1 Außergewöhnliche Gottesd.- 32
Lugar/Ort:San Antonio

Fecha/Datum:21/10/1956
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Aldea Protestante, 18-11-56
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:Brüderkonferenz (vorgesehen-nicht gehalten)
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Matthäus 16, 13-17
Skopus: Glauben können ist ein Wunder Gottes.
1 Außergewöhnl.Gottesd.32-Brüderkonf.-Matthäus 16,13-17
"Da kam Jesus in die Gegend der Stadt Cäsarea Philippi und
fragte seine Jünger und sprach: Wer sagen die Leute, daß des
Menschen Sohn sei? Sie sprachen: Etliche sagen, du seist
Johannes der Täufer; die anderen, du seiest Elia; etliche,
du seist Jeremia oder der Propheten einer. Er sprach zu
ihnen: Wer sagt denn ihr, daß ich sei? Da antwortete Simon
Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes
Sohn! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du,
Simon, Jona's Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht
offenbart, sondern mein Vater im Himmel."
Auf die Frage:
Wer dieser Jesus von Nazareth ist?
muß jeder Mensch, jede Generation und jedes neue Jahrhundert
eine Antwort geben.
Es ist nicht irgendeine Frage, die uns Menschen vorgelegt
wird, sondern es ist eine Frage von größter Wichtigkeit,
eine Frage, die über unser Heil und über unsere Seligkeit
oder über unsere zeitliche und ewige Verdammnis entscheidet.
Und was sagten die Leute damals von diesem Jesus?
Einige meinen, er sei Johannes der Täufer oder Elia oder
Jeremis oder sonst irgendein Prophet.
Damals war man allgemein der Ansicht, daß die gestorbenen
Propheten noch einmal lebendig werden und wiederkommen und
das Evangelium verkündigen werden. Dann will nämlich das
Ende der Welt herbeigekommen sein.
So denken die Menschen von damals wirklich nicht schlecht
von Jesus, genauso wie die Menschen heute nicht schlecht,
sondern vielleicht sogar sehr hoch von diesem Jesus denken,
wenn sie sagen: Jesus war ein sehr großer Mensch. Er war ein
frommer Mann, vielleicht sogar der frömmste Mensch. Er war
ein berúhmter Religionsstifter, der die christliche Religion
gegründet hat.
Kommt nicht in allen diesen Worten eine sehr große
Hochachtung und Verehrung zu diesem Jesus von Nazareth zum
Ausdruck?
Kann die christliche Kirche, können wir Christen, wenn wir
gefragt werden, wer Jesus Christus gewesen sein, auch so
einfach antworten, ja, er ist ein großer Mensch gewesen?
Genügt das?
Gerade das vergangene Jahrhundert in der christlichen Kirche
war erfüllt von diesen Reden über den großen und vielleicht
den größten Menschen aller Zeiten. Und wir können das wohl
durchaus bezeugen, daß Jesus ein wahrer Mensch gewesen ist,
ein Prophet, größer als Elia und Jeremia und auch größer als
Johannes, der Täufer. Wir bekennen doch mit der gesamten
Christenheit im Apostolischen Glaubensbekenntnis:
"Ich glaube, daß Jesus Christus geboren ist von der Jungfrau
Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben
und begraben".
oder wie Martin Luhter und in der Erklärung lehrt:
"Ich glaube, daß Jesus Christius wahrhaftiger Mensch ist,
von der Jungfrau Maria geboren."
Es hängt für unseren Glauben sehr viel daran, daß unser
Heiland Jesus Christus ein wahrhaftiger Mensch gewesen ist.
Aber genügt das?
Wenn dieser Jesus von Naareth nur ein Mensch gewesen wäre,
hätte er unser Erlöser und Erretter werden können?
Was für eine Antwort gibt nun Petrus auf die Frage, wer
Jesus sei?
Er antwortet:
"Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn."
In der Tat iast das das Entscheidende in unserm christlichen
Glauben, daß dieser Mensch Jesus von Nazareth, dieser
Prediger und Wanderprediger Jesus
"der Sohn des lebendigen Gottes ist."
Es hat zu allen Zeiten große und bedeutende Menschen
gegeben. Viele wirkliche Propheten sind ebenfalls schon über
diese Erde gegangen. An Religionen und Stiftern haben wiur
bis auf den heutigen Tag keinen Mangel gehabt.
Und die vielen Menschen, die die Welt verbessern wollen,
können wir schon gar nicht mehr zählen, soviele gibt es
bereits.
Aber ist das nicht das Ausweglose und Dunkle für uns
Menschen, daß uns Hilfe von einem Menschen nicht mehr
gegeben werden kann.
All die vielen Religionsstifter, die Weltverbesserer, die
großen und bedeutenden Menschen und auch die Propheten sind
nur verlorene Menmschen wie du und ich, wenn nicht die Hilfe
von einer ganz anderen Stelle kommt, von Gott selbst.
Und diese Hilfe ist nun wirklich von Gott selbst gekommen.
Gott sandte seinen Sohn auf diese Erde in der Gestalt des
Menschen Jesus von Nazaareth.
Gott ließ Weihnachten auf dieser Erde werden. Er wurde ein
Mensch wie du und ich:
"Also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen eigenen Sohn
gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren
werden, sondern das ewige Leben habe."
Darum bekennt die christliche Kirche mit dem Apostel Petrus:
"Ich glaube, daß du bist Christus, des lebendigen Gottes
Sohn."
Wenn wir uns dieses Bekenntnis einmal genau ansehen, dann
können wir nichts anderes als feststellen:
Es ist einfach ungeheuerlioch, zu sagen, daß dieser Mensch
Jesus von Nazareth Gottes Sohn ist.
Wie wollen und können wir das beweisen?
Was sagen wir Leuten, die von uns behaupten, in unserem Kopf
muß etwas nicht in Ordnung sein.
Und beachten wir, daß damals sogar die frommen Menschen
diesen Jesus von Nazareth deswegen verurteilt und ermordet
haben, weil er selbst von sich bezeugt hat, daß er Gottes
Sohn sei.
Wir können es nicht aus eigener Kraft glauben, daß Jesus
Gottes Sohn gewesen ist und damit auch unser Heiland. Wir
bekennen mit Martin Luther:
"Ich glaube, das ich nicht aus eigener Vernunft und Kraft an
Jesus Christus, meinem Herrn, glauben oder zu ihm kommen
kann."
Wo es je Menschen gegeben hat, die an Jesus als dem Sohne
Gottes glaubten, wo je und dann eine christliche Kirche
offen vor die Welt getreten ist und bekannte, daß sie an den
Jesus glaubte, der der Sohn Gottes gewesen ist, da geschah
es nicht deshalb, weil sie es bewiesen bekommen haben oder
beweisen wollten, sondern da geschah es deswegen, weil Gott,
der Herr, es selbst den Christen und der Kirche ins Herz
gegeben hat.
Wo geglaubt wird, daß Jesus der Heiland der Welt ist, da
wird gleichzeitig bekannt, daß Jesus der Sohn Gottes ist.
Und da ist das geschehen, daß Gott selbst den Menschen
diesen Glauben geschenkt hat, diesen Glauben, der unsere
Seligkeit bedeutet:
"Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart, sondern mein
Vater im Himmel, sagt Jesus zu Petrus."
Wo Menschen unter uns sind, die glauben, daß Jesus Christus
vom Himmel auf die Erde als der Sohn Gottes in unsere ganze
Niedrigkeit gekommen ist, da ist ein Wunder geschehen,
nämlich dieses Wunder, daß Gott uns zu diesem Glauben
hingeführt hat.