-1-Kirchenjahr bis Weihnachten 028
Lugar/Ort:Aldea Protestante

Fecha/Datum:29/11/1962
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Meroú, 28-11-1971 und 16-12-1979 -spanisch-
Reffino, 28-11-1971 -spanisch-
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:1. Advents-ANDACHT 1962
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:
Skopus: Unser Gott ist ein sprechender Gott
-1-Kirchenjahr bis Weihnachten 28 - 1. Mose 28, 12 - 13
"Und Jakob träumte: Eine Leiter stand auf der Erde, die
rührte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel
Gottes stiegen daran auf und nieder. Und Gott, der Herr,
stand oben darauf und sprach."

So haben wir es vorher gehört. Unwillkürlich kommt jetzt die
Frage über uns, was hat denn eigentlich dieser Traum des
Jakobs mit der Advents- und Weihnachtszeit zu tun.
Adventszeit bedeutet doch Vorbereitung auf das große Wunder,
das am Heiligabend vor fast 2.ooo Jahren im Rancho zu
Bethlehem geschah:
Gott, der Allmächtige, schickt seinen Sohn zu uns auf diese
unsere Erde. Das bedeutet doch:
Gott, der Große und Erhabene, der Herr aller Dinge, sucht
die Verbindung mit uns Menschen auf dieser Erde, mit uns,
die wir Staub sind, um uns zu helfen. Er sucht die
Verbindung mit uns, um uns zu sagen, wie lieb er uns hat.
Wenn wir so das Erlebnis des Jakobs mit der Leiter einmal
betrachten, dann wird es uns klar, daß es bereits ein
Fingerzeig ist auf das Geschehen in Bethlehem, auf die
Geburt Jesu Christi. Es ist ein Adventsereignis, können wir
doch die ganze Geschichte des alten Volkes Gottes vor dem
Kommen Jesu Christi als eine Adventsgeschichte, als eine
Vorbereitungszeit auf Bethlehem verstehen.
In diesem Traum zeigt Gott dem Jakob schon viele
Jahrhunderte vorher, was einmal geschehen wird.
Gott auf der einen Seite, der Schöpfer Himmels und der
Erden, der ohne Anfang und Ende ist, der immer noch sein
wird, auch wenn Himmel und Erden nicht mehr sein werden und
auf der anderen Seite der Mensch.
Was ist schon ein Mensch? Wie sagt ein Schriftsteller
unserer Tage:
"Ein Handvoll Staub,"
mehr nicht.
Uns verbindet von unserer Seite aus nichts mit Gott. Und
doch, Gott selbst will uns aus dem Staube herausheben. Er
will uns zu etwas machen, ja, er will uns nicht zu ETWAS
machen, sondern zu seinen Kindern. Wir dürfen Gottes Kinder
sein; und zwar dadurch, daß Gott sich selbst mit uns
verbindet.
Im Traum sieht Jakob es im Bilde der Leiter, die die
Verbindung zwischen Gott und uns herstellt. Es ist ein Bild
für das, was dann im Rancho zu Bethlehem geschah. Gott
schaffte diese Verbindung zu uns, indem er in seinem Sohne
selbst Mensch wurde. Dieses alles würden wir nicht verstehen
können, wenn er, Gott, es uns nicht alles selbst sagen
wúrde. Unser Gott ist ein sprechender Gott, darum ist es ja
so ungeheuer wichtig, daß wir auf Gottes Sprechen, auf sein
Wort, achtgeben.
Der Hauptsinn des Sprechens Gottes, der Mittelpunkt des
Wortes Gottes, ist eben dieses, uns mitzuteilen, daß Gott
uns Menschen, dich und mich, trotz allem lieb hat. So
erscheint dem Jakob an der Leiter der sprechende Gott, so
kann die Heilige Schrift von dem, was in der Christnacht
geschah sagen:
"Das Wort ward Fleisch."
Und auch wir heute leben nur dadurch, daß Gott uns immer
noch lieb hat. Diese Liebe Gottes sich gefallen lassen,
heißt, im Advent zu leben.