-3-Kirchenjahr bis Karfreitag 35
Lugar/Ort:Aldea Protestante

Fecha/Datum:15/03/1969
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Camarero/Puiggari, 3-4-1969
Aldea Protestante, 20-4-1973
Paraná, 20-4-1973 -Kranken-Hausgottesdienst Meier
Reffino, 20-4-1973
Meroú, 9-7-1974 -Kranaken-Hausgottesdienst Wolf
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:2. Passions-Andacht
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Lukas 22, 15
Skopus: Passahlamm und Jesu Kreuzestod
-3- Kirchenjahr bis Karfreitag 35 -Lukas 22. 15
"Jesus sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies
Passahlamm mit euch zu essen, ehe denn ich leide."

In unseren Texten haben wir heute ganz besonders von der
Einsetzung des Heiligen Abendmahls gehört. Villeicht können
wir die Bedeutung des Abendmahls beser verstehen, wenn wir
wissen, worin dieses Abendmahl seinen Ursprung hat. Das
Wort, das ich gerade gelesen habe, weist auf diesen Ursprung
hin:
"Jesus sprach zu seinen Jüngern: Mich hat herzlich verlangt,
das Passahlamm mit euch zu essen, ehe denn ich leide."
Wie kam es im Volk Israels zu diesem Passahfest? Es lebte in
Ägypten, von den Ägyptern versklavt und geknechtet. Nun ist
die Stunde der Befreiung gekommen. Das Volk soll wieder
zurückkehren in sein eigenes Land. Rs soll sich vor der
Auswanderung noch einmal in alter Weise stärken. Auf der
Wanderschaft wird das nicht mehr möglich sein bis das Volk
wieder im Lande Kanaan seßhaft geworden ist.
Zu der normalen Nahrung eines Hirtenvolkes gehört eben ein
ordentlicher Schafsasado.
Nun traten die vielen Schwierigkeiten ein, die immer weiter
den Termin der Ausreise verschoben oder sie sogar ganz
unmöglich machen wollten. Es war die Weigerung der Ägypter,
die Kinder Israel auswandern zu lassen. So billige
Arbeitssklaven wollen sie nicht verlieren. Das ging solange,
bis Gott eingriff und die Ägypter zwang, die Kinder Israel
freizugeben. Schwere Strafgerichte kamen über die Ägypter,
das letzte Strafgericht ging über alle erstgeborenen
Lebewesen in diesem Lande, nur die Kinder Israels blieben
von diesem Strafgericht Gottes verschont. Und zwar geschah
das in folgender Weise:
Der letzte Schafsasado vor der Auswanderung sollte
vorbereitet werden. Der Blick ging schon hin zum gelobten
Land Palästina. Als Erkennungszeichen im Strafgericht Gottes
sollte das Blut des geschlachteten Lammes dienen, daß an die
äußeren Türpfosten der Hütten der Israeliten gestrichen
werden sollte. Wir wollen einmal kurz die wichtigsten Dinge
bei dieser Passahmahlzeit aufzählen: Das Passahlamm, das
geschlachtet wurde als Zeichen dafür, daß Gott im
Strafgericht über die Ägypter die Kinder Israels verschont.
Während dieses am verstrichenen Blut des Lammes deutlich
wird, wird im gegessenen Fleisch der Aufbruch aus der
Sklaverei in die Freiheit der Kinder Gottes deutlich.
Allerdings wird es noch eine Zeit des Überganges geben, eine
Zeit der Wanderschaft, auf der sie noch manche Strapazan und
Schwierigkeiten zu überbrücken haben.
Aber diese letzte normale Mahlzeit ist die Garantie dafür,
daß die Zeit des normalen freien Lebens auch für sie, die
Kinder Gottes, im Lande Palästina kommen wird, daß sie
wieder im Lande der Freiheit in normaler Weise sich zum
normalen Essen eines Schafsasados werden sammeln können.
Aus dieser damaligen einmaligen Handlung wurde später zur
Erinnerung an das gnädige Handeln Gottes ein Kult, ein
Gottesdienst:
Das Passahfest, mit dem geschlachteten und gebratenen
Passahlamm im Mittelpunkt.
Und dieses Passahfest feiert auch Jesus von Nazareth und
beim letzten Passahfest vor seinem Tode weist er auf sich:
So wie das Passahlamm mit seinem Blut die Verschonung der
Israeliten im Strafgericht Gottes über die Ägypre bedeutet,
so bedeutet mein Kreuzestod für euch die Verschonung im
letzten Strafgericht Gottes. Mein Körper wird dahingegeben
wie der Körper eines Lammes, zur Erinnerung , daß ihr einst
am Tisch Gottes, woher ihr gekommen seid, durch Jesus
Christus wieder Gottes Hausgenossen, Gottes Kinder, sein
dürft.
Der Weg aus der Sklaverei dieser Welt in die Freiheit der
Kinder Gottes hat begonnen.