-1-Kirchenjahr bis Weihnachten 019
Lugar/Ort:Aldea Protestante

Fecha/Datum:19/12/1957
Otros Lugares/Weitere Predigtorte:
Grabschental, 16-12-1964
Aldea Protestante, 14-12-1967
Año Eclesiástico/Kirchenjahr:3. Advents-ANDACHT 1967
Libro Bíblico/Buchbezeichnung:Apostelgeschichte 4, 12
Skopus:
-1-Kirchengeschichte bis Weihnachten 19-Apostelg. 4, 12
"Und ist in keinem anderen Heil, ist auch kein anderer Name
unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen
selig werden."

Nur wenige Tage trennen uns noch von dem Christfest 1957,
das wir zur Erinnerung an die Geburt Jesu Christi vor fast
2.000 Jahren im Rancho zu Bethlehem feiern. Aber müssen wir
uns denn nicht fragen, nachdem fast 2.000 Jahren nach dieser
Geburt vergangen sind, ob es sich denn überhaupt noch lohnt,
daß wir diese Geburt feiern. Unser Geburtstag wird bestimmt
nicht nach so vielen Jahren gefeiert werden. Was ist das
Besondere, das da in dem Dorfe Bethlehem geschah?
Die Antwort gibt uns in unserem Text der Apostel Paulus:
"Es ist in keinem anderen Heil, ist auch kein anderer Name
unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen
selig werden,(als allein in dem Namen Jesus Christus)."
Nicht nur der Apostel Paulus, sondern auch wir alle anderen
Menschen wissen oder ahnen etwas davon, daß unser Leben, daß
unsere ganze Welt, die von uns Menschen beherrscht wird, in
ein heilloses Durcheinander geraten ist. Alles, was wir
Menschen anfassen, wird uns zum Verderben. Wieviele große
Erfindungen, wieviele gute Erkenntnisse, hat der Mensch
schon gemacht. Wenn sie richtig angewandt werden würden,
könnten sie unser ganzes Leben in besonderer Weise
erleichtern und angenehmer machen. Aber stattdessen machen
sie uns das Leben schwerer als vorher. Wieviel Nutzen könnte
uns zum Beispiel die Atomforschung bringen, aber stattdessen
leben wir unter der ständigen Angst der Atom-, Wasserstoff-
und Superwasserstoffbomben, für die Milliarden von Pesos
ausgegeben werden, um immer noch mehr Menschen mit einem
Schlage dahinzumorden.
Oder wie stolz könnten wir eigentlich über unseren
menschlichen Geist sein, der es fertigbrachte,
selbsthergestellte Satelliten in den Weltraum zu senden, die
nun die ständigen Begleiter unserer Erde sind. Aber
stattdessen kommt wieder bei uns allen die Angst hoch, daß
solche Erdsatelliten auch gebraucht werden können zu unserem
Verderb und zu unserer Vernichtung.
Gerade wir Menschn des Atomzeitalters, das jetzt begonnen
hat, wissen ganz besonders davon, daß unsere ganze Welt in
ein heilloses Durcheinander geraten ist. Viele Menschen
sehen wirklich keinen Ausweg mehr aus der größten
Katastrophe dieser unserer Welt.
Selbstverständlich bieten sich auch in unserer Zeit hier und
da Ideen und Weltanschauungen, politische Parteien und
Führer an, daß sie uns aus der Katastrophe herausretten
wollen, aber sie sind oder haben nur leere Worte.
Nun wissen wir als Christen etwas, was Nichtchristen nicht
erkennen können und nicht erkennen wollen. Wir als Christen
wissen es, daß dieses heillose Durcheinander auf dieser Erde
kein blindes Schicksal, sondern unsere menschliche Schuld
ist. Weil wir Gott, den allmächtigen Schöpfer Himmels und
der Erde, nicht erkennen und nicht gehorchen wollen, darum
läßt er uns Menschen allein auf dieser Erde mit allen
Kräften und Mächten.
Wer nicht die ganze Natur, alles was existiert, aus der Hand
Gottes nehmen will, der bleibt mit den gewaltigen
Naturkräften allein. Der Mensch bringt es fertig, diese
Naturkräfte zu lösen, aber er bringt es dann nicht mehr
fertig, diese Kräfte wieder zu fesseln, damit sie uns nicht
schaden.
Gott, der Herr, allein hat den Schlüssel, diese Kräfte, auch
die Atomkräfte, wieder zu fesseln und zu verschließen, daß
sie uns nicht verderben können.
Wer aber den Schöpfer über sich nicht erkennen will, dem
werden diese Kräfte so stark, daß sie ihn zermalmen und
vernichten. Der Mensch ohne Gott kann anfassen, was er will,
es wird immer seine Vernichtung bedeuten. Unsere ganze Welt,
auch unsere ganze wissenschaftliche Welt ist eine Welt ohne
Gott.
Eines nur kann uns noch retten: Das Kind in der Krippe im
Rancho zu Bethlehem.
Da hat sich Gottes Sohn aus dem Himmel aufgemacht, um noch
einmal uns Menschen den Weg zu zeigen aus dem heillosen
Durcheinander dieser Welt, aus Angst und Schrecken, da wir
Menschen selbst uns das Leben zur Hölle machen.
Soll es noch Heil und Rettung für uns Menschen geben, dann
ist das nur dadurch möglich, daß wir auch heute als Menschen
des Atomzeitalters das Kind in der Krippe in unserem Leben,
in unseren Familien, in unserem Staat und in unserer Welt
aufnehmen und uns von ihm allein den Weg aus dem heillosen
Durcheinander zur Rettung zeigen lassen. Eine andere
Rettungsmöglichkeit haben wir heute weniger denn je.