-6-Kirchenj. bis Ewigkeitssonntag 36
Lugar/Ort:Reffino

Fecha/Datum:22/11/1964
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Aldea Protestante, 1-11-1980
Aldea Protestante, 1-8-1965
Diamante, 4-9-1965
Paraná, 5-9-1965
Grabschental, 3-10-1965
Camarero/Puiggari, 11-2-1968
Meroú, 24-11-1968
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:Ökum. Gottesd. auf dem Friedhof
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Offenbarung 4, 1-8
Skopus: Die Gemeinde ist vor dem Thron Gottes vertreten.
"Darnach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgetan im
Himmel; und die erste Stimme, die ich gehört hatte mit mir
reden wie eine Posaune, die sprach: Steig her, ich will dir
zeigen, was nach diesem geschehen soll. Und alsobald war ich
im Geist. Und siehe, ein Stuhl war gesetzt im Himmel, und
auf dem Stuhl saß einer; und der da saß, war gleich
anzusehen wieder Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen
war um den Stuhl, gleich anzusehen wie ein Smaragd. Und um
den Stuhl waren 24 Stühle, und auf den Stüihlen saßen 24
Älteste, mit weißen Kleidern angetan. und hatten auf ihren
Häuptern goldene Kronen. Und von dem Stuhl gingen aus
Blitze, Donner und Stimmen; und sieben Fackeln mit Feuer
brannten vor dem Stuhl, welches sind die sieben Geister
Gottes. Und vor dem Stuhl war ein gläsernes Meer gleich dem
Kristall, und mitten am Stuhl und um den Stuhl vier Tiere
voll aaugen vorn und hinten. UNd das erste Tier war gleich
einem Löwen, und das andere Tier war gleich einem Kalbe, und
das dritte hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und das vierte
war gleich einem fliegenden Adler. Und ein jegliches der
vier Tiere hatte sechs Flügel, und sie waren Auen und
inwendig voll Augen und hatten keine Ruhe Tag und Nacht und
spreachen: Heilig, heilig, heiulig isat Gott der Herr, der
Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt."
Der Seher, der diese Verse geschrieben hat, läßt uns
teilnehmen an einer Vision, der er gehabrt hat. Wir dürfen
mit ihm einen Blick in den Himmel tun. Wir dürfen einen
Blick tun zu dem, der von Ewigkeit zu Ewigkeit ist, zu dem,
der alle Gewalt im Himmel und Erden fest in seiner Hand
hält.
Wir haben hier eine sehr bunte Schilderung des Himmels vor
uns. Und die Maler könnten mit dieser Schilderung herrliche
Bilder malen.
Selbstverständlich ist es nun, daß einmal die Herrlichkeit
des Himmels mit unseren menschlichen Worten zu beschrieben
unmöglich ist. Wir fangen dabei an zu stottern. Und jede
Zeit stottert auf ihre Weise.
Wenn wir heute mit unseren Worten die Herrliochkeit des
Himmels beschrioeben würden, würden wir es anders tun als
der Seher Johannes.
Aber auch unsere Beschreibungen des Himmels würden die
Wirkjlichkeit nicht treffen, sondern nur ein Gestammel
bleiben.
Viele unserer Lieder, die die Ewigkeit besingen und die wir
bei Beerdigungen benutzen, sind solch ein Gestammel und
Gestotter.
Darum ist es für uns wichtig, daß wir uns nicht übermäßig
srtark bei solch einem Gestotter aufhalten, sondern das
Entscheidende sehen. Auf dieses Entscheidende kam es auch
dem Seher Johannes an, der in seiner Zeit die christliche
Gemeinde trösten wollte, die in den Christenvberfolgungen
Grausames durchzumachen hatten.
Das Entscheidende hier in unseren Versen ist zuerst die
Botschaft, daß Gott allein seine Herrschaft über alle
ausübt.
Auch wenn es so aussieht, als ob andere Mächte und Gewalten,
wie zum Berispiel der Tod, der einen lieben Menschen von
unserer Seite gerissen hat, die Herrschaft über diese Welt
und über uns an sich gerissen haben, GOTT ALLEIN IST DER
MÄCHTIGE.
Dieses zu wissen, ist das nicht Trost genug?
Darum brauchen wir uns um unsere Toten auch keine Sorgen
machen, ihre Zyukunft und die der ganzen Welt liegen allein
in Gottes Hand.
GOTT SITZT IM REGIMENTE UND FÜHRET ALLES WIOHL.
