-3-Kirchenjahr bis Karfreitag 19
Lugar/Ort:Aldea Protestante

Fecha/Datum:07/04/1960
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Aldea Protestante, 8-4-1965
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:5. Passions-Andacht
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:2. Mose 12, 1 - 14
Skopus: "Blut des Lammes - Blut Jesu Christi
-3- Kirchenjahr bis Karfreitag 19 - 2.Mose 12,1-14
"Der Herr aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland:
Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm
sollt ihr die Monate des Jahres anheben. Saget der ganzen
Gemeinde Israel und sprecht: Am zehnten Tag dieses Monats
nehme ein jeglicher ein Lamm, wo ein Hausvater ist, je ein
Lamm zu einem Haus. Wo ihrer aber in einem Hause zu einem
Lamm zu wenig sind, so nehme er's und sein nächster Nachbar
an seinem Hause, bis ihrer so viel wird, daß sie das Lamm
aufessen können. Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen,
daran kein Fehl ist, ein Männlein und ein Jahr alt; von den
Schafen und Ziegen sollt ihr's nehmen und sollt's behalten
bis auf den vierzehnten Tag des Monats. Und ein jegliches
Häuflein im ganzen Jahr Israel soll's schlachten gegen
Abend. Und sollt von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an
der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den
Häusern, darin sie es essen. Und sollt also das Fleisch
essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und
ungesäuertes Brot, und sollt es mit bitteren Kräutern essen.
Ihr sollt es nicht roh essen noch mit Wassr gesotten,
sondern am, Feuer gebraten, sein Haupt mit seinen Schenkeln
und Eingeweiden. Und sollt nichts davon übriglassen bis
morgen; wo aber etwas übrigbleibt bis morgen, sollt ihr's
mit Feuer verbrennen. Also sollt ihr's aber essen: Um eure
Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an euren
Füßen haben und Stäbe in euren Händen, und sollt's essen,
als die hinwegeilen; denn es ist des Herrn Passah. Denn ich
will in derselben nacht durch Ägyptenland gehen und alle
Erstgeburt schlagen in Ägytenland, unter den Menschen und
unter dem Vieh, und will meine Strafe beweisen an allen
Göttern der Ägypter, ich, der Herr.
Und das Blut soll euer Zeichen sein, an den Häusern, darin
ihr seid, daß, wenn ich das Blut sehe, ich an euch
vorübergehe und euch nicht die Plage widerfahre, die euch
verderbe, wenn ich Ägyptenland schlage. Ihr sollt diesen Tag
haben zum Gedächtnis und sollt ihn feiern dem Herrn zum
Fest, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise."

Das Volk Israel, das alte Volk Gottes, sitzt in der
Knechtschaft und Sklaverei im Land Ägyptens. Gott hat den
Entschluß gefaßt, sein Volk zu befreien und es
zurückzuführen in das gelobte Land.
Das Volk der Ägypter mit seinem König will die Kinder Israel
nicht ziehen lassen. Wer sollte sonst die ganze
Sklavenarbeit für sie tun? Gott aber schlägt dieses Volk der
Ägypter mit schweren Plagen. Aber es nutzt nichts.
Da holt Gott zum letzten schweren Schlag aus. Und dieses
letzte furchtbare Gericht über die Ägypter wird die
Befreiung der Kinder Gottes bringen.
Dieses furchtbare Dreinschlagen Gottes bedeutet, daß alle
erstgeborenen Söhne der Familien und alles männliche
erstgeborene Vieh getötet wird. Ein Engel Gottes geht von
Haus zu Haus und führt dieses Strafgericht Gottes durch.
Wie sollen nun die Kinder Israels, die ja mitten unter den
Ägypter wohnen, vor diesem Strafgericht Gottes verschont
bleiben?
Der Hausvater der isralitischen Familien, so haben wir es in
unserem Text gehört, soll ein junges Schaf schlachten, ein
Lämmlein, und soll mit dem Blut des geschlachteten Lammes
die Türpfosten bestreichen.
Der Engel, der das Strafgericht vollzieht und von Haus zu
Haus geht, wird an dem Zeichen des Blutes draußen an der
Tür, erkennen:
Hier wohnen Kinder Gottes.
