1 Außergewöhnliche Gottesd.- 22b
Lugar/Ort:Aldea Protestante

Fecha/Datum:27/11/1955
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:Jugendtreffen - Gottesdienst
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Sacharja 9, 9
Skopus: "Dein König ist auf dem Wege zu dir.
1 Außergewöhnl.Gottesd. 22b -Jugendtreffen-Sacharja 9,9
"Aber du Tochter Zion, freue dich sehr, und du Tochter
Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein
Gerechter und ein Helfer."

Wir alle spüren es es diesem Prophetenwort ab, daß es nur
gelesen und gehört werden kann mit einer großen Freude im
Herzen.
Mit diesen Worten:
"Aber du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du Tocher
Jerusalem, jauchze!"
sind wir alle miteinander gemeint. Wir werden aufgefordert,
an diesem Jugendtreffen, an diesem 1. Advent, nicht traurig
mit einem langen Gesicht herumzulaufen, sondern wir werden
durch das Wort Gottes aufgefordert, alles das, was uns schon
als junge Menschen Kummer und Sorgen machen könnte, was uns
als ältere Menschen, in große Nöte hineinziehen will,
abzuwerfen und nur eines zu kennen, und nur nach einem zu
trachten, daß diese große Freude in unser Herz einzieht, die
Freude, von der die Heilige Schrift hier sagt:
"Aber du Tochter Zion, freue dich sehr, und du Tochter
Jerusalem, jauchze!"
Selbstverständlich wird uns auf alle mögliche Art und Weise
Freude versprochen, und manches, was uns versprochen wird,
ist der größte Betrug. Manchmal versuchen wir, uns selbst
Freude zu schaffen und wir mühen uns ab und trachten danach,
die Freude zu gewinnen und dann müssen wir doch immer wieder
feststellen, die rechte Freude war es doch nicht. Alles
hatte im letzten Grunde einen bitteren Nachgeschmack. Und wo
gäbe es auf dieser Erde eine Freude, die nicht dann doch uns
zur Langeweile, zum Unbefriedigtsein führt. Vielleicht ist
uns hier und da durch unsere Eltern oder Großeltern erzählt
worden, daß gerade die vor uns liegende Advents- und
Weihnachtszeit eine Freudenzeit sein soll.
Aber was uns da als Freuden angepriesen wurde, erfüllte
unser Herz doch nicht mit der Freude, nach der wir
ausschauten.
Was ind schon die wenigen Advents- und Weihnachtslieder, die
wir hier kennen. Was sind schon die Geschenke, die wir
Weihnachten schenken oder auch erhalten? Was ist schon der
Weihnachtsbaum, den wir vielleicht mühselig nach deutschem
Vorbild zurechtzimmerten?
Nein, das alles ist doch zu wenig, um uns so recht von
Herzen mit Freude zu füllen.
In der Zeit meines Hierseins, ist mir in ganz besonderer
Weise in den verschiedenen Gemeinden aufgefallen,, daß
gerade unter euch, jungen Menschen, viele Mädchen und Jungen
herumlaufen mit einem verbissenem und versteinertem Gesicht,
sodaß man manchmal den Eindruck haben könnte, der junge
Mann, der vor einem steht, ist eigentlich ein Greis. Das
junge Mádchen, das vor einem steht, ist bereits eine alte
Frau von 70 Jahren. Die Freude scheint oft verschwunden zu
sein.
Nun bietet uns Gott hier eine Freude an, von der er sagt,
daß diese Freude, diee er uns schenken will, niemalls einen
bitteren Nachgeschmack hat, sondern Freude bleibt immer und
ewig. Und diese Freude will er uns, ganz gleich, ob jung
oder alt, schenken:
"Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein
Helfer."
Diese große Freude will Gott uns schenken, indeme er seinen
Sohn Jesus Christus auf diese Erde schickte.
Nun sagt uns unser Text hier, daß Jesus Christus ein König
ist.
