DER GLAUBE IM JODO-SHIN und JODO-SHIN-SHU-Buddhismus
Referat 036
Lugar/Ort:Crespo/ER
Fecha/Datum:1958
Resumen/Skopus: Im Rahmen der Entre Ríos-Pfarrkonferenz unter dem Thema "Der Glaube-religionsgeschichtlich."-27-3-1958



Der Glaube im Jodo-Shin- und im Jodo-
Shin-Shu-Buddhismus, entstanden im 12.
und 13. Jahrhundert.
(Im Rahmen einer Reihe:
Der Glaube-religionsgeschichtlich.)


Der Begründer des Jodo-Shin-Buddhismus,
Genku, hatte erkannt, dass die alte Form des Buddhismus nicht zur
Seligkeit führt. Es sist unmöglich, aus eigener Kraft den Weg der
Erlösung zu beschreiten, sei es durch eine höhere Sittlichkeit,
sei es durch tiefe Versenkung om Heilige Schriften.
genku setzt nun einen an deren Heilsweg:
AMIDA-BUDDHA.
Dieser ist der höchste persönliche Gott,
er ist der Schöpfer und Herr eines Paradieses, eines "reinen
Landes (Jodo)
im Westen."
In dieses Paradies zu gelangen, wiedergeboren zu werden, ist das
höchste Glück für den Menschen. Wie aber kommt der Mensch zu
diesem seinem höchsten Glück?
Genku antwortet, dass das jedenfalls nicht durch eigene Kraft und
eigene Anstrengung geschehen kann, sondern dieses
Wiedergeborensein im Paradies geschieht allein dadurch, dass der
Mensch allein sein Vertrauen auf diesen AMIDA Buddha setzt. Wir
haben die alleinige Bedingung dieses Heils zu erfüllen, nämlich:
an ihn, der mit allen, auch den Sün-
dern, Erbarmen hat, zu glauben.
Von diesem Amida Buddha wird erzählt, dass er ein Gelübde getan
hat, dass er nicht die allerhöchste Gottheit sein wollte, wenn
nicht alle Lebewesen, die aufrichtigen Herzens an ihn glauben und
ihn 10x mit dem Wunsch nach der Wiedergeburt im Paradies anrufen
würden, nicht der ewigen Seligkeit teilhaftig werden sollen.
Es kommt jetzt also alles darauf an, seinen Namen anzurufen und
indem wir das tun, strömenalle seine guten Werke in unseren Mund
und werden zu unserem Besitz, Unser Verdienst ist, was AMIDAS
Verdienst ist.
Besonders kommt es darauf an, dass der Mensch in der Stunde des
Todes unter Anrufung des Namens AMIDA BUDDHA gewiss wird, dass
AMIDA auch die grössten Sünder nicht verwerfen, sondern ihnen
einen Winkel des Paradieses zuweisen wird.
Dieser Glaube des GENKU im "Jodo-Shin-Buddhismus" wird durch einen
Mann mit dem Namen Shinran weiter entwickelt und es kommt zum
JODO-SHIN-SHU-Buddhismus.
Während Genku neben der Verehrung des AMIDA-Buddhas noch die
Verehrung anderer Buddhas kennt, wird sie bei Shinran verboten.
Verdienstliche Werke, die Genku nicht ganz bestritten hat, gybt es
bei Shinran nicht mehr. Es kommt einfach alles auf den Glauben des
Herzens an. Zu tief stecken wir in unseren fleischlichen Lüsten
als dass wir etwas Gutes für unsere Seligkeit tun könnten.
Das Tun des Menschen für Amida Buddha geschieht allein als Dank
für die von ihm gewährte Erlösung. Es kommt für die erlösende
Bedeutung des Glaubens an AMIDA weder auf das Gefühl, noch auf die
Freudigkeit des Herzens, noch auch nur auf die Stärke des
Heilsverlangens an. Der Glaube an die Erlösung durch AMIDA-BUDDHA
ist ein Geschenk Gottes.
Selbst Für die Frau gibt es jetzt diesen Weg der Erlösung; sie
waren vorher vom Paradiese ausgeschlossen.
Im JODO-SHIN-SHU-Buddhismus
Gibt es keine magische Formeln,
keine Zauberei,
keine Erlösung durch gute Werke,
keine Amulette,
keine Wallfahrten,
keine Bussstrafen,
keine Askese, und
kein Mönchstum.
In den Tempeln gibt es nur ein Bild oder eine Statue von AMIDA
BUDDHA.
Die Priester haben nur allein die Aufgabe der Belehrung der
Gläubigen und der Pflege der Gebräuche. Sie tragen nur im Tempel
Priesterkleidung. Sie brauchen keine besonderen Speisegesetze zu
erfüllen und leben nicht im Zölibat.
Predigt, Unterricht und populäre Erbauungsliteratur (zu schaffen)
ist ihre Aufgabe.
Diese Religion hat sich niemals durch den Staat rechtlich und
finanziell unterstützen lassen. sie ist eine völlig staatsfreie
Religion gewesen und bis heute geblieben.
Wir haben hier also eine heidnische Religion vor uns, die in ihren
Lehren manchmal bis auf die theologischen Wörter gleich ist
unserer reformatorischen evangelischen Kirche.
Darum ist es nicht v erwunderlich, dass der katholische Missionar
Franz Xavier (1549 - 51 in Japan) von Japan aus dem Papst nach Rom
schrieb, dass er im heidnischen Japan die lutherische Ketzerei
bereits vorgefunden habe.
Dieser heidnische Protestantismus als Gnadenreligion in Japan gibt
uns eine heilsame Lehre, dass nämlich der christliche Glaube in
seiner geschichtlichen Gestalt als Lehre, als Leben und als
Ordnung noch nicht die Wahrheit darstellt, selbst dann nicht, wenn
dieser christliche Glaube die reformatorische Gestalt hat.
Selbstverständlich gibt es einige Unterschiede zwischen der
evangelischen Kirche und dem JODO-SHIN-SHU-BUDDHISMUS, aber sie
halten nicht stand, wenn es um die Beantwortung der Frage nach der
Wahrheit grht.
Worin liegt also der Unterschied zwischen der Gnadenreligion des
JODO-SHIN-SHU-BUDDHISMUS und unserem evangelischen Glauben?

Das wäre in einem Gespräch zu entfalten.



Eines entscheidet allein zwischen Wahrheit und Lüge, der Name
Jesus Christus, die Offenbarung Gottes in Jesus Christus.

(Nicht entscheidend ist unser Glaube als eine Gnadenreligion, oder
unsere Lehre von der Erbsünde, oder von der Rechtfertigung allein
durch den Glauben, oder durch die Gabe des Heiligen Geistes, oder
von der Dankbarkeit:
Das können diese Heiden auch lehren.
Nur da, wo unsere Lehre, wo unser Leben, wo unsere Ordnung
abhängig ist und b leibt von diesem Namen JESUS CHRISTUS, da
allein ist echter Glaube.

Karl Schwittay

(Referat für die Entre-Ríos-Pfarrkonferenz
in Crespo am 27. März 1958)









































































































Besonders kommt es darauf an,