-1-Kirchenjahr bis Weihnachten 031
Lugar/Ort:Aldea Protestante

Fecha/Datum:20/12/1962
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Paraná, 15-12-1962
Reffino, 8-12-1964
Casrelar, 28-12-1990
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:4. Avents-ANDACHT 1962
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Lukas 19, 10
Skopus: Im Rancho zu Bethlehem erscheint das Heil für uns
-1-Kirchenjahr bis Weihnachten 31 - Lukas 19, 10
"Des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und selig zu
machen, das verloren ist."

Nur noch wenige Tage trennen uns von dem Christfest, da
wollen wir heute schon unsere Blicke hinlenken zum Rancho in
Bethlehem, wo vor fast 2.000 Jahren Gott seinen eigenen Sohn
Mensch werden ließ. Wir sagten bisher, daß Gott uns durch
Weihnachten bezeugte, auf welch überschwengliche Weise er
uns Menschen liebt.
Wie wirkt sich nun diese Liebe Gottes zu uns Menschen bei
uns und unter uns aus?
"Des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und selig zu
machen, das verloren ist."
Wir alle miteinander sind Menschen, die in Rebellion gegen
Gott stehen, die nichts von Gott wissen wollen, die nichts
nach seinem Willen und nichts nach seinem Worte fragen, die
genau immer das Gegenteil tun von dem, was er von uns
erwartet, obwohl wir genau wissen, da wir ganz auf ihn
angewiesen sind. Wir sind eine Welt ohne Gott geworden, in
der alles durcheinander geraten ist. Und das hat er uns von
Anfang an klar gesagt, wer mit ihm nichts zu tun haben will,
mit dem hat er auch nichts zu tun. Der Mensch aber, mit dem
Gott nichts mehr zu tun haben will, ist ein verlorener
Mensch, denn im Endgericht wird er vor dem ewigen Richter
nicht bestehen können. Welch eine entsetzliche Zukunft wäre
das für uns, wenn nicht dann das unverstehbar Große und
Herrliche geschehen wäre, daß Gott uns Menschen trotzdem
noch einmal die Möglichgkeit gibt, trotz unserer ganzen
Bosheit seine Liebe zu erfahren. Durch das Geschehen im
Rancho zu Bethlehem streckt Gott noch einmal seine liebende
Hand nach uns aus. Dadurch, so kann man es auch sagen,
dadurch macht Gott sich selbst auf den Weg, um uns, die wir
von ihm weggelaufen sind, zu suchen und wieder
zurückzuholen.
Durch das Geschehen im Rancho zu Bethlehem holt uns Gott
wieder zu sich, und wir dürfen seine ganze Liebe erfahren.
Wer das in seinem Leben erkannt hat, und es auch für sich
gelten läßt, der hat im letzten Gericht am Ende der Tage in
dem Kind in der Krippe die Hilfe, um durch das Gericht
begnadigt hindurchzugehen zur ewigen Freude und
Herrlichkeit, d.h. er darf SELIG sein.
Wie singen wir in einem Weihnachtsliede:
"Heut schleußt er wieder auf die Tür
zum schönen Paradeis.
Der Cherub steht nicht mehr dafür.
Gott sei Lob, Ehr und Preis."