Wir alle wissen als Menschen, die zur Evangelischen Kirche
gehören, von diesem Jesus. Wir wissen, daß er zu Weihnachten
in einem Rancho zu Bethlehem geboren wurde, daß er auf
dieser Erde lebte wie jeder andere Mensch auch. Und dann
fing er an, in einer ganz neuen Weise, vom Himmelreich zu
reden und wie er dann Kranke gesund und Tote wieder lebendig
machte. Wir wissen von ihm, daß dann ganz besonders die
frommen Menschen, aber auch die Heiden und Ungläubigen, ihn
auf eine ganz schmähliche Art zu Tode gequält und gemartert
und danns schließlich am Kreuz auf Golgatha ermordet haben.
Wir wissen aber auch, daß trotzdem Gott seinen Sohn vom Tode
hat auferstehen lassen. Aber das wissen wir nur in den
seltensten Fällen, daß Gott Jesus Christus seitdem zum König
und Herrn über Himmel und Erde gesetzt hat, Jesus Christus
ist der König des Himmels und der Erde. Alles hat Gott
seinem Sohn übergeben. Er entscheidet darüber, ob diese Welt
weiter ihrem Untergang entgegenschreitet, oder ob dieser
Welt noch eine Gnadenfrist gesetzt ist. In seiner Hand liegt
es, ob wir noch diesen Tag und noch weitere Tage leben
werden oder ob man uns schon in kurzer Zeit auf den Friedhof
bringt.
Jesus Christus, der König ist es, der die irdischen
Machthaber hinwegfegt und andere auf den Tron hebt. Er ist
der, der entscheidet, ob dein Vater im Himmel zu dir sagt:
Du bist mein liebes Kind!
oder ob er dir zuruft:
Hinweg mit dir. ich kenne dich nicht!
Unserem Herrn und König Jesus Christus ist von seinem Vater
Himmel und Erde anvertraut. Er ist der König der ganzen
Welt.
Jetzt heißt es aber noch in unserem Wort:
"Siehe, dein König kommt zu dir."
Dieser König will nicht weitab von uns wohnen, in einem
Palast, in einem Regierungsgebäude, da nur wenige
Auserwählte eintreten können, nein, der König Jesus Christus
will dein ganz persönlicher Helfer sein. Er will ganz
persönlich gerade zu dir kommen. Er, der König, er, der
Herr, steht jetzt vor dir und fragt dich:
Willst du mich empfangen? Willst du mein Untertan sein?
Willst du mein Kind sein:
"Siehe, dein König kommt zu dir."
Wer das aus dem Munde Gottes gehört hat, der kann wirklich
in seinem Leben nicht traurig sein, kann sich nur freuen,
daß sich der Sohn Gottes nicht geschämt hat, auch bei dir
anzuklopfen; der kann nicht mehr traurig sein, der kann sich
nur freuen, daß er Eigentum des Herrn sein darf, dem Himmel
und Erde gehört, dem alle Macht gegeben ist im Himmel und
auf Erden.
Und gerade die Advents- und Weihnachtszeit will dich daran
erinnern, daß du dich vorbereiten sollst auf das Kommen
deines Königs Jesus Christus.
Was bedeutet das nun für einen jeden einzelnen von uns, für
dich und fúr mich, daß Jesus Christus, dein König, zu dir
kommen will?
Was ist das, worüber du dich dann so freuen kannst?
Wer Jesus Christus als seinen Herrn und König aufnimmt, der
darf wissen, daß der mächtigste Herr, der Herr aller Herren,
hinter ihm steht und seine Hand schützend über ihn hält. Mag
in seinem Leben kommen, was da wolle, Jesus Christus ist bei
ihm und sorgt für ihn und versorgt ihn.
Wer Jesus Christus als seinen König aufnimmt, braucht sich
mit allen seinen Sorgen und Mühen und Fragen nicht mehr
herumzuquälen, sondern der darf zu Jesus Christus eilen und
alles ihm vor die Füße legen. Jesus Christus will mit dir
gehen, vom Aufstehen angefangen, auf den Acker und wo es
sonst sein mag. Und wer mit Jesus Christus geht, hat alles,
was er zum Leben braucht, hat alles, um ganz glücklich zu
sein. Darum ist es für uns die ganz große Frage, willst du
deinen Jesus Christus aufnehmen, in dein Leben mit
hineinnehmen, damit auch du ein glücklicher Mensch wirst?
"Aber du, Tochter Zion, freude dich sehr, und du Tochter
Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein
Gerechter und dein Helfer.