-1-Kirchenjahr bis Weihnachten 047a
Lugar/Ort:Aldea Protestante

Fecha/Datum:13/12/1973
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:3. Advents-ANDACHT 1973
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Lukas 1, (11-17)
Skopus: Der Täufer verkündigt wahre Buße
-1-Kirchenj.bis Weihnachten 47a-Lukas 1,11-17
"Deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebaeren, des
Namen sollst du Johannes heissen und er wird viele zu Gott
bekehren. Er ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste,
bereitet dem Herrn den Weg. Und Johannes predigte: Sehet zu,
tut rechtschaffene Früchte der Buße, wer 2 Röcke hat, der
gebe dem der keinen hat und wer Speise hat, tue auch also.
Fordert von anderen nicht mehr, als euch zukommt.Tut niemand
Gewalt noch Unrecht. Glaubt nicht, dass ihr anders dem
zukünftigen Zorn Gottes entrinnen werdet."
Wenn die Propheten das Kommen des Messias verkündigten, dann
war diese Verkündigung immer mit der Aufforderung verbunden,
sich in besonderer Weise darauf vorzubereiten. Man
gebrauchte auch dafür den Begriff der Umkehr oder der Buße.
Die Vorbereitung bestand gerade darin, dass man den alten
falschen Weg mit der verkehrten Richtung verließ und eine
neue Richtung einschlug; daß das getan wurde, was einem
unangenehm war, was einem nicht paßte oder gegen den Strich
ging.
Und wir wissen, dass Adventszeit im Sinne der ganzen
Christenheit Vorbereitungszeit bedeutet, Vorbereitungszeit
mit dem dreifachen Imhalt:
1. Vorbereitung auf Weihnachten, auf das, was vor 2.000
Jahren geschehen ist.
2. Vorbereitung auf das Kommen Jesu heute in seinem Wort und
Sakrament als FROHE BOTSCHAFT.
3. Vorbereitung auf das Kommen Jesu im Gericht über die
ganze Menschheit.
Diese Vorbereitung soll bei uns ebenfalls dadurch geschehen,
dass wir von unseren verkehrten Wegen ablassen und den Weg
gehen, der der Weg Jesu ist, zu unserem Heil.
Was das bedeutet, können wir bei Johannes, dem Täufer,
erfahren, der ja im wahrsten Sinne des Wortes ein Mensch im
Advent gewesen ist, der nicht nur sich selbst auf den
kommenden Messias vorbereitete, sondern sogar als Vorläufer
ihm den Weg bereitete.
Er fordert nun während seiner Zeit uns Menschen geradezu
auf, Buße zu tun, umzukehren, in eine neue Richtung zu
gehen, in die auch der Erwartete gehen wird.
"Er verkündigt: Tut rechtschaffene Früchte der Buße!"
Und wie sieht diese neue Richtung aus, in die Johannes, der
Täufer,weist:
"Wer 2 Röcke hat, der gebe dem der keinen hat! Wer genug zu
essen hat, der gebe dem, der hungert oder verhungert!
Fordert von den anderen nicht mehr als euch nach den
Gesetzen zusteht! Tut nicht anderen Menschen Gewalt an, auch
nicht als Soldaten oder Polizisten! Behandelt andere
Menschen nicht wie Sklaven oder leblose Steine!"
Auf der großen Welt-Missionskonferenz in Bangkok vor wenigen
Monaten saßen die traditionellen Kirchen mit ihren Gliedern
auf der Anklagebank, gewissermaßen bereits jetzt schon im
Gericht Gottes. Sie wurden von den Vertretern der schwarzen
und gelben Christen gefragt:
Durch euch und eure Missionasarbeit haben wir unser
Heidentum aufgegeben und sind Christen geworden.Darüber sind
wir froh und dankbar. Aber wie ist es nun zu verstehen, daß,
obwohl ihr Christen sind, ihr mitgeholfen habt, daß der
weiße Mensch uns wie Sklaven behandelte und uns für nichts
arbeiten ließ. Die Weißen wurden immer reicher und wir immer
ärmer. Wir haben in der Schrift nachgeforscht und
festgestellt:
Im Sinne Jesu war es jedenfalls und ist es bis auf den
heutigen Tag nicht, wie ihr so gehandelt habt. Im besten
Fall müssen wir euch sagen, daß ihr den ganzen Christus nach
der Schrift nicht verstanden habt, tut Buße im Sinne dessen,
was der Täufer Johannes als Adventsbote verkündigt hat und
Jesus selbst auch. Dieses Reden der braunen und schwarzen
Brüder hat den weißen Vertretern die Sprache weggenommen.
Der Schock, den sie, die meinten, den echten Glauben
gepachtet zu haben, erhalten haben, dauert heute noch in
Europa und Nordamerika an. Johannes, der Täufer sagt auch
uns:
"Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt."