1 Monatssprüche bis 1974- 01
Lugar/Ort:Aldea Protestante

Fecha/Datum:04/02/1968
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Reffino, 18-2-1968 -deutsch-
Meroú, 18-2-1968 -deutsch-
Paraná, 21-4-1968 -deutsch-Krank.G.Meier
Colonia Doll, 29-6-68 -deutsch-
Diamante, 14-7-1968 -deutsch-
Camarero/Puiggari, 13-10-1968 -deutsch-
Diamante, 9-3-1968 -spanisch-
Camarerp/Puiggari, 10-3-1968 -spanisch-
Col. Nueva, 7-4-1968 -spanisch-
Paraná, 7-4-1968 -spanisch-
Meroú, 12-5-1968 -spanisch-
Aldea Protestante, 3-8-1969 -spanisch-
Diamante, 27-10-1973 -spanisch-
Grl. Racedo, 28-10-1973 -spanisch-
Aldea Protestante, 4-11-1973 -spanisch-
Paraná, 4-11-1973 -spansich-
Meroú, 18-11-1973 -spanisch-
Reffino, 18-11-1973 -spanisch-
Col. Nueva, 25-11-1973 -spanisch-
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:Monatsspruch Febr.1968-Lema mens. 2-1968
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Markus 8, 18a - Marcos 8: 18a
Skopus: Nie ist unsere Not größer als unser Helfer.
1 Monatsspr.bis 1974 1 -Febr.1968-Markus 8,18a
"Jesus Christus spricht: Ihr habt Augen, und sehet nicht,
habt Ohren und höret nicht."

Dieses Wort, das Jesus seinen Jüngern gesagt hat, steht
inmitten folgender Geschichte:
Die Jünger sind schon eine lange Zeit mit ihrem Herrn und
Meister durch das Land Palästina gezogen. Sie haben es
erlebt, daß es in seiner Gegenwart nie verzweifelte
Situationen und ausweglose Lagen gegeben hat. Er hatte für
jede Not auch die entsprechende Hilfe bereit.
Und das war das Besondere. Er half nicht gezwungenermaßen,
sondern aus Liebe zu uns Menschen, gerne und mit Freuden.
Und als dem vom Vater im Himmel Gesandten standrn ihm alle
Möglichkeiten der Hilfe zur Verfügung, auch sie selbst
standen ihm zur Verfügung.
Ob wir, die wir uns nach ihm nennen, die wir zu ihm gehören,
die wir mit Ernst Christen sein wollen, es wirklich wissen,
wen wir da in Jesus Christus zum Freund haben, der da Tag
für Tag, Jahr für Jahr, mit uns durch das Leben geht?
Und gerade hatten sie es erlebt, daß 4.000 Menschen mit
seiner Hilfe satt wurden und nun stehen sie wieder in der
gleichen Situation und wissen nicht aus noch ein. Wieder
waren viele Menschen hungrig.
In dieser Situation, in der sie alle hilfreichen Erfahrungen
mit ihrem Herrn und Meister Jesus Christus vergessen zu
haben scheinen, richtet er seinen Blick auf sie und möchte
sie durch sein Wort wieder zur Besinnung bringen:
"Ihr habt Augen und seht nicht, habt Ohren und hört nicht."
Stehen wir alle miteinander nicht immer auch in der gleichen
Situation?
Was haben wir nicht schon alle als Christen für wunderbare
Erfahrungen in unserem Glauben an Jesus Christus gemacht und
in dem Moment, da wieder eine neue Not über uns
hereinbricht, ist von diesen wunderbaren Erfahrungen nichts
mehr übrig geblieben. Wir stehen wieder hilflos da, wie
vormals.
Mit dem Worte
"Ihr habt Augne und seht nicht, habt Ohren und höret nicht",
sollen wir herausgerissen werden aus unserer Angst und Not
und wir dúrfen es ganz fest und gewiß glauben, so, wie uns
in der Vergangenheit Jesus Christus geholfen hat, so wird er
uns in der neuen Not, in der wir stehen, auch wieder helfen.
Das, was wir da allgemein gesagt haben, gilt für unser ganz
persönliches Leben.
Du hast eine schwere Krankheit hinter dich gebracht. Da, wo
nichts mehr zu hoffen war, ist neues Leben wieder erwacht
und du bist fest überzeugt, in dieser deiner Gesundung hat
dein Heiland Jesus Christus die Hand im Spiele gehabt. Und
nur kurze Zeit der Freude vergeht und du bist wieder aufs
neue mit einer anderen Krankheit aufs Lager geworfen. Wie
schwer packt dich wieder die Angst und Verzweiflung und
banges Fragen.
Das Wissen, daß du einen Heiler, einen Heiland Jesus hast,
in dessen Hand du bist, ist gewichen, ist untergegangen in
all den Sorgen.
Aber nun steht der Heiland vor dir und erinnert dich daran,
was du schon mit ihm erlebt hast:
"Ihr habt Augen und seht nicht, und habt Ohren und höret
nicht."
