1. BEERDIGUNG 06b
Lugar/Ort:Frau Born-Friedhof

Fecha/Datum: / /
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Horn
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Jesaja 60, 2
Skopus:
1 Beerdigung 6b -Jesaja 60,2

Wir haben vorhin im Trauerhause gehört, daß die Tage unseres
Leidens durch das Eingreifen unseres Gottes ein Ende haben
werden, davon der Tod unserer Mutter Born ebenfalls ein
natürliches Zeugnis ist, der sie aus einem hohen Alter mit
allerlei Gebrechen erlöst hat.
Warum nun dürfen wir das glauben, daß alle unsere Not einmal
ein Ende nehmen wird?
Nicht, weil wir durch unserer Hände Arbeit unser Glück
schaffen können, nicht, weil wir besser geworden sind und
nicht mehr Gottes Strafgericht verdienen würden. Sondern
eine Aussicht, daß die Tage unseres Leides ein Ende haben
werden, kommt allein daher, daß Gott in unser Leben
eingreift:
"Der Herr wird dein ewiges Licht sein."
Gott ruft uns aus unserer Not heraus. Unsere Not, alle
unsere Not, hat ausschließlich und allein seinen Grund
darin, daß wir von Gott weggelaufen sind mitten hinein in
die Hände des Teufels.
Indem wir das tun, was der Teufel von uns haben will. kommt
eine Not über die andere auf uns, von denen der Tod die
größte Not ist.
Aber Gott, der Herr, der uns als Knechte des Teufels sieht,
hat Mitleid mit uns und gibt uns noch einmal die
einzigartige Möglichkeit der Befreiung. Er gibt uns seinen
Sohn Jesus Christus auf diese Erde mitten unter uns, um uns
aus der Knechtschaft des Teufels zu befreien.
Wer auf Jesus Christus am Kreuz auf Golgatha blickt, wird
heil zu zu derselbigen Stunde, dessen Tage des Leides haben
dann schon hier auf Erden ein Ende gefunden.
Woran können wir das erkennen?
Weil es auf dieser Erde Ostern geworden ist.
Nachdem Jesus mitten im Sterben das Wort ausrief:
"Es ist vollbracht!", was ich für dich ungehorsamen Menschen
tun wollte,
starb er.
Aber sein Leiden und seine Not und sein Sterben und sein Tod
waren nicht das Letzte.
Ein heller Lichtschein ergoß sich am Auferstehungstage über
dies Erde:
"Jesus Christus ist auferstanden!"
Jesus Christus ist wahrhaftig auferstanden. Jesus Christus
lebt. Er hat den Teufel besiegt und auch den Tod, die
natürliche Folge im Dienste des Teufels.
Aus dem furchtbaren Gericht des Todes, der uns immer wieder
sein grausames Angesicht zeigen will, wird der Durchgang zum
ewigen Leben, zur ewigen Freude und Herrlichkeit.
Nicht nur für Jesus Christus, sondern auch für dich und für
mich.
Jesus Christus ist uns vorausgegangen und wir dürfen im
nachfolgen ins ewige Leben.
Das ist ja doch auch die große Hoffnung für unsere
Verstorbene, daß sie erlöst aus mancherlei Krankheit und
durch das Tal des Todes hindurch in das ewige Leben
eingegangen ist.
Von diesem ewigen Leben, da Gott selbst seinen Schutz über
uns hält, heißt es in der Heiligten Schrift:
"Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen und der Tod
wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz
wird mehr sein, denn das erste ist vergangen und siehe, ich
mache alles neu."
Wir können und dürfen jetzt voll Vertrauen ihr Schicksal in
Gottes Hand legen, vor dem sie steht und auf die Gnade
Gottes angewiesen ist.
Aber für uns, die wir zurückgeblieben sind, entsteht die
große Frage:
Wann wird unser Leidensweg durch manche Trübsal zu Ende
sein?
Dein Leidensweg wird zu Ende sein. wenn du auf diesen deinen
Heiladn Jesus Christus schaust, dich von ihm an die Hand
nehmen läßt und mit ihm durch dieses Leben gehst.
Dann erlebst du schon mitten in dieser leidvollen Welt ein
Stück Paradies und wirst dann am Ende deiner Tage durch den
Tod ins ewige Leben eingehen.