Briefwechsel mit Dr.Peter Alemann-etcta.-Kirche u. Politik
Carta 125
Lugar/Ort:Arg. Tageblatt
Fecha/Datum:1985
Resumen/Skopus:


Briefwechsel mit Dr. Peter Alemann:

Kirche und Politik
1 Anmerkungen zur Zentralausschuß-Tagung des Oekumenischen Rates
der Kirchen in Buenos Aires
Arg. Tageblatt vom 17-8-1985.

Es war ein eindrucksvolles Schauspiel, das sich dem Auge in den
Kongreß-Sälen des Kulturzentrums San Martín vom 28, Juli bis zum
8. August bot: Menschen aller Rassen, in bunten Trachten die
Frauen und oft in nicht minder bunten Priesterroben die Männer,
hatten sich in Buenos Aires versammelt, wo erstmals in
Lateinamerika die Tagung des Zentralausschußes des Oekumenischen
Rates der Kirchen (sein Sitz in Genf) durchgeführt wurde. Afrika,
Asien und Lateinamerika waren an dieser internationalen Tagung so
stark vertreten, daß man wohl von einem Überwiegen der Christen
aus der Dritten Welt sprechen konnte, und so ist es nicht
verwunderlich, wenn die Themen der Unterentwicklung die Tagung
beherrscht haben. Sehr begrüßenswert ist nun die Tatsache. daß die
Probleme Lateinamerikas jetzt auch in diesem Gremium in den
Vordergrung gerückt werden, was schon in der Tatsache der
Ernennung des uruguayischen Methodisten-Pfarrers Dr. Emilio Castro
zum Generalsekretär der OeRK, als Nachfolger des schwarzen Dr.
Philip Potter aus Jamaica zum Ausdruck kommt. Man weiß, daß die
Katholische Kirche dem Rat nicht angehört, der heute aus über 300,
den protestantischen und griechisch-orthodoxen Konfessionen
zugehörigen Kirchen besteht. Im Gegensatz zur politischen
Weltvereinigung der Vereinten Nationen, die vom Ost-West-Konflikt
fast zerrissen wird, hat der OeRK im Christentum eine sehr
eindeutige "ideologische" Basis. Ihm fehlt freilich die Ergänzung
der grossen katholischen Welt, mit der auch laufende Verhandlungen
stattfinden. Pfarrer Jacqes Maury, führende Persönlichkeit der
französischen Hugenottenkirche, ist Moderator der gemischten
Arbeitsgruppe mit dem Vatikan, Im privaten Gespräch sagte er, daß
von den zwölf sich gegenüber sitzenden "Aposteln" der
Verhandlungspartner auf der katholischen Seite sieben aus der
Dritten Welt kämen, mit denen eine Verständigung, namentlich in
praktischen Fragen, fast immer möglich erscheine, daß aber die
fünf restlichen Bischöfe aus der Kurie sozusagen Angst hätten,
die ausgetretenen Pfade zu verlassen. Man muß nicht vergessen, daß
sich das Christentum in der Dritten Welt anderen Religionen
gegenüber sieht und namentlich mit dem starken und fanatischen
Islam konfrontiert wird, sodaß in der Mission der Konkurrenzkampf
der christlichen Konfessionen nicht verstanden wird. Öffentlich
sagte Maury, man sei im Dialog mit dem Vatikan schon so weit
gekommen, daß "frei gesprochen werden kann, ohne die bereits
erreichten Beziehungen zu gefährden."
Ich finde es begreiflich, daß die enormen Sorgen Afrikas, Asiens
und Lateinamerika in den Beratungen der protestantischen (im
geringeren Grad der Griechisch-Orthodoxen, deren Probleme in
Osteuropa zu finden sind) Geistlichen eine zu große Rolle spielen.
Ich finde es auch begreiflich, daß eine Resolution gegen die immer