Da ist in unserer Familie vielleicht Haß und Zank und Streit
gewesen. Einer gönnte dem anderen nichts, einer konnte den
anderen nicht riechen. Und dann erlebten wir es, wie der
eine Friedensmittler Jesus Christus alles, aber auch alles
wieder in Ordnung brachte, was zwischen uns stand. Und
gerade begannen wir uns über das neue herzliche Miteinander
zu freuen, da begann an einer anderen Stelle ein vielleicht
viel schlimmerer Streit, mit neuem Haß und Zank und wir
rauften uns die Haare in der festen Meinung, aus diese Lage
gibt es nun keinen Ausweg mehr, es ist alles zu sehr
verfahren.
Das Wort aber:
"Ihr habt Augen und sehet nicht, und ihr habt Ohren und
höret nicht",
will uns erinnern:
So, wie vormals Jesus Christus geholfen hat, so wird er auch
in diesem neuen Fall helfen, wenn wir es wollen.
Können wir dafür nicht auch unzählige Beispiele aus dem
Leben selbst einer christlichen Gemeinde anführen, selbst
aus unserer Gemeinde, selbst noch beim Bau unserer neuen
Kirche. Und dann steht unser Herr vor uns und ruft uns zu:
Wo habt ihr eigentlich eure Ohren und Augen gehabt als durch
meine Hilfe alles so zügig voranging? Meint ihr nicht, daß
ich das, was durch mich angefangen worden ist, auch durch
mich zu Ende geführt werden wird?
Wir könnten noch viele Beispiele anführen, um verstehen zu
lernen, was hier gemeint ist. Aber diese mögen genügen, um
zu erkennen:
1. Größer als der Helfer ist unsere Not nie.
2. So, wie unser Herr in der Vergangenheit geholfen hat, so
wird er auch heute und ebenfalls in der Zukunft helfen.
Allerdings haben wir damit noch nicht den ganzen Text
verstanden. Er sieht nämlich nicht nur uns selbst in unserer
Not, wie es ja auch in unserer Geschichte gar nicht um die
Not der Jünger selbst ging, sondern um die Not der anderen.
Wir sagten vorhin schon, unserem Herrn steht alles zur
Verfügung, um einem Menschen zu helfen. Das heißt doch, daß
wir ihm auch zur Verfügung stehen, daß er durch uns sein
Heilandswerk tun möchte. Er hat uns besonders gerade zu
seinen Jüngern und Jüngerinnen gemacht, damit er mit uns und
durch uns Menschen helfen kann.
Und nun zeigt er uns, wo eine Hilfe benötigt wird oder gibt
uns persönlich einen Auftrag, anderen Menschen zu helfen.
Als Jesus Christus die 4.000 Menschen satt gemacht hat, da
hat er das auch durch seine Jünger und mit ihnen getan.
Indem er seinen Jüngern zuruft:
"Ihr habt Augen und sehet nicht, und habt Ohren und höret
nicht",
erinnert er sie daran, damals. als ich euch brauchte,
standet ihr bereit, mir zu helfen und jetzt scheint ihr
keine Augen und Ohren im Kopf zu haben, um die Not der
anderen zu erkennen.
Will er uns durch dieses Wort nicht auch sagen:
Warum kann ich mich jetzt nicht auf dich verlassen, auf
dich, der du mir noch vor wenigen Tagen so freudig gedient
hast, damit ich einem Menschen helfen konnte.
Ich, der Heiland, will einem armen Menschen helfen und du
meinst, ihm brauchst du um Jesu willen nicht helfen, weil er
ja an seiner Armut selbst schuld ist.
Ich, der Helfer Jesus Christus, will einem hilflosen Kranken
helfen und du sagst, da ist nichts mehr zu machen, denn ihm
guckt schon der Tod aus den Augen.
Ich, der Herr, will einem anderen durch dich die Traurigkeit
wegnehmen und du sagst, diese seine Traurigkeit hat er durch
seine eigene Bosheit verschuldet.
Ich, der Sohn Gottes, will deinem Nachbarn vergeben und
damit seinem Herzen Frieden schenken, du aber versagst dem
Herrn deine Hilfe, indem du sagst: Das, was er mir angetan
hat, ist so schlimm, daß ich ihm das nicht vergeben kann.
"Ihr habt Augen und sehet nicht, und habt Ohren und höret
nicht",
sagt der Herr:
Ihr habt es wohl ganz vergessen, daß ihr mir schon einmal in
dieser Weise geholfen habt und einem anderen damit neue
Freude und neuen Mut zum Leben schenktet, wollt ihr es jetzt
denn wirklich nicht wieder tun?
So wollen wir zu den schon zwei wichtigen Aussagen unseres
Textes:
1. Größer als der Helfer ist unsere Not nie.
2. So wie unser Herr uns in der Vergangenheit geholfen hat,
so wird er auch heute und ebenfalls morgen helfen.
noch ein
3. hinzufügen:
So, wie der Herr in der Vergangenheit anderen Menschen
durch uns geholfen hat, so will er es heute und morgen auch
tun.