Und wird mit der Strafe vorüberziehen. Sie bleiben
verschont. Nun wissen wir, wie das Leiden und Sterben Jesu
Christi verglichen werden kann mit dem Lamm, das am großen
Versöhnungstage vom Hohenpriester geopfert wird für die
Sünden der ganzen Menschheit.
Hier in unserem Text wird von dem Blute des Lammes geredet,
das an die Tür gestrichen wird, damit das Strafgericht
Gottes vorübergehe am Volk Gottes.
Wenn wir unsere vielen Passionslieder betrachten, die uns
berichten von den Leiden und vom Sterben unseres Heilandes
Jesus Christus, dann finden wir in ihnen immer wieder die
große Bedeutung des Blutes Jesu Christi. Wir finden die
Erwähnung des Blutes aber auch noch in vielen anderen
Chorälen:
"Aus seinen Händen und Füßen strömt sein Versöhnungsblut";
"Was schadet mir des Todes Gift? Dein Blut, das ist mein
Leben";
"Wenn endlich ich soll treten ein
in dein'n ewgen Freuden,
so soll dein Blut mein Purpur sein,
ich will mich darein kleiden";
"Ach mein Herr Jesu,
wenn ich dich nicht hätte,
und wenn dein Blut nicht
für mich Sünder red'te, wo sollt ich Ärmster
unter den Elenden,
mich sonst hinwenden";
"Der Grund, da ich mich gründe,
ist Christus und sein Blut" und
"Christi Blut und Gerechtigkeit,
das ist mein Schmuck und Ehrenkleid,
damit will ich vor Gott bestehn,
wenn ich den Himmel werd eingehn".
Viele Bibelstellen bezeugen es uns, daß das, was damals im
alten Volk Gottes beim Auszug aus Ägypten, das Blut des
Lammes für die Gottes Kinder bedeutet, noch vollkommener und
vollendeter geschehen ist, durch das Blut des Lammes, das
Jesus Christus heißt.
So, wie damals das alte Volk Gottes in der Knechtschaft der
Ägypter lebt, so lebt auch heute das neue Volk Gottes in der
Knechtschaft dieser Welt, der Lüste und Begierden dieser
Welt, der Mächte und Gealten dieser Welt, in der
Knechtschaft des Fürsten dieser Welt, des Teufels.
Gott hat sich aufgemacht, uns zu helfen, uns zu befreien aus
dieser Knechtschaft.
Aber diese Welt, die uns gefangen hält, will uns nicht
loslassen. Unzählig sind bereits die Plagen, die über diese
Welt des Bösen gegangen sind. Aber immer noch hält sie uns
als Kinder Gottes fest. Doch wird auch für uns der Tag der
Freiheit schlagen, da wir eingehen dürfen zum Vater im
Himmel, in das Reich der Freuden.
Zuvor allerdings wird Gott zum letzten Schlage ausholen
gegen diese böse Welt, die uns gefangen hält. Schwere
Gerichte werden über sie hinwegbrausen, bis hin zum Jüngsten
Gericht, zum letzten Gericht mit ewiger Verdammung.
Wie werden die Kinder Gottes in diesem furchtbaren Gericht
vor dem Zorn Gottes bewahrt?
Das Blut Jesu Christi, das für uns auf Golgatha geflossen
ist, ist der Ausweis für uns, daß wir Kinder Gottes sind, an
denen das furchtbare Gericht vorübergeht und sie nicht
trifft.
Gott verschont uns im Gericht. Nicht nur das, sondern er
Führt uns durch alle Gerichte hindurch zur ewigen
Herrlichkeit, da wir frei sind von aller Knechtschaft dieser
bösen Welt, frei sind für Gott, ihn zu loben und zu preisen
und ihm zu danken.
1. Petrus 1, 2
"Und wisset, daß ihr nicht mit vergänglichem Silber oder
Gold erlöst seid von eurem eitlen Wandel nach väterlicher
Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als einens
unschuldigen und unbefleckten Lammes."
"Christi Blut und Gerechtigkeit,
das ist mein Schmuck und Ehrenkleid,
damit will ich vor Gott bestehn,
wenn ich in den Himmel werd eingehn."