unhaltbarer werdende Apartheid in Súdafrika verfaßt worden ist.
Doch möchte ich denn doch den politisierenden Pfarrern einige
Sünden wider alle Politik vorwerfen, wobei vielleicht als die
größte eine gewisse Naivität gegenüber der harten Wirklichkeit der
Welt erscheint, die es linken Eiferern erlaubt hat, die
ahnungslosen Theologen auf ganz erheblichen Strecken als
Weggenossen mitzuschleppen. Auf englich lautet der Begriff "fellos
traveller". Ich muß da konkret werden. So erfuhr ich an dieser
Tagung, daß das "Hilfswerk der Evangelischen Kirche der Schweiz"
(HEKS)) den berühmten Müttern des Maiplatzes in Argentinien eine
Subvention ausrichtet. So wie ich die Schweizerkolonie dieses
Landes kenne, wird dieses auf Kopfschütteln und mehrheitlich auf
Ablehnung stoßen. Aber wir haben ja nichts zu sagen und wurden
nicht konsultiert. Ich frage bloß: was geschieht wohl mit den
guten Schweizerfranken? Es ist anzunehmen, dass die Maimütter ihre
umfangreiche Reisetätigkeit in alle Welt mit diesen (und anderen)
Deviseneinnahmen finanzieren. Sie tun ja alles, um ihren
Sichtbarkeitsgrad in aller Welt zu erhöhen, und das ist ihnen
ausgezeichnet gelungen. Wir wissen auch, daß die Gruppe weitgehend
von Kommunisten gesteuert wird.
Nun möchte ich gleich hinzufügen, daß ich das Leid der Mütter, die
um ihre verschwundenen und bei Nacht und Nebel umgebrachten Kinder
trauern, achte und auch begreife, daß eine Schicksalsgemeinschaft
zustande gekommnen ist. Nun wissen wir eben, daß viele dieser
verschwundenen Kinder mit Waffen ausgebildet wurden und mit der
Waffe in der Hand umkamen. Gerade dieser Tage hat wieder eine
dieser Mütter im "Juntaprozeß" ausgesagt, daß zwei ihrer Töchter
im Wald von Tucumán mit den Guerilleros kampierten und im Kampf
umkamen, eine dritte Tochter wurde im Gefängnis getötet, und die
vierte ist verschwunden, ebenso der Mann. Diese Familie war vor
Jahren Mitglied des Schweizerklubs in Tigre gewesen, wir haben die
Mädchen gekannt. Dr. Enrique de Veda, Sekretär für Familienschutz
der argentinischen Regierung, dankte dem Weltkirchenrat für die
Unterstüztung, die er den Menschenrechtsorganisationen dieses
Landes unter der Militärdiktatur gewährt hat. Der zuständige Dr.
Charles Harper sprach von der "Wildheit in der Behandlung von
vollkommen unschuldigen Personen". Woher mag sie kommen! Ich
meine, sie geht sehr weit zurück: es ist der Geist der spanischen
Inquisition, der hier immer noch in Militärköpfen spukt. Ich habe
auf dieser Tagung folgende Meinung gehört, und sie gefällt mir:
Die Kommunisten sind die zweitschlimmsten. Die Schlimmsten sind
die Antikommunisten. In der Tat: diese können nicht diskutieren.
Sie Können nur verbieten, Zensur üben, Gefängnisse füllen und
foltern. Wir mußten es erleben. Sehr gut sagt es der
Friedenspreisträger der letzten Frankfurter Buchmesse, der
Mexikaner Octavio Paz: "Unsere intellektuelle Tradition war eine
Schule der Intoleranz, und es ist schwer, diese autoritäre und
dogmatische Vergangenheit zu überwinden". Und er fügt hinzu:
"Unsere Intellektuellen sind die Nachfahren der spanischen
