1. BEERDIGUNG 04b
Lugar/Ort:Joh. Herdt-Sohn- Friedhof

Fecha/Datum: / /
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Psalm 60, 13
Skopus:
1 Beerdigung 4b -Psalm 60,13

Wir hörten vorhin bei der Trauerfeier im Haus durch das
gleiche Wort, daß schon vor Tausenden von Jahren der
Psalmsänger Situatioinen kannte, in denen alles schwarz in
schwarz erscheint, in denen kein Ausweg mehr zu erkennen
ist.
Zu solchen Nöten gehört eben auch der Tod, der einen lieben
Menschen von unserer Seite reißt. Er gibt uns den Rat, den
er selbst in seinem Leben erprobt hat, in solchen
ausweglosen Lagen zu dem zu gehen, der unser Gott ist, der
für alle unsere Nöte gerade die Hilfe bereit hält, die wir
so bitter nötig haben. Er singt und betet:
"Schaff uns Beistand in der Not, denn menschliche Hilfe ist
nichts nütze."
Was ist das für ein Gott, zu dem wir kommen dürfen, wenn wir
nicht aus- noch ein wissen?
Es ist der Gott, der ein für alle Male dadurch, daß er
seinen Sohn Jesus Christus zu uns schickte, uns Menschen
sagen ließ, daß er uns lieb hat. In dieser seiner Liebe hat
er unseren Verstorbenen aus dem Nichts ins Leben gerufen, in
der Taufe als sein Kind angenommen, ihn aufwachsen lassen im
Familienkreis, sein Jawort zu ihm in der Konfirmation
angenommen und ihm das große Glück geschenkt, seine
Ehegefährtin zu finden.
Sind das nicht alles Zeichen der Liebe Gottes zu ihm, zu
seiner Familie, zu uns allen, Grund genug, auch noch am
Grabe, dankbar zu sein.
Sind seine krankheitlichen Nöte mancherlei Art nicht Zeichen
gewesen, ihn näher zu sich zu ziehen und um seinen Lieben
die Möglichkeit zu geben, ihm helfend zur Seite zu stehen!
Und nun sein Tod, der uns so unsicher gemacht hat.
Sind wir aber nicht Christen, die wissen, daß mit dem Tode
nicht alles aus ist.
Wissen und glauben wir nicht als Christen, daß Jesus
Christus durch sein Auferstehen uns auch den Weg geöffnet
hat zu einem neuen Leben, da wir zur Vollkommenheit kommen
werden und zur totalen Freude.
Darum brauchen wir uns um die Zukunft unseres Verstorbenen
keine Sorge zu machen, wenn er unter dem Kreuz immer wieder
neu Vergebung seiner Schuld gefunden hat.
Und dieser Gott, der im Leben unseres Verstorbenen ihm immer
wieder bezeugt hat, daß auch er ein von Gott geliebter
Mensch ist, ist der gleiche, zu dem ihr als
Traurigzzurückgebliebenen jetzt alle eure Not bringen dürft.
In aller Ausweglosigkeit wird er euch schon die nächsten
Schritte zeigen, die euch aus allen Problemen herausführen
werden.
Vergeßt nicht, daß der, der euch den Verstorbenen
weggenommen hat, immer noch der ist, der auch euch lieb hat.
Mit diesen Gedanken und mit unserem Gottes Wort aus dem
Psalm wollen wir Abschied nehmen:
"Gott, schaff uns Beistand in der Not, denn Menschenhilfe
ist nichts nütze."