-1-Kirchenjahr bis Weihnachten 024
Lugar/Ort:Aldea Protestante

Fecha/Datum:15/12/1960
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:3. Advents-ANDACHT 1960
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Hebräer 13, 8
Skopus: Jesus Christus - heute
-1-Kirchenjahr bis Weihnachten 24 - Hebräer 13, 8
"Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in
Ewigkeit."
In der letzten Adventsandacht hörten wir darüber, was es
heißt, wenn wir sagen:
"Jesus Christus gestern."
In dieser Andacht heute wollen wir nun uns kurz fragen, was
es heißt:
"Jesus Christus heute."
Wir erinnern uns, daß Jesus Christus uns vor 2.ooo Jahren
durch sein Leiden und Sterben die Türe zum Himmel wieder
aufgeschlossen hat. Wir dürfen Gottes Kinder sein trotzdem
immer wieder unsere abgrundtiefe Bosheit zum Vorschein
kommt.
Und kurz vor seiner Himmelfahrt hatte er seinen Jüngern den
Befehl gegeben, die Botschaft von der offeneen Tür in der
ganzen Welt zu verkündigen. Und in seiner Himmelfahrt wurde
Jesus Christus von seinem Vater zum König und zum Herrn
Himmels und der Erde eingesetzt. Diese Herrschaft dauert
seitdem bis auf den heutigen Tag an. Im letzten Grunde muß
sein Wille zur Durchführung kommen. Diese Herrschaft heute
als König und Herr Himmels und der Erden ist eine reale
Herrschaft, doch ist sie heute nur sichtbar für den
Menschen, der glaubt. Dem Ungläubigen kann diese
Königsherrschaft Jesu Christi noch nicht bewiesen werden.
Für den Gläubigen wird heute diese Herrschaft in ganz
besonderer Weise sichtbar in seiner Kirche. In dieser Kirche
kann der Gläubige dem König Jesus Christus begegnen, wie er
es selbst versprochen hat.
Wo das Wort Gottes verkündigt wird, da erscheint der König
Jesus Christus und spricht mit uns, seinen Untertanen, In
dem Wort Gottes, ob gepredigt oder gelesen oder gesungen,
gibt er uns seine Befehle und Aufträge.
Im Gebet können wir ihm unsere Nöte und Sorgen sagen. In der
Taufe spricht er selbst über einen Menschen das Wort:
Du bist mein Diener!
In der Feier des Heiligen Abendmahls lädt er uns an seine
Tafel zur Königsmahlzeit ein und feiert mit uns.
Und in der Vergebung unserer Schuld, die er selbst uns
zuspricht, öffnet er uns immer wieder die Himmelstür, die
wir immer wieder durch unsere Bosheit zuschlagen.
In seiner Kirche ist es auch, daß er, der König, den
Menschen, die er zu seinen Dienern macht, einen bestimmten
Auftrag oder ein bestimmtes Amt gibt. Den einen ruft er zum
Dienst, das Evangelium zu verkündigen, den anderen die
Gelder der Gemeinde recht zu verwalten. Wieder einem anderen
hat er das Amt gegeben, eine ganze Kirche zu leiten, während
einem vierten er den Auftrag gibt, die Glocken zu läuten
oder die Kranken zu besuchen. Unzählbar sind die Dienste,
die der König Jesus Christus für uns bereit hält.
So sollen wir es wissen, daß Jesus Christus in dieser Weise
bereits heute seine Königsherrschaft über Himmel und Erde
ausübt.
Allerdings wird diese Herrschaft für die Gläubigen in
besonderer Weise in der Kirche sichtbar.
Wenn wir jetzt also in der Adventszeit das Wort hören:
"Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß
der König der Ehren einziehe!"
dann bedeutet das:
Bereit sein, in der Kirche sich dem Wirken des Königs Jesu
Christi nicht zu widersetzen, sondern unsere Hände offen ihm
entgegenzuhalten, daß er sie fülle mit dem, was er uns
schenken will. Das bedeutet aber auch, willig zu sein, den
Dienst zu übernehmen, den er uns zu tun befiehlt. JESUS
CHRISTUS - HEUTE.