Neothomisten des 17. Jahrhunderts, die sich in die Jakobiner des
19. und Marxisten-Leninisten des 20. verwandelt haben." Unsere
Erfahrung ist genau das. Die Ortschaft San Isidro hat die meisten
katholischen Schulen in ganz Argentinien. In diesem Vorort von
Buenos Aires wohnen fast lauter vornehme Leute, und es gab eine
Zeit, da hatte fast jede dieser Familien der katholischen
Oberklasse auch einen linken Guerillero in ihrem Schoße. Es
gehörte zum guten Ton.
Und weil wir schon bei Octavio Paz sind, so sei auch seine Ansicht
über Nicaragua zitiert. "Es ist nicht wahr", so schreibt er, "was
einige intellektuelle und viele Journalisten schreiben, daß das
Regime in Managua durch die Feindschaft der Vereinigten Staaten in
die Arme der Sowjet und Fidel Castro getrieben wurde. Die
Sandinisten seien von Anfang an prosowjetisch gewesen." Zum
Beweis, daß kein Dialog gewünscht wird, führt er die provokative
Reise Ortegas nach Moskau an, im Moment der Ablehnung von Krediten
für die "Contras" durch den Senat in Washington. Im "Hirtenbrief
an die Kirchen Zentralamerikas" findet der Weltkirchenrat aber nur
die überall sichtbare Intervention der Vereinigten Staaten durch
Unterstützung der gegenwärtigen Regierung in El Salvador, der
Militarisierung von Costa Rica und Honduras und durch
wirtschaftliche und diplomatische Maßnahmen gegen Nicaragua". Dies
ist nun eine höchst einseitige Betrachtungsweise der politischen
Lage des Isthmus, die Unterdrückung komme nur aus Washington.
Dabei wird in Managua die Pressefreiheit unterdrückt, was Octavio
Paz am eigenen Leibe erfahren mußte, die Sandinisten wollen eben
auch innenpolitisch keinen Dialog. Er hofft, daß Nicaragua eines
Tages doch auf den mexikanischen Weg komme, das heißt
Einparteienstaat mit Freiheit für Oposition und Presse und
normalen, wenn auch spannungsreichen Beziehungen zum großen
Nachbarn im Norden.
Zum Schluß möchte ich noch von der "Wirtschaftssünde" reden (so
Titel eines Pressekommuniqués aus dem Palacio San Martín). Da
meint der Methodistenpfarrer Aldo Echegoyen, "für diese
Außenschuld starben und verschwanden in Argentinien Tausende von
Personen". Für diese vollkommen an den Haaren herbeigezogenen
Zusammenstellung eines wirtschaftlichen und eines politischen
Vorganges muß ich dem Pfarrer die Sünde der (kommunistischen} Lüge
anlasten. In seiner Erklärung über die Schulden der Dritten Welt,
hat sich dann der Zentralausschuß auf die Bibel zurückgezogen,
"Amos verurteilte jene, die den Wein tranken, daß sie mit Gewalt
ihren Schuldnern weggenommen haben". Der Kampf um die
Gerechtigkeit ist seit biblischen Zeiten im Gang, und die Kirchen
dürfen mitreden. Der Schweizer Pfarrer Andreas Hess (Locarno)
sieht Oekume ganz einfach als Gespräch. "Oekumene ist, wenn ein
holländischer und ein indonesischer Pfarrer gemeinsam das
Abendmahl austeilen, wenn argentinische und britische Vertreter an
dieser Tagung über die Malwinen reden" (ohne sich freilich einigen
zu können). Auch ich möchte mit den Theologen im Gespräch (über
die Politik, die sie so brennend interessiert, so daß sie ihre
Tagung vollkommen politisierten) bleiben.

2 Iglesia Evangélica del
Río de la Plata

Nr. 248-766/85 Setiembre 10 de 1085

Señor
pastor Karl Schwittaz
Andrés Lamas 563
1714 ITUZAINGÓ

Ref.: Artículo "Kirche und Politik" en el
"Argentinisches Tageblatt"

Estimado hermano Schwittay:

Como coordinador del grupo de diálogo
ecuménico de la I.E.R.P., le hago llegar el
artículo de referencia del Dr. Peter Aleman.

Dado que el mencionado autor quiere "mantener
un diálogo" con los teólogos, que por otra
parte califica de ingenuos, me pregunto si
deberíamos intentar darle una respuesta, por
lo menos, para ayudarle a comprender que no
somos tan simplistas!!
Si Ud. piensa que no hay que hacer nada en
este caso, también lo acepto.
Con saludos fraternales,

Rodolfo R. Reinich
pastor presidente

3 Pfarrer Karl Schwittay
-Evgl. Kirche am La Plata
Esmeralda 162
1035 Buenos Aires Buenos Aires,
29. November 1985

Herrn
Dr. Peter Alemann
-Argentinisches Tageblatt-
BUENOS AIRES

Sehr verehrter Herr Dr. Alemann,

wenn auch schon einige Zeit vergangen ist,
seitdem Sie am 17. August im Argentinischen
Tageblatt den Aufsatz "Kirche und Politik" als Anmerkungen zur
Zentralausschußtagung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Buenos
Aires geschrieben haben, denke ich, daß es trotzdem noch nicht zu
spät ist, Ihre freundliche Einladung zum Gespräch anzunehmen, die
Sie in Ihrem Aufsatz uns Theologen gegenübe aussprachen.
Anfangs habe ich mich beim Lesen Ihrer Ausführungen sehr gefreut
und gedacht, daß Sie zu denen gehören, die über die Arbeit des
Ökumenischen Rates sachlich und ohne tendenziöse Absichten
berichten, aber bald wurde ich unsicher. Sie spielen einmal die
römisch-katholische gegen die im Rat zusammengeschlossenen Kirchen
aus und zum anderen greifen Sie die röm.-katholische an und
zitieren dabei den mexikanischen Schriftsteller Octavio Paz und
bezeichnen diese Kirche in geschichtlicher Sicht als Ursprung
jeglichen Autoritarismus als auch der Verletzung der
Menschenrechte.
Ich bin vielleicht als Theologe wirklich zu naiv, um zu verstehen,
was Sie eigentlich damit sagen wollen, wenn Sie es begreiflich
finden, daß die "enormen Sorgen Afrikas, Asiens und
Lateinamerikas" in den Beratungen eine große Rolle spielten,
ebenfalls die "immer unhaltbarer werdende Apartheid in Südafrika"
und im nächsten Atemzuge ohne eine notwendige logische Folgerung
den "politisierenden Pfarrern angeblich einige Sünden wider alle
Politik" vorwerfen, ohne näher darauf einzugehen, was das
eigentlich heißen soll. Dann holen Sie zum Schlag gegen die
Pfarrer aus, die Sie als linksverdächtig anklagen und angreifen
und augenscheinlich sie nicht gern haben.
Oder wie soll ich das verstehen,daß Sie sachlich darüber
berichten, daß die argentinische Regierung dem Weltrat der Kirchen
dafür dankt, daß er während der Militärdiktatur die
Menschenrechtsorganisationen unterstüzte, wie es in einer
großartigen Weise selbst durch unseren Präsidenten Alfonsin zun
Ausdruck gebracht worden ist, und im nächsten Moment schon
verlassen Sie die sachliche Berichterstattung und werden ausfällig
gegen das Hilfswerk der Evangelischen Kirche der Schweiz wegen
ihrer Hilfe für die Mütter des Maiplatzes?
Allein diese angeführten Beispiele fordern in der Tat ein
intensives Gespräch geradezu heraus, aber nicht nur diese. Ich
frage mich ernstlich, wie es möglich sein kann, daß Sie das ganze
Handeln der christlichen Kirchen im Auftrage ihres Herrn, dem sie
ausschließlich verpflichtet sind, so mißverstehen können? Wie ist
es möglich, daß man als Christ die Botschaft Jesu Christi als eine
"ideologische Basis der Christenheit" verstehen kann und als eine
Ideologie wie alle anderen auch?
Besonders bleibt es mir unverständlich, daß Sie das Zeugnis des
Propheten Amos und seinen Einsatz für Recht und Gerechtigkeit mit
einer Handbewegung beiseite tun und ihn in die Nähe des
Kommunismus stellen.
Geht es heute in der gesamten Christenheit in einer Welt, die in
der Auseinandersetzung zwischen den beiden Ideologien, verbunden
mit einem menschenverachtenden Militarismus, ihrem Ende zutreibt
und beide uns keine zukunftsweisende Hilfe mehr anzubieten in der
Lage sind, nicht darum, endlich die Hilfe anzunehmen und zu
praktizieren, die uns Jesus Christus nach Lukas 10, 25-28 im
doppelten Liebesgebot anbietet. Er erwartet von uns Christen eine
Erfüllung. Und gerade im Ökumenischen Rat der Kirchen wird auf
diese Erfüllung durch Wort und Tat hingewiesen und darum als
kommunistisch bzw. kapitalistisch diffamiert. Aber daran ist
nichts mehr zu ändern, daß sich dieses Wort Jesu als eine große
Bewegung immer größere Kreise der Christenheit erobert. Heute kann
das Wirken Jesu nicht mehr nur schließlich auf den seelischen
Bereich oder auf ein Leben nach dem Tod beschränkt werden, auch
nicht mit Gewalt.
Sie haben uns Theologen zu einem Gespräch aufgefordert und ich bin
gern dazu bereit. Allerdings wird es von meiner Seite kein
politisierendes und auch nicht ein von irgendeiner Seite
ideologisch gelenktes Gespräch sein, sondern ein Versuch, Sie mit
der Realität des Evangeliums zu konfrontieren, die es mit dieser
Welt zu tun hat, in der Menschen durch Menschen hungern und
leiden, ungerecht behandelt und grausam getötet werden. Sind wir,
die wir uns Christen nennen, nicht diesen Menschen unsere Hilfe
schuldig?
Ich bin bereit, das von Ihnen gewünschte Gespräch öffentlich im
Argentinischen Tageblatt zu führen, allerdings unter den gleichen
Bedingungen, wie Sie schreiben zu können, ohne daß gestrichen oder
geändert wird. In der Erwartung Ihrer Antwort, die ein
weiterführendes Gespräch einleitet, bleibe ich hochachtungsvoll
Ihr

Karl Schwittay


4 Dr. Peter Alemann 1000 Buenos Aires,
10. März 1986
Cas.de Corr. 2489,Arg.

Herrn
Pfarrer Karl Schwittay
Esmeralda 162
Buenos Aires

Sehr geehrter Herr Pfarrer,
im November schrieben Sie mir einen Brief, den ich erst kürzlich
erhalten habe, weil es Poststreik gab und ich in Neuseeland in den
Ferien war.
In der Redaktion des "Argentinischen Tageblattes" wurde darüber
beraten, ob man ihn jetzt noch veröffentlichen soll und zwar mit
meiner Antwort zusammen. Doch dann beschloss die Zeitung, das zu
unterlassen, wohl auch, weil meine Antwort etwas zu scharf sei.
Es würde mich aber freuen, mich mit Ihnen zu unterhalten, ja ich
stelle mich gerne zu einer öffentlichen Diskussion über das Thema
"Kirche und Politik" zur Verfügung. Sollten sie an so etwas
Interesse haben und es auch organisieren können, dann lassen Sie
es mich wissen. Mein Telefon ist 771-5275.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Alemann

5 CONFERENCIA DE PRESIDENTES
DE COMGREGACIONES AFILIADAS
A LA I.E.R.P.
Buenos Aires, Junio 29 de 1985

A la Junta Directiva
de la I.E.R.P.

Apreciados hermanos:
Analizadas distintas situaciones en congregaciones, los
presidentes de las mismas, y haciendo eco de opiniones de sus
respectivas comisiones directivas, se recomienda a la Junta
Directiva de la IERP que manifieste a los pastores de las mismas,
la conveniencia de que se abstenga en sermones y vida activa en su
congregación de expresiones y/o manifestaciones políticas
tendenciosas, ya que las comisiones directivas de las
congregaciones ven que así no se hace atractiva a nuestra iglesia.
Estimamos que las actuaciones de los pastores no debe traducir
particulares y que es su conjunto quede claramente definido que su
intención debe estar basada única y exclusivamente en defensa de
la justicia prevista en el Evangelio.
Opinamos que la predicación de la palabra y la difusión de la
misericordia de nuestro Señor es el objetivo principal en nuestras
congregaciones para que reine así el espíritu santo el que debe
reflejarse siempre en una congregación creciente y unida.
Fraternalmente

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