1. BEERDIGUNG 19b
Lugar/Ort:Herr Bender-Friedhof

Fecha/Datum: / /
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Fr. Pastor Eichenberger
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Johannes 3, 38
Skopus:
1 Beerdigung 19b -Johannes 3,38

Wir haben es schon im Trauerhause auf Grund dieses
Bibelwortes gehört, daß es einen gibt, der die abgrundtiefe
Kluft zwischen Tod unbd Leben aufgehoben hat.
Für den, der an den auferstandenen Herrn Jesus Christus
glaubt, hat der Tod seine Schrecken verloren. Ja, es ist
sogar so, daß für den Christusgläubigen im Tode Jesus
Christus uns an die Hand nimmt und uns durch den Tod
hindurch in das eigentliche Leben, in das ewige Leben, in
das Leben mit Jesus Christus in ewiger Freude und
Herrlichkeit führt.
Das ist ja auch das, was wir für unseren auf so tragische
Weise ums Leben gekommenen Bruder wünschen und hoffen.
Allerdings gilt es bei diesem Worte Jesu genau darauf zu
achten, was es wirklich gesagt hat.
In diesem Textwort steht zum Beispiel nicht geschrieben, daß
der das ewige Leben hat, der ein guter Mensch in diesem
irdischen Leben gewesen ist.
Es wird ja, so sagte einmal ein bedeutender Mann, nirgendwo
so viel gelogen wie am Sarge und am Grabe.
Da soll der Verstorbene als ein guter Mensch in den Himmel
hineingelogen werden.
Bemühen wir uns doch niemals aus einem Verstorbenen eine
guten Menschen zu machen. Diesen guten Menschen unter uns
gibt es überhaupt nicht, den hat es nur ein einziges Mal auf
dieser Erde in der Gestalt Jesu Christi gegeben.
Jesus verlangt ja auch gar nicht, daß ein Mensch ein guter
Mensch gewesen ist, damit er in das ewige Leben eingeht
Wer hat nun von uns das ewige Leben selbst mitten im Tode?
Unser Wort sagt es uns:
Der hat im Leben und im Sterben bereits das ewige Leben, der
an Jesus Christus glaubt.
Der Mensch unter uns braucht sich vor dem Tode nicht zu
fürchten, der ein Christ ist, das heißt, der an Jesus
Christus als an seinem Herrn und Heiland glaubt. Und der
Mensch, der an Jesus Christus glaubt, bekennt damit:
Ja, ich bin ein ganz schlechter Mensch, ja, ich bin immer
böse, ja auch ich habe es in meiner ganzen Verdorbenheit
verdient, daß ich einmal von dieser Erd fort muß, daß ich
sterben muß.
Wenn Gott auf mich zornig ist, dann hat er ein volles Recht
dazu.
Aber der Mensch, der an Jesus Christus glaubt, weiß dazu
noch das Eine, daß der Sohn Gottes vor dem Throne Gottes
steht und für uns, für den Verstorbenen, für dich und fúr
mich, die Hände zu seinem Vater emporstreckt und bittet:
Herr, vergib ihnen alle Schlechtigkeit und Verdorbenheit,
ich bin ja auch für sie alle in den Tod gegangen.
Das ist ja die große Bitte und Hoffnung für den Verstorbenen
und für uns, daß wir solche Menschen sind, die das glauben.
Nur für den, der es glaubt, ist der Tod nicht mehr so
grausam, sondern nur der Eingang in das rechte Leben.
Möge das jetzt Wirklichkeit werden, daß auch unser
Verstorbene zu denen gehöre, die eingehen in das ewige
Leben. Und mögen wir solche sein, die ihm einmal folgen als
Christusgläubige durch den Tod hindurch in das ewige Leben.
Wer das weiß als einer, der um das Fortgehen unseres
Verstorbenen betrübt worden ist, der weiß damit aber, daß
derselbe Jesus Christus uns nicht allein läßt, sondern bei
uns ist mit der rechten Hilfe.