Das zweite Entscheidende, das hier zum Ausdruck gebracht
wird, ist dieses:
Das Volk Gottes hat eine ständige Verbindung mit Gott in der
Ewigkeit.
Das wird in der Vision durch die Darstellung der 24 Ältesten
vir dem Thron Gottes sichtbar.
Gott ist der Herr dieser Welt. Besonders aber können wir
sagen:
Er ist der Herr seiner Kinder, der Herr seiner Gemeinde.
Mögten schwere Zeiten, Verfolgungen, Trübsale und Nöte über
uns hereinbrechen, vernichtet werden aber kann sie nicht.
Die Gemeinde Gottes ragt bis in den Himmel hinein. Sie ist
bereits heute vor Gott in der Ewigkeit vertreten. Weil das
so ist, kann an einer anderen Stelle bezeugt werden:
"Nicht einmal die Hölle wird diese Gemeinde Gottes besiegen
können."
Als Glieder dieser Gemeinde Gottes wissen wir darum, daß
auch wir vertreten sind bei Gott, als Lebende und als Tote.
Und als Lebende und als Tote und stehen dadurch als Lebende
und als Tote in ständiger Verbindung mit Gott, durch Jesus
Christus, unserem Herrn.
Darum konnte der Apostel sagen:
"Leben wir, so leben wir des Herrn; sterben wir, so sterben
wir des Herrn. Darum, wir leben oder sterben, so sind wir
des Herrn."
Weil wir diese ständige Verbindung zum Himmel haben, zu dem,
der Himmel und Erde in seiner Hand hält, haben wir eine
Stelle, wo wir alle unsere Nöte und Ängste und Probleme
abaladen können, auch alle Fragen, die zusammenhängen mit
dem Tode, mit unserem eigenen Tode und mit dem unserer
LIeben, die wir hier oder auf einem anderen Friedhof haben
beerdigen müssen.
Gott, der Herr, hält seine schützende Hand über uns, die wir
zu ihm gehören, als Lebende und als Tote.
Wie heißt es in einemn Liede:
"Es kann uns nichts geschehen, als was Gott hat ersehen und
was uns dienlich ist."
Dieses gilt auch, wenn der Tod in unser persönliches Leben
oder in das unserer Lieben, Freunde und Bekannten eintritt.
Und das, was einmal am Ende der Tage, wenn die Ewigkeit mit
voller Macht
in diese Welt und Zeit einbricht, Wirklichkeit wird. das
beginnt schon heute vor dem Thron Gottes, der Lob
der ganzen Schöpfung vor Gott, dem Schöpfer, und seine
ANbetung.
"Die Himmelswesen und die 24 Älteste fielen vor dem Thron
Gottes nieder und sprachen: Herr, du bist würdig, zu nehmen
Preis und Ehre und Kraft, denn du hast alle Dinge
geschaffen, und durch deinen Willen haben sie das Wesen und
sind geschaffen."
Wichtig für uns ist das, was im nächsten Kapitel der
Offenbnarung steht.
Gott, der Allmächtige, auf seinem Thron, Hat eine Gestalt,
die wir mit unseren irdischen Augen bereits erkennen können.
Bei dieser Gestalt sind wir nicht auf Stottern angewiesen.
Diese Gestalt, die wir sehen, die wir auf den Thron Gottes
schauen, ist der gekreuzigte ubnd auferstandene Herr und
Heiuland Jesus Christus, das wahrthaftige Lamm Gottes, das
der Welt Sünde trägt.
Jesus Christus, an den wir als unseren Herrn und Heiland
glauben, ist gl;eichzeitig der, der auf dem Thron Gottes
sitzt und heute schon die Herrschaft über die gaqnze Welt,
über Himmel und Erde und über uns Menschen als Lebvende und
Tote fest in seiner uns liebenden Hand hält.
Ist das, was in usneren Versen zuerst in den schweren
Christenverfolgungen durch die römischen Kaiser, den
leidenden Christen und Gemeinden als Trost und Kraft und
Hilfe verkündigt wurde, nicht auch f":ur uns die
entscheidende Hilfe, wenn Leid und Angst und Not durch den
Tod über uns hereinbrchen?
"Ewigkeit, in die Zeit, leucxhte hell herein,
daß uns werde klein das Kleine und das Große groß erscheine,
selge Ewigkeit."
Durch den Blick in den Himmel erkennen wir also:
Gott übt seine Herrschaft aus und hat das letzte Wort über
einen jeden einzelnen von uns. Und das Volk Gottes hat eine
ständige Verbindung mit Gott im Himmel.
So sind wir in dieser Weise als Tote und Lebende miteinander
verbunden.