-1-Kirchenjahr bis Weihnachten 075
Lugar/Ort:Aldea Protestante

Fecha/Datum:24/12/1960
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Meroú, 25-12-1960
Camarero, 23-12-1962
Reffino, 25-12-1962
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:Weihnachtsfeier
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Micha 5, 1
Skopus: Das Kind in der Krippe-einzige Hilfe für uns
-1-Kirchenjahr bis Weihnachten 75 - Micha 5, 1
"Und du, Bethlehem Ephrata, die du klein bist unter den
Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel
Herr sei, welches Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her
gewesen ist."

Jedes Jahr aufs neue kommen wir zusammen, um dieses Fest der
Weihnacht, um dieses Christfest, zu feiern. Trotz des
feierlichen und festlichen Rahmens wird es uns sicherlich
bereits einmal deutlich geworden sein, daß es bei diesem
Feste eigentlich garnicht um das äußere Drum und Dran geht,
sondern um ein kleines Kindlein.
Die Mitte, das Zentrum, des Christfestes ist das Kindlein
Jesus, daß da in aller Not, heimatlos, in einem Rancho zur
Welt kam.
Wir könnten schon fragen, was ist das für eine besondere
Sache, daß ein Kindlein geboren wurde?
Sind nicht seitdem bereits wieder Abermillionen von Kindern
geboren worden, für die es kein besonderes Fest gibt und um
die sich niemand gekümmert hat?
Ja, es ist schon etwas Besonderes um diese Geburt bei
Bethlehem, wenn es auch so aussieht, als ob das alles, was
dort geschah, eine alltägliche Sache ist, besonders heute,
wo viele Millionen von Menschen als Flüchtlinge sich auf den
Straßen der Welt aufhalten, vertrieben und heimatlos.
Der Mensch, der damals vor 2.000 Jahren das Licht der Welt
erblickte, ist der Herr und König des Himmels und der Erde.
Er war es nicht nur, sondern er ist es auch noch heute bis
auf diesen Tag. Er ist aber gleichzeitig heute noch der,
durch dessen Hilfe wir alle miteinander wieder Gottes Kinder
werden dürfen; wir, die wir immer wieder neu uns auf dem
Wege befinden, weg von Gott.
Vor einigen Jahren gab es eine Zusammenkunft der meisten
christlichen Kirchen der Welt. Sie stand unter dem Motto,
unter dem Wort:
"Jesus Christus - die einzige Hoffnung für die Welt!"
Diese Christen aus den vielen Kirchen und fast allen Ländern
der Erde wußten es, daß dieser Jesus Christus noch heute
Herr und König Himmels und der Erden ist. Sie sahen die
Welt, in der wir alle leben. Wie ist diese unsere Welt doch
bereits durcheinander geraten! Auf der einen Seite solche
technischen und wissenschaftlichen Fortschritte, wie wir sie
niemals für möglich gehalten haben. Bald wird der Traum der
Menschheit Wirklichkeit, bis hin zum Mond und den Sternen zu
fliegen. Kräfte der Natur, die eine Gewalt haben, die die
Erde auseinanderbrechen lassen können, haben wir entdeckt
und sind in der Lage, diese Naturgewalten freizulegen.
Auf der anderen Seite aber sind wir als Menschen und auch
als Völker und Staaten in solch einen gegenseitigen
fanatischen Haß hineingerannt, daß wir die Errungenschaften
der Wissenschaften nicht gebrauchen, um unser Leben
angenehmer und schöner zu gestalten, sondern um uns das
Leben immer schwerer zu machen und um uns selbst zu
vernichten.
Wenn es so weiter geht, dann werden wir uns Menschen selbst
ausrotten und die Erde zerstören.
Gibt es überhaupt noch einen Ausweg aus dieser
hoffnungslosen Lage? Jedenfalls nicht von unserer Seite.
Wenn es noch eine Hilfe für uns Menschen des neuen
Atom-Zeitalters geben soll, dann kann es ausschließlich und
allein nur die Hilfe sein durch den, der damals vor 2.000
Jahren dort in dem Lande Palästina geboren wurde, das Kind
in der Krippe, dieser Jesus von Nazareth.
Dieses Kind, das heute Herr und König der Welt ist, ist die
einzige noch übriggebliebene Hoffnung für unsere Welt, die
ihrem Ende zusteuert. Wie recht haben die Christen aus allen
Ländern der Erde das erkannt.
Er ist aber auch die einzige Hoffnung für unser persónliches
Leben, das durch unsere Bosheit gegen Gott und gegen unsere
Mitmenschen ebenfalls in Unordnung geraten ist und immer
wieder in Unordnung zu geraten droht.
Wie oft mögen wir schon darunter gestöhnt und geseufzt und
uns vor uns selbst geekelt haben.
Wer aber Jesus im Glauben erblickt, dort in der Krippe, da
er seinen Weg begann, um unser in Unordnung geratenes Leben
wieder in Ordnung zu bringen, der kann wieder als ein
fröhlicher Mensch durch das Leben gehen.
So ist Jesus Christus auch die einzige Hoffnung für unser
ganz persönliches Leben.
Das alles begann mit der Geburt des Jesuskindlein im Rancho
zu Bethlehem, damals vor 2.000 Jahren. Und seht einmal,
nachdem wir das immer wieder gehört haben, auch heute, wird
es uns oft so ergangen sein und auch heute noch so ergehen,
daß über uns ein ungläubiges Fragen kommt:
Sollte das denn stimmen, daß dieses Kind in der Krippe
wirklich Herr und König der ganzen Welt ist und die einzige
Hoffnung für usnere Welt, die auseinaderzubrechen droht?
Sollte das stimmen, daß durch die Verkündigung des Wortes
unseres Herrn und Heilandes Jesus Chrisrtus in den
Gottesdiensten auch unser ganz persönliches Leben wieder in
Ordnung kommen kann?
Mannigfaltig sind die Zweifel, die über uns kommen und
unseren Glauben an das Kind in der Krippe nehmen wollen und
zwar auch gerade dadurch, daß nach außen man es noch nicht
sehen kann, daß Jesus Christus der Herr der Welt ist, nicht
sehen kann, daß auch das Wort des Herrn solche Macht und
Gewalt hat.
Aber es gibt keine andere Möglichkeit, als diese
einzigartige Hilfe Gottes für uns Menschen so annehmen, wie
sie Gott uns gegeben hat, eben diese Hilfe, die im Rancho zu
Bethlehem begann.
Wir sollen keinen Anstoß nehmen an der äußeren Niedrigkeit
dieser Hilfe. Das sagt uns schon das Wort aus dem Alten
Testament, daß die Menschen des alten Volkes Gottes sich
nicht ärgern sollen darüber, daß der verheißene Messias
nicht geboren wird in einem Königspalast nahe bei Jerusalem,
sondern in einem elenden Dorf eines armen
Familiengeschlechts. In einer ärmlichen Gestalt kommt die
Hilfe zu uns, die unserer Not ein Ende macht.
"Und du, Bethlehem EpHrata, die du klein bist unter den
Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel
Herr sei."