-4-Kirchenjahr bis Pfingsten 37
Lugar/Ort:Meroú

Fecha/Datum:15/05/1966
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Aldea Protestante, 19-5-1966
Galarzas, 22-5-1966
Col. Esperanza, 22-5-1966
Reffino, 26-5-1968
Diamante, 10-5-1969
Camarero/Puiggari, 11-5-1969
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:Himmelfahrt des Herrn
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Kolosser 3, 3-4
Skopus: Jesus bleibt Sieger
-4- Kirchenjahr bis Pfingsten 37 -Kolosser 3, 3-4
"Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit
Christo in Gott. Wenn aber Christus, euer Leben, sich
offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit
ihm in der Herrlichkeit."

Gott hat Jesus von Nazareth zum Herrn und Christus gemacht.
Er hat es vor aller Welt dokumentiert, daß der, der um
unsretwillen gekreuzigt wurde und auferstanden ist, zum
Herrn des Himmels und der Erde gemacht wurde. Er hat ihm
alle Macht und Gewalt gegeben. Alles liegt zu seinen Füßen.
Das ist die Botschaft der christlichen Kirche von Anfang an,
die besonders aber an den Himmelfahrtstagen verkündigt wird.
Diese Himmelfahrtsbotscvhaft kann in mannigfaltigster Weise
entfaltet werden.
Unser heutige Text zeigt, wie dieser Herr Himmels und der
Erde der Herr unseres Lebens, der Herr deines und meines
Lebens, sein will.
Jesus Christus hat, als er seine Herrschaft antrat, seine
Hand nach uns ausgestreckt und uns für sich reklamiert, uns
ganz für sich beschlagnahmt.
In der Taufe griff er zum ersten Mal in unser Leben ein,
rief uns und befahl uns zu sich:
Du, gerade du, gehörst zu mir.
Wir gehören nun ihm ganz mit Leib und Seele, mit Hab und
Gut, mit allem, was wir sind und was wir haben. Wir gehören
dem, der zur Rechten Gottes Himmel und Erde beherrscht. Nun
gilt es für uns, im näher zu kommen:
"Trachtet nach dem, was droben ist, da Jesus Christus sitzet
zur Rechten Gottes."
Das bedeutet einmal, daß wir bei ihm, dem Herrn unseres
Lebens, zum Befehlsempfang erscheinen und fragen:
"Herr, was willst du, daß ich tun soll?"
Ohne dieses Stillewerden vor ihm -wir nennen es Gebet-,
können wir nicht erfahren, was der Herr von uns will.
Wir werden alle recht herzlich eingeladen, vor unserem Herrn
Tag für Tag zu erscheinen, um ihn zu fragen, was wir tun
sollen. Wenn wir das wirklich tun, und wir dürfen es zu
jeder Zeit tun, am Morgen, bei der Arbeit, beim Ausruhen,
beim zu Bett gehen, vor schweren Entscheidungen, in Fällen,
da wir nicht ein- noch aus wissen, wenn wir wirklich das
tun, dann erhalten wir auch eine klare Antwort. Er wartet ja
direkt auf uns, um uns seine Befehle und Aufträge zu geben.
Er will ja mit uns und durch uns seine Herrschaft ausüben.
Wir sollen und wir dürfen seine Diener sein. Der Herr sagt
uns in klarer Weise, was er von uns erwartet. Er kann es
schon direkt während des Gebetes tun. Aber normalerweise
erhalten wir die Antwort durch sein Wort der Heiligen
Schrift in der Predigt des Gottesdienst oder beim Lesen
eines Andachtskalenders.
Vergessen wir es ja nicht, er erwartet von uns allen nicht
das Gleiche, sondern er setzt uns an der Stelle ein, an der
er uns gebrauchen kann und zu der wir die nötigen
Fähigkeiten und Möglichkeiten haben.
Wie notwendig ist es doch da, auf diese Antwort im Worte
Gottes Gottes zu achten.
Das Entscheidende ist und bleibt allerdings, daß wir, die
Diener des Herrn, nun auch hingehen und das ausführen, was
uns der Herr zu tun befiehlt.
Der Herr erwartet von uns einen treuen Gehorsam.
Unser Gehorsam als seine Diener ist deshalb so wichtig, weil
unser Herr ja durch uns seine Herrschaft über diese Welt
ausrichten will. Durch uns soll unsere Umgebung etwas von
der Wirklichkeit des Reiches Gottes merken. Durch uns soll
unsere Umgebung eingeladen werden, auch Diener diesen einen
Herrn zu werden; an uns soll sie merken, daß es das größte
Glück eines Menschen ist, in der Gefolgschaft dieses einen
Herrn seine Lebensaufgabe zu erfüllen.
Indem wir zu diesem Gehorsam gegenüber unserem Herrn, der
Himmel und Erde in seiner Hand hält, bereit sind, helfen wir
mit, Siege auf Siege für die Königsherrschaft Jesu Christi
zu erringen.
Aber nicht nur das, daß wir durch unseren Gehorsam mithelfen
am Bau des Reiches Gottes mitten in dieser unseren Welt, wir
nähern uns selbst dadurch auch unserem Herrn, wir werden ihm
ähnlicher, ihm
"der gehorsam war bis zum Tode am Kreuz."
Bei dem allen wissen wir, daß wir auf ein ganz bestimmtes
Ziel lossteuern.
Die Königsherrschaft Jesu Christi ist heute nur sichtbar und
erkennbar bei denen, die selber zu ihm gehören.
Wir eilen dem Ziele zu, da vor aller Welt es offenbar wird,
wer Jesus Christus ist. Er wird von Freund und Feind dann
nicht nur als Herr aller Herren erkannt werden, sondern auch
angebetet werden müssen.
Allerdings kommt alles darauf an, daß wir zu denen gehören,
die schon hier zu dieser Zeit seine Diener waren, denen er
der Herr war. Dann bei der Erreichung des Zieles werden nur
diese seine Diener mit ihm in ewiger Freude und
Herrlichkeiut vereinigt sein.
"Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann
werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in ewieger
Herrlichkeit."
So bezeugt uns diese Himmelfahrtsbotschaft, daß der Herr
Himmels und der Erden, Jesus Christus, in der Taufe seine
Herrschaftshände auch nach uns ausgestreckt hat, um uns in
seinem Reiche als seine Diener zu gebrauchen. Wir werden
aufgefordert, seine Befehle zu empfangen und sie auszuführen
und damit Zeugnis vom Reiche Gottes und seinem Herrn
abzulegen, bis am Ende der Tage die ganze Welt zu seinen
Füßen liegen wird. Den einen wird dieses Ende Verderben
bedeuten, seinen Dienern, also uns, ewige Herrlichkeit;
"Daß Jesus siegt, bleibt ewig ausgemacht, sein wird die
ganze Welt."