1. BEERDIGUNG 01a
Lugar/Ort:Juan Herdt -Haus

Fecha/Datum: / /
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:5. Mose 31, 6
Skopus:
1 Beerdigung 1a -5.Mose 31,6
"Seid getrost und unverzagt, fürchtet euch nicht und laßt
euch nicht grauen, denn der Herr, dein Gott, wird selber mit
dir wandeln und wird die Hand nicht abtun noch dich
verlassen."

Ihr lieben Trauernden, liebe Trauergemeinde,
Dieses Wort ist ein Vermächtnis des Mose, des Führers des
alten Volkes Gottes, des Volkes Israel.
Er hat es seinen Freunden und Bekannten zugerufen, als Gott,
der Herr, seinem Leben und seiner Aufgabe in diesem Leben,
ein Ende, ein Ziel setzte.
Der Tod stand vor der Tür.
Zu allen Zeiten haben die Menschen dieses Wort eines vom
Tode Gekennzeichneten gehört und daraus Kraft geschöpft für
ihren weiteren Weg durch dieses Leben. Und mir will es heute
erscheinen, als ob nicht Mose dieses
"Seid getrost und unverzagt, fürchtet euch nicht und laß
euch nicht grauen."
gesagt hat, sondern unser verstorbene JOHANNES HERDT selbst.
War er nicht einer der führenden Männer unserer Gemeinde,
die sich ja auch als Volk Gottes versteht.
Ich wage es zu sagen, daß er ein Großer im Reich Gottes, im
Volk Gottes, gewesen ist; mir ist er mehr als ein Bischof
gewesen.
Er war groß in der ganz einfachen Schlichtheit eines
kindlichen Glaubens, der weiß, daß wir trotz unserer Bosheit
Gottes geliebte Kinder sind.
Sein Blick war nicht auf sich, auf seine Größe, auf seine
Güte, auf seine Fähigkeit gerichtet, auch er hat in seinem
Leben sicherlich unter seinem Versagen, seinem Unvermögen
und seiner Schuld seufzen müssen. sein Blick aber ging zu
dem Mann am Kreuz auf Golgatha, der ihn mit seinen liebenden
und vergebenden Augen angeschaut hat.
Und diese Liebe seines Herrn und Meisters hat ihn in seinem
ganzen Leben nicht wieder losgelassen; diese Liebe trieb
ihn, die Aufgaben anzupacken, die vor seinen Füßen lagen.
Diese Liebe seines Herrn zu ihm und seine Liebe zum Herrn
ließ ihn eine Führergestalt in der Kirche Jesu Christi
werden, für die sein Herz immer eifrig schlug.
Wenn wir ihn jetzt fragen würden, woran er uns in dieser
Abschiedsstunde erinnern würde, dann wäre es diese Liebe
Gottes zu uns allen sein.
Diese Liebe Gottes zu uns Menschen ist größer als unsere
Traurigkeit, als unsere Sorgen, als unsere Not.
Das haben schon viele Menschen erfahren, die ihre ganze
Hoffnung auf Jesus Christus gesetzt haben.
Darum ist dieses Wort
"Seid getrost und unverzagt, fürchtet euch nicht und laßt
euch nicht grauen",
kein leeres Wort, sondern ein Wort, auf das wir uns ganz und
gar verlassen können, im Leben und im Sterben, in
Traurigkeit und Freude, in Not und Reichtum, in Sorgen und
Glück.
Diese Liebe Gottes zu uns Menschen ist es, die uns, die wir
traurig zurückbleiben, verbindet mit dem, der von uns
gegegangen ist, darum
"seid getrost und unverzagt, fürchtet euch nicht und laßt
euch nicht grauen."