herrlichkeit, die von dem einen Herrn Himmels
und der Erde ausgeht, und die größer ist als das, was wir
jemals von der Herrlichkeit menschlicher Herren gehört
haben. Und dieser Glanz der Herrlichkeit wird auf uns
strahlen, auf uns, die wir vor dem Thron Gottes stehen und
wir werden von einer unbändigen Freude erfüllt sein, sodaß
wir keine Gelegenheit mehr haben, uns mit diesem jetzigen
Erdenleben zu beschäftigen.
Freude, Freude, über Freude! Wonne, Wonne über Wonne!
Vor dieser Freude wird auch das, was der Tod uns hier noch
auf dieser Erde antut, in ein Nichts zerrinnen.
Es ist nicht von ungefähr, daß die ersten Christen im
heidnischen römischen Reich einen solch großen Eindruck
machten auf die Heiden, weil sie sich an den Särgen und
Gräbern nicht so benahmen, wie sie, die Heiden, für die mit
dem Tode alles aus war.
Die Christen beerdigten und beerdigen ihre Toten nicht
hoffnungslos, sondern in der freudigen Hoffnung:
Es kommt die Zeit, da werden wir alle vor dem Thron Gottes
stehen im Glanze und in der Freude seiner Herrlichkeit.
"Dieser Zeit Leiden sind nicht wert der Herrlichkeit, die an
uns soll offenbart werden",
sagt der Apostel.
Ist das eine Hoffnung auch für dich?, der du deine Ehefrau
dahingeben mußtest und auch eure Hoffnung, die ihr eure
Mutter und Schwiegermutter verloren habt, so werden die
kommenden Wochen und Monate und Jahre wohl noch schwer
werden, aber sie brauchen dann doch nicht hoffnungslos zu
sein, weil ihr mit der lieben Verstorbenen und mit uns allen
einmal gemeinsam im Glanz der ewigen Freude und Herrlichkeit
leben werdet vor Gottes Angesicht.
Vergessen wir es nicht, der Weg zur ewigen Freude geht durch
das Sterben und durch den Tod hindurch.
Bis zur Wiedervereinigung vor dem Thron Gottes sind wir mit
unserer Verstorbenen verbunden durch Jesus Christus, der der
Herr ist der Lebendigen und der Toten.