-1-Kirchenjahr bis Weihnachten 053a
Lugar/Ort:Aldea Protestante

Fecha/Datum:04/12/1975
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Grabschental, 6-12-1975
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:1. Advents-ANDACHT 1975
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Psalm 14, 7
Skopus: Gottes Volk hat die Hilfe aus Zion nötig
-1-Kirchenjahr bis Weihnachten 53a - Psalm 14, 7
"Ach, daß die Hilfe aus Zion käme und der Herr sein
gefangenes Volk erlöste."

Oft schon haben wir die Adventszeit durchlebt, jedes Jahr
neu. Und weil wir uns und die Zeiten sich ändern,
Generationen von Menschen dahingehen und neue Generationen
geboren werden und das letzte Ziel, das Gott uns gesteckt
hat, noch nicht erreicht ist, ist es notwendig, jedes Jahr
neu auszuschauen auf das, was kommt, auf den, der kommt, auf
den Retter der Welt, auf den Heiland aller Menschen.
Durch unser heutiges Wort wird ein Aspekt des zukünftigen
Geschehens, auf das wir zugehen, auf das wir warten, zur
Sprache gebracht. Als dieses Wort aus dem Psalm 14 viele
Jahrhunderte vor Christi Geburt gesprochen wurde, lebt das
alte Volk Gottes, das Volk Isarel, in großen äußeren und
inneren Nöten und Schwierigkeiten, aus denen es keinen
Ausweg mehr sah:
"Ach, daß die Hilfe aus Zion käme und der Herr sein
gefangenes Volk erlöste."
Es klammerte sich in letzter Verzweiflung an Gott, der
seinem Volk ja von Anfang an die Hilfe versprochen hatte.
Und als Jesus von Nazareth im Stall zu Bethlehem geboren
wurde als ein Mensch, der alle Nöte und Probleme und
Schwierigkeiten eines Menschen bis hin zum Tode auf sich
nahm und dazu durch sein Tun und Handeln und Sprechen den
anderen Gottes Kindern in jeder Weise half, wurde damals der
Glaube geboren, daß dieser Jesus von Nazareth die Hilfe
Gottes für sein Volk in allen Nöten ist. Von diesem Jesus
von Nazareth wissen wir nun, daß er versprochen hat, auch in
zukünftiger Weise noch einmal in die Geschichte seines
Volkes, das jetzt die christliche Kirche, die Christenheit,
heißt, helfend einzugreifen. Und wie bitter nötig haben wir
alle, die wir uns noch Christen nennen, aber unseren Glauben
in Scheinheiligkeit, in ein bißchen Frömmigkeit und in ein
sinnloses Namenschristentum verwandelt haben und unserem
Herrn mehr Schande als Ehre oder Freude machen, wie nötig
haben wir ein neues Eingreifen dieses unseres Herrn.
Advent bedeutet, Ausschau zu halten und sich vorzubereiten
auf den, der kommt, der das Haupt seines Volkes sein will
und es auch ist.
"Ach, daß die Hilfe aus Zion käme und der Herr sein
gefangenes Volk